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Larsen-D-Schelfeis Neuer Eisberg A-69 abgebrochen 2020
Larsen-D-Schelfeis Neue Eisberge A-70 und A-71 abgebrochen 2021
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Larsen-D-Schelfeis: Neuer Eisberg A-69 abgebrochen

Am 26. Juni 2020 hat sich vom Larsen-D Schelfeis beim Punkt 68°59’S und 60°38’W ein neuer Eisberg gelöst. Der neue Eisberg ist etwa 35 km lang und misst an seiner breitesten Stelle rund 19 km (Fläche = ca. 660 km2).

Der Eisberg, welcher in einer gegenwärtig meereisfrei Zonen im Weddellmeer schwimmt, wurde zuerst von Adrian Luckman von der Universität Swansea (Vereinigtes Königreich) beobachtet. Teams der Universität Swansea sind seit Jahren beim Larsen Schelfeis mit Forschungsarbeiten beschäftigt. Das USNIC hat die Beobachtung mit Bildern des ESA-Satelliten Sentinel-1A bestätigt und dem neuen Eisberg die Bezeichnung A-69 zugewiesen.

Quelle: U.S. National Ice Center (USNIC) , 10 Juli 2020
Text: RAOnline
Das Larsen-Schelfeis liegt im British Antarctic Territory (Britisches Antarktisgebiet).

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Larsen-D-Schelfeis: Neue Eisberge A-70 unfd A-71 abgebrochen

Im November 2020 haben sich an der Ostküste der Antarktischen Halbinsel bei einem grösseren Eisabbruch mehrere Eisberge vom Larsen-D Schelfeis gelöst. Die schlechten Wetterverhältnisse verbunden mit meistens dicken Wolkendecken haben es USNIC (U.S. National Ice Center) verunmöglicht, anhand von Satellitenbildern des Copernicus Sentinel Satellitenprogramms Abklärungen über die Grösse und die Herkunft der schwimmenden Eisflächen vorzunehmen. USNIC ist für die Benennung der Eisberge verantwortlich. Es blieb bis im Januar 2021 unklar, ob die beobachteten Eisstücke vom Schelfeis abgebrochen sind, oder ob sich alte Packeisstücke der Schelfeiskante angenähert haben.

Eine genaue Analyse hat ergeben, dass die Eisflächen die eindeutigen Merkmale von Eisbergen aufweisen. Zwei Eisberge wurden mit einem Namen versehen, weil sie über eine genügend grosse Fläche verfügten.

Das USNIC hat die Beobachtung mit Bildern des ESA-Satelliten Sentinel-1B bestätigt.

Quelle: U.S. National Ice Center (USNIC) , 8. Januar 2021
Text: RAOnline
Larsen

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Larsen-D-Schelfeis: Neue Eisberge A-72 und A-73 abgebrochen

Nach einer Phase mit wenig Wolken hat der Antarktis-Forscher Adrian Luckman von der Universität Swansea in Grossbritannien zwei neue, vom Larsen-D Schelfeis abgebrochene Eisberge entdeckt. Der Eisabbruch erfolgte im nördlichen Teil des Schelfeises Larsen-D, rund 270 km nördlich der Abbruchstelle von A-70 und A-71. Die beiden Eisberge blieben lange wegen den schlechten Wetterverhältnissen in der Region unentdeckt.

Die USNIC-Eisbeobachter haben Mitte Januar 2021 diese Entdeckung zeitgleich mit der Bezeichnungen A-72 und A-73 für die beiden Eisberge bestätigt. Die beiden Eisberge haben sich offenbar Mitte Dezember 2020 vom Schelfrand gelöst.

Der neu abgebrochene, rund 20 km lange und 7,5 km breite Eisberg A-72 befand sich am 7. Januar 2021 auf 69° 39' Süd und 60° 53' West.Der rund 16,5 km lange und 9 km breite Eisberg A-73 befand sich zum gleichen Zeitpunkt auf 69° 47' Süd und 60° 38' West.

Wenige Kilometer nördlich von A-72 schwamm ein "alter Bekannter". Der Eisberg A-64 klebte damals beim Ablösen des Eisbergs A-69 im Juni 2020 immer noch in der Schelfeiskante.

Das USNIC hat die Beobachtung mit Bildern des ESA-Satelliten Sentinel-1A verifiziert.

Quelle: U.S. National Ice Center (USNIC) , 19. Januar 2021
Text: RAOnline
Das Larsen-Schelfeis liegt im British Antarctic Territory (Britisches Antarktisgebiet).

Schmelzende Eisberge tragen nicht zur Erhöhung des Meeresspiegels bei!
weitere Informationen über Eisberge
Gletscher- und Meereis in polaren Zonen Eisberge, Dichte u. Salinität von Meerwasser
Abschmelzendes Eis Gletscher, Eisberge, Schelfeise und der Meeresspiegel
Grosse Eisberge, welche in der Antarktis entstehen, erhalten eine Bezeichnung, welche aus einer Quadrantenzahl und einer die Entstehungsreihenfolge wiedergebende Zahl bestehen.

Zerbricht ein zuvor bezeichneter Eisberg, so erhalten seine Bruchteile Namen, welche je aus der Bezeichnung des ursprünglichen Eisberges und einem zusätzlichen, in alphabetischer Reihenfolge nachgestellten Grossbuchstaben bestehen. Bsp: Aus dem Eisberg B50 entstehen die Eisberge B-50A und B-50B.

Die Antarktis wird in 4 Quadranten aufgeteilt.

Eisberge, deren Entstehung im 1. Quadranten (Bereich zwischen 90°W und 0° = Nullmeridian) beobachtet wurden, erhalten für ihre Bezeichnung den Grossbuchstaben A, im 2. Quadranten (90°W bis 180° = Datumsgrenze) B, im 3. Quadranten (180° bis 90°E ) C und im 4. Quadranten (90E° bis 0°) D.

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Eisberge und Meeresströmungen in der Antarktis
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ESA-Erdbeobachtungssatelliten «Sentinel»
Radarsatellitenmission TanDEM-X

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Klimaforschung: Weitere Informationen
Berichte über das Eisschild und das Schelfeis in der West-Antarktis
ESA 2020 Eisberg A-68 vom Larsen-Schelfeis driftet nach NO
NASA Earth Observatory 2017 Starke Veränderungen beim Larsen-Schelfeis
Alfred-Wegener-Institut 2016 Wie stabil ist der West-Antarktische Eisschild?
Alfred-Wegener-Institut 2014 Rekordrückgang der Eisschilde
British Antarctic Survey 2014 West-Antarktis Starke Abkühlung 2010-2012
Ohio State University 2012 West-Antarktis Starke Erwärmung
University of Washington 2009 West-Antarktis Starke Erwärmung 1957-2006
Alfred-Wegener-Institut 2006 West-Antarktis Rascher Rückzug des Eisschildes
Schmilzt das Eis an den Polen der Erde?
European Project for Ice Coring in Antarctica (EPICA)
West-Antarktis Starke Erwärmung 1957-2006
West-Antarktis Eismasse verringert sich
West-Antarktis Rascher Rückzug des Eisschildes
Rascher Temperaturanstieg über der Antarktis
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