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Klima-Informationen
aus der Schweiz |
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Klima und Wetter Schweiz |
| Schweiz Wetter
2026 ausserordentlich warmer, niederschlagsamer Sommer und Herbst |
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Klima und Wetter weitere Informationen |
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Klima
in der Schweiz: Wetter 2026 |
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| Hitzesommer 2026 |
Die Monate Juni bis August 2026 waren in der Schweiz die heissesten seit Messbeginn. Sie lösten den Hitzesommer 2003 als Rekordhalter bei der saisonalen Mitteltemperatur und anderen Indikatoren ab. Verbreitet wurden neue Rekorde bei den Tagesmaximum- und Tagesminimumtemperaturen erreicht. An vielen Orten in der Schweiz gab es noch nie zuvor so viele Hitzetage und Tropennächte. Begleitet wurde die Hitze von einer extremen Trockenheit.
Heissester Sommer seit Messbeginn 1864
Das Wichtigste in Kürze
• Rang 1: Heissester Sommer in der Schweiz seit Messbeginn 1864
• 39,7 °C am 30. Juli 2026 in Basel/Binningen: bisherige Höchsttemperatur auf der Alpennordseite
• Rekordzahl an Hitzetagen und Tropennächten: In tiefen Lagen vielerorts rund 2 Wochen mehr Hitzetage als im bisherigen Rekordsommer
• Extremes Niederschlagsdefizit im bisherigen Sommerhalbjahr mit weitreichenden Folgen für die Gewässer (Pegel und Abfluss, Temperatur, Ökologie), Wälder und Landwirtschaft
• In einer 3 °C wärmeren Welt im Vergleich zur vorindustriellen Zeit (aktuell 1,4 °C wärmer) wäre ein Sommer wie 2026 durchschnittlich warm, etwa jeder zweite Sommer wäre noch wärmer.
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Die saisonale Mitteltemperatur über die drei Monate Juni, Juli und August 2026 betrug 17,2 °C. Der bisher unangefochtene Rekord der landesweiten Durchschnittstemperatur aus dem Hitzesommer 2003 wurde damit um knapp 0,4 °C übertroffen. Der Sommer 2022 liegt mit 16,2 °C deutlich dahinter auf Rang 3.
Der Hitzesommer 2003 stellte damals alles bisher Bekannte in den Schatten. Er lag 3,2 °C über dem damaligen Klimamittel von 13,6 °C . D mehr unwahrscheinlich. |
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Das Sommerklima in der Schweiz verändert sich aber stark. Im Vergleich zur vorindustriellen Referenzperiode 1871-1900 ist ein durchschnittlicher Sommer heute im Mittel rund 4 °C wärmer. Zwischen 2003 und 2026 ist das Klimamittel um etwa 2,0 °C auf 15,6 °C angestiegen. Deshalb liegt der Sommer 2026 nur noch 1,6 °C über dem aktuellen Klimamittel. Ein derart heisser Sommer ist heute aufgrund des Klimawandels also nicht mehr gleich extrem wie vor 23 Jahren. Obwohl er mehrfach Rekorde bricht, noch nie dagewesene Temperaturen gemessen wurden, ist dieses Ausmass im aktuellen Klima mittlerweile nicht
Viele neue Temperaturrekorde
An vielen Messstandorten wurden im Sommer 2026 neue Rekorde der Tageshöchsttemperaturen aufgestellt. Am 30. Juli 2026 erreichte die Messstation in Basel/Binningen 39,7 °C und egalisierte damit den Rekord für die Höchsttemperatur auf der Alpennordseite von Genève/Cointrin am 7. Juli 2015. Besonders in der Nord-, West- und Zentralschweiz wurden einige weitere, bemerkenswerte Maximaltemperaturen verzeichnet, darunter in Buchs/Aarau (38,6 °C), Zürich/Kloten (38,3 °C), Delémont (38,2 °C), Neuchâtel (38,1 °C), Schaffhausen (37,9 °C) und Luzern (36,8 °C). Eindrücklich ist auch der Rekord von Scuol im Unterengadin, wo am 27. Juni 2026 auf einer Höhe von 1'304 m ü.M. 35,1 °C gemessen wurden. An insgesamt 30 Messstationen von MeteoSchweiz stammt die absolute Höchsttemperatur neu aus dem Sommer 2026, nicht ganz die Hälfte davon erreichte den lokalen Allzeit-Rekord schon im Juni 2026.
Eine Hitzeperiode nach der anderen
Am meisten in Erinnerung bleiben dürfte uns vom Sommer 2026 die eindrückliche Anzahl von heissen Tagen und warmen Nächten. Nachdem es schon im Mai lokal erste Hitzetage (Tage mit Maximaltemperaturen von 30 °C und mehr) und neue Frühlingsrekorde zu verzeichnen gab, begann der Juni eher kühl. In der zweiten Junihälfte trat beidseits der Alpen die erste Hitzeperiode des meteorologischen Sommers auf und erreichte in Bezug auf Intensität (Höchsttemperaturen) und Dauer ein historisches Ausmass. Über 10 Tage gemittelt (19. bis 28. Juni 2026) erreichten die Tagesmaxima an einigen Messstandorten einen neuen Allzeitrekord. Noch nie zuvor gab es seit Messbeginn vor rund 125 bis 160 Jahren eine heissere 10-Tages-Periode. Das Auftreten dieser Hitzeperiode im Juni war im Hinblick auf den frühen Zeitpunkt im Sommer beispiellos. Während sich auf der Alpennordseite regional 12-13 Hitzetage aneinanderreihten.
In der Südschweiz ging es bis am 19. August praktisch nahtlos weiter mit Hitzetagen. Nur vereinzelt sanken die Tagesmaxima unter 30 °C, so z.B. in Locarno/Monti am 1. Juli, am 26. Juli, am 7. und 17. August. Nordseits der Alpen gab es ein paar Tage mehr zum Verschnaufen. Nach der Juni-Hitze gab es etwa in der ersten Julihälfte noch einmal bis 14 Hitzetage in Folge, danach etwa eine Woche mit tieferen Temperaturen. Die Hitze kam auf der Alpennordseite am 28. Juli 2026 zurück und blieb praktisch pausenlos bis am 16. August. Auf der Alpennordseite war der 18. und 19. August lokal auch nochmal ein Hitzetag. Am 14. August 2026 wurden an einigen Standorten neue Höchsttemperaturen für August registriert. Erst in den letzten beiden Augustwochen entspannte sich die Lage ein wenig, das Wetter wurde etwas wechselhafter.
Extreme Trockenheit
Nach einem bereits sehr niederschlagsarmen Frühling blieben auch die Monatsniederschläge im Juni, Juli und August in den meisten Gebieten unter dem Durchschnitt. Über alle drei Monate betrachtet fielen in der West- und Nordwestschweiz und im östlichen Mittelland regional weniger als 60 % eines durchschnittlichen Sommerniederschlags. Im Wallis, im Südtessin und im Engadin lagen die Niederschlagsmengen im Bereich des Durchschnitts der Referenzperiode 1991-2020 für die Jahreszeit.
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| Quelle: Text MeteoSchweiz, Auszug aus "Klimabulletin Sommer 2026" , 30. September 2026 |
Die Schweizer Mitteltemperatur im September 2026 lag 3,3 °C ü̈ber der Referenzperiode 1991-2020 und belegte damit kurz vor Monatsende den 2. Rang seit Messbeginn 1864.
Der September 2026 brachte bis zum gestrigen Tag schweizweit unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Regional wurden weniger als 20 % eines durchschnittlichen Septemberniederschlags verzeichnet. Die Sonnenscheindauer im September 2026 war im ganzen Land ü̈berdurchschnittlich. Mancherorts gab es mehr als 150 % der Sonnenscheindauer der Referenzperiode.
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| Quelle: Text MeteoSchweiz, Auszug aus "Klimabulletin September 2026" , 10. September 2026 |
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| Sommer 2026: Landwirtschaft mit Problemen |
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| Sommer 2026: Das Abschmelzen der Gletscher setzte sich fort |
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| Sommer 2026: Sehr tiefe Wasserpegel in einigen Seen |
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Seen ohne Abflussregulierung (Seeregulierung)
Trockenheit: Abfluss aus dem Zürichsee wird vorübergehend weiter reduziert
Der Kanton Zürich reduziert im Einvernehmen mit den Kantonen Aargau, Schwyz und St. Gallen sowie dem Bundesamt für Umwelt BAFU den Abfluss aus dem Zürichsee von 30 auf 20 Kubikmeter pro Sekunde. Damit sollen das weitere Absinken des Seepegels gebremst und weitere Einschränkungen für die Schi.fahrt, die Zürichsee-Fähre und die Seerettung begrenzt werden. Gleichzeitig fliesst dadurch noch wenigerWasser in die Limmat, was sich auf das Ökosystem und die Wasserkraftproduktion auswirkt. Die Massnahme wird ab 1. Oktober 2026 umgesetzt und bis Ende Oktober befristet.
Wegen der anhaltenden Trockenheit fliesst dem Zürichsee zurzeit weniger Wasser zu, als aus ihm abfliesst. Dadurch sinkt der Seepegel kontinuierlich. Gemäss den aktuellen Wetter- und Abflussprognosen ist kurzfristig keine wesentliche Entspannung zu erwarten. Ein weiter sinkender Wasserstand droht insbesondere den Betrieb der Zürichsee-Fähre, der Zürichsee-Schfffahrtsgesellschaft und der Seerettung zu beeinträchtigen. Auch die Bauarbeiten der Stadt Zürich für die Erneuerung der Rathausbrücke sind betroffen: Bei zu tiefem Wasserstand können die benötigten Schwimmpontons nicht mehr eingesetzt werden. Die Arbeiten müssten dann eingestellt werden, was zu Verzögerungen und zusätzlichen Kosten führen würde.
Der Kanton Zürich hat den Abfluss aus dem Zürichsee angesichts der beginnenden Hitzeperiode bereits Mitte Juli auf 30 Kubikmeter pro Sekunde reduziert. Im August vereinbarten das BAFU und die Kantone Zürich, Aargau, Schwyz und St. Gallen, weiterhin 30 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem Zürichsee abfliessen zu lassen, um das Risiko eines Fischsterbens in der Limmat zu reduzieren. Dafür nahmen sie in Kauf, dass der Seepegel unter die im Reglement festgelegte Untergrenze sinkt.
Seither ist der Seepegel weiter gesunken. Gleichzeitig sind die Wassertemperaturen in der Limmat inzwischen deutlich tiefer und nicht mehr kritisch für kälteliebende Fischarten wie Forellen oder Äschen. Angesichts dieser veränderten Bedingungen wurde die Situation neu beurteilt. Auf Antrag des Kantons Zürich haben das BAFU und die beteiligten Kantone am 30. September 2026 zugestimmt, den Abfluss auf 20 Kubikmeter pro Sekunde zu reduzieren. So bleibt mehr Wasser im See, und sein Pegel sinkt langsamer.
Auswirkungen auf die Limmat berücksichtigt
Ein geringerer Seeabfluss bedeutet zugleich weniger Wasser in der Limmat. Dies wirkt sich auf das Ökosystem und die Wasserkraftproduktion aus. Nach Einschätzung der Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich ist das Risiko eines Fischsterbens in der Limmat wegen der tieferen Wassertemperaturen heute geringer als während der heissen Sommerwochen. Negative Auswirkungen auf die Fische und andere Wasserlebewesen lassen sich dennoch nicht gänzlich ausschliessen, da mit dem geringeren Abfluss auch die Wassertiefe und die verfügbaren Lebensräume in der Limmat abnehmen.
Die Reduktion des Seeabflusses auf 20 Kubikmeter pro Sekunde ist vorerst bis Ende Oktober 2026 befristet. Dann wird die Situation auch mit Blick auf die beginnende Laichzeit der Forellen neu beurteilt.
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| Zürichsee-Fähre, Mitteilung vom 1. Oktober 2026 |
Ab sofort und bis auf Weiteres können folgende Fahrzeuge nicht mehr transportiert
werden:
● Lastwagen mit drei oder mehr Achsen und/oder schwerer als 18 Tonnen
● Reisecars
● tief gebaute Fahrzeuge, also Fahrzeuge mit geringer Bodenfreiheit oder tief liegender
Frontschü̈rze. Dazu gehören auch Sportwagen und Limousinen, die bereits ab Werk
tief gebaut sind, sowie flache Anhänger und Tieflader.
Zweiachsige Lastwagen bis 18 Tonnen können wir grundsätzlich weiterhin transportieren.
Auch dort gilt: Massgebend ist die Beurteilung durch unser Personal an der
Landungsanlage im konkreten Moment. Eine Zusicherung fü̈r einen bestimmten Fahrtag
ist nicht möglich.
Warum gelten diese Einschränkungen
Die Fähren werden ü̈ber Rampen be- und entladen. Sinkt der Seespiegel, wird der
Übergang zwischen Landungsanlage und Schiff steiler. Schwere Fahrzeuge lassen sich
dann nicht mehr sicher verladen, tief gebaute Fahrzeuge laufen Gefahr, aufzusetzen. |
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| Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein, Mitteilung vom 1. Oktober 2026 |
Herbst-Fahrplan (niedriger Wasserstand)
Aufgrund des niedrigen Wasserstandes auf dem Rhein kommt es zum
Streckenunterbruch zwischen Diessenhofen und Stein am Rhein. Die Landestellen
Mammern und Wangen können bis auf Weiteres aufgrund des tiefen Wasserstandes
nicht mehr bedient werden.
Zwischen Kreuzlingen/Konstanz und Stein a. Rh. gilt der aktuelle Kursfahrplan. Ab
Montag, 5. Oktober 2026, können aufgrund des zu tiefen Wasserstandes im Konstanzer Trichter Konstanz und Kreuzlingen von der URh nicht mehr bedient werden.
Zwischen Schaffhausen und Diessenhofen bieten wir Rundfahrten auf dem Rhein
an. Seit Montag, den 28. September 2026 kann bis auf Weiteres Diessenhofen nicht
bedient werden. Die Rhein-Runde ab Schaffhausen bleibt, ohne Halt in
Diessenhofen, bestehen. |
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Seen mit Abflussregulierung (Seeregulierung)
Der Spiegel des Bodensees bei Berlingen senkte sich von Juni 2026 bis August 2026 maximal um 55 cm. Der Wasserstand im Zürichsee bei Zürich verringerte sich in diesen drei Monaten um 48 cm, im Hallwilersee bei Meisterschwanden um 52 cm.
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