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Karakorum Trotz Klimawandel wenig Veränderungen bei den Gletschern 2017
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Die Karakorum-Anomalie:
Trotz Klimawandel wenig Veränderungen bei den Gletschern im Karakorumgebirge

Wenig Flächenveränderungen und Eismassenverluste bei den Gletschern in der Karakorum-Region

Die meisten Gletscher rund um den Globus schmelzen wegen des Klimawandels ab. Die Flächen und die Eismassen der Gletscher im Karakorumgebirge am Nordrand des Indus-Flussbeckens haben in den letzten vier Jahrzehnten keine wesentliche Veränderungen erfahren. Diese Phänomen wird «Karakorum-Anomalie (Karakoram Anomaly)» genannt.

Eine Studie von ICIMOD-Wissenschaftlern (ICIMOD = International Centre for Integrated Mountain Development) über die Gletscher im Karakorumgebirge stützt die bisherigen Erkenntnisse über die Karakorum-Anomalie. Für ihre Forschungsarbeit haben die Wissenschaftler deklassifizierte Aufnahmen von Spionagesatelliten bis in die 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts untersucht.

Die bisher untersuchten Messdaten liessen den Schluss zu, dass seit 2000 die Eismassenbilanz der Gletscher in die Karakorum-Region im Durchschnitt ausgeglichen blieb, und die Gletscher in diesem Zeitraum sogar durchschnittlich leicht vorstiessen. Es gibt Hinweise, dass die Verhältnisse bei den Karakorumgletschern sogar über einen längeren Zeitraum hinweg stabil geblieben sind. Über die Zeit vor dem Jahr 2000 wurden bisher nur wenige Eismassenbilanzanalysen erstellt.

Seit 1970 haben die Gletscher in der Karakorum-Regionwenig Eis verloren oder dazu gewonnen. Die Gletscher in der Himalaja-Region haben hingegen in dieser Periode viel Eis verloren. Die Studie der ICIMOD-Forscher konzentrierte sich auf das Einzugsgebiet des Hunza-Flusses in der pakistanischen Provinz Gilgit-Baltistan, wo in früheren Studie über die uneinheitliche Entwicklungen der Gletscher berichtet wurde.

Das Forschungsteam, welche die aktuelle Studie durchgeführt hat, wurde von Tobias Bolch von der Universität geleitet. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass sich die Gletscher im Becken des Hunza-Flusses im Zeitraum von 1973 bis 2009 mehrheitlich stabil verhalten und nur wenig Eismasse verloren haben.

Im Karakorumgebirge gibt es Gletscher, welche Jahre lang stabil bleiben, um dann plötzlich rasch vorzustossen (surge-type glaciers) um später wieder zurückzubilden.

Gletscher von diesem Typ sind schmal, befinden sich in einem steilen Gelände und sind frei von Schuttmassen. Diese Gletscher stossen in der Regel alle 40 bis 60 Jahre vor. Die Vorstösse der verschiedenen Gletscher finden allerdinsg nicht gleichzeitig statt.

Wieder andere Gletscher (non-surge-type glaciers) bewegen sich kontinuierlich langsam vorwärts oder schmelzen in kleinen Raten ab. Bei einem Vergleich der langjährigen Massenbilanzen zeigen die beiden Gletscherarten durchschnittlich keine wesentlichen Unterschiede. Es gibt allerdings Gletscher in der Region, deren Verhalten sich von demjenigen der grossen Mehrheit der Gletscher deutlich unterscheidet.

Die Karakorum-Gebirgskette erstreckt sich über die Grenzregion von Pakistan, Indien und China. Die nordwestlichen Ausläufer berühren noch Afghanistan und Tadschikistan. Die Gletscher in der Karakorum-Region bedecken eine grosse Fläche des Indus-Beckens. Das unübliche Verhalten dieser Gletscher erstaunt die Glaziologen in aller Welt immer wieder.

Originalarbeit

Tobias Bolch, Tino Pieczonka, Kriti Mukherjee, and Joseph Shea: Brief communication: Glaciers in the Hunza catchment (Karakoram) have been nearly in balance since the 1970s, The Cryosphere, 11, 531–539, 2017, The Cryosphere, 9, 2201-2214, doi:10.5194/tc-11-531-2017$

Quelle: International Centre for Integrated Mountain Development , 3. März 2017
Text: RAOnline
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Brief communication: Glaciers in the Hunza catchment
(Karakoram) have been nearly in balance since the 1970s
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Brief communication: Glaciers in the Hunza catchment
(Karakoram) have been nearly in balance since the 1970s
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Karakoram Glaciers - Publication
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Source: The Cryosphere
Brief communication: Glaciers in the Hunza catchment
(Karakoram) have been nearly in balance since the 1970s

Authors: Tobias Bolch, Tino Pieczonka, Kriti Mukherjee, and Joseph Shea
Published: 15 February 2017
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