Arbeitskräfte - Human Ressources
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Gefragte ältere Mitarbeitende
Auch die Politik ist gefordert
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Gefragte ältere Mitarbeitende - ein Erfordernis der Zukunft
Arbeitgeberverband: Altersstrategie wozu?

Es ist längst bekannt: Die Schweiz und mit ihr die meisten Industrieländer altern. Der Anteil der älteren Menschen in der Schweizer Bevölkerung wird immer höher. So waren Ende 2005 von 7,5 Mio. Menschen rund 1,2 Mio. oder 16 % über 64 Jahre alt. Im Jahr 2035 werden es voraussichtlich 25 % der Bevölkerung sein.

Viele der daraus resultierenden Folgen sind längst abschätzbar. Dennoch bleibt es - zumindest bis heute - bei Worten und es folgen kaum Taten. Die demographische Entwicklung der nächsten Jahre wird die Altersstruktur der arbeitenden Bevölkerung nachhaltig verändern. Starke Jahrgänge scheiden aus dem Erwerbsleben aus, geburtenschwache Jahrgänge folgen. Es ist heute davon auszugehen, dass wir ab etwa 2015 einen Arbeitskräftemangel haben werden.

Der Schweizerische Arbeitgeberverband nahm erstmals 1995 gegen den sogenannten «Jugendlichkeitswahn» Stellung, ausgehend von der Überzeugung, dass nur eine gute Altersverteilung ein hohes Leistungsniveau in den Unternehmen garantiert. Die skizzierte demographische Entwicklung und die damit verbundene Arbeitskräfteknappheit verleihen diesem Anliegen für die Zukunft einen noch höheren Stellenwert. Ohne Umdenken bei Arbeitgebern und Gesellschaft geht das aber nicht. Damit in den Unternehmen ältere Stellensuchende eine Chance haben, braucht es eine altersgerechte Personalpolitik. In verschiedenen Unternehmen wurden innovative, bedürfnisgerechte Modelle entwickelt, wie ältere Mitarbeitende im Arbeitsprozess integriert bleiben können.

Mit der von rund 20 Fachleuten aus den verschiedensten Gebieten erarbeiteten «Altersstrategie» will der Schweizerische Arbeitgeberverband zusätzlich einen Beitrag leisten, dass auf breiter Front den Worten auch Taten folgen. Im Zentrum stehen dabei die folgenden, vom Vorstand verabschiedeten Empfehlungen.

Die Erwerbsquote der über 55-Jährigen ist im internationalen Vergleich zwar hoch, aber es lassen sich heute knapp 50 % der Erwerbstätigen mindestens ein Jahr, rund 33 % der Erwerbstätigen drei Jahre vor dem Erreichen des offiziellen Rentenalters pensionieren.

Nach dem Scheitern der 11. AHV-Revision fokussiert sich die Diskussion um die nachhaltige Sicherung der AHV-Rente. In der Zukunft kommen wir nicht um eine Erhöhung des AHV-Alters herum. Das AHV-Alter 66 ist deshalb ab 2013 einzuführen und ab etwa 2018 für Frauen und Männer um ein weiteres Jahr zu erhöhen. Dabei soll die Flexibilisierung des Rentenalters ab Alter 62 mit Teilrentenvorbezug ab Alter 59 gemäss dem seit der 10. AHV-Revision geltenden Konzept ermöglicht werden. Eine Erhöhung des Rentenalters kann aber nur im Rahmen einer ganzheitlichen Politik mit einer so genannten "umhüllenden Strategie" realisiert werden.

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Auch die Politik ist gefordert

Im Bereich der gesetzlichen Regelungen der 1. und 2., teilweise auch 3. Säule sind die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Erwerbstätigen flexibel und bedürfnisgerecht aus dem Erwerbsleben ausscheiden können. Ein schrittweise der Lebenserwartung angepasstes Normrentenalter wird demnach nur noch eine rechnerische Grösse sein.

Bei der AHV ist ab Alter 62 der Rentenvorbezug und ab Alter 60 der Teilrentenbezug zu ermöglichen, aber nicht zu fördern. ähnliches gilt auch für die 2. Säule. Auf der anderen Seite muss in der 1. und 2. Säule der Rentenaufschub entsprechend flexibilisiert werden.

Quelle: Text Schweizerischer Arbeitgeberverband, August 2006
Diagramm
Alterpyramiden 1900 und 2004
Diagramm
Bevölkerungsentwicklung 1999-2060

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Weitere Informationen
Bevölkerungsentwicklung und Arbeitsmarkt: Alter
Bevölkerungsentwicklung und Arbeitsmarkt: Die Frage des Alterns
Arbeit: 40+ - ältere Arbeitskräfte
Statistik Schweiz: Demographie
Kanton Zürich: Altersverteilung 1970 - 2050
Links
Externe Links
Staatssekretariat für Wirtschaft seco Schweizerischer Arbeitgeberverband
Bundesamt für Statistik
SozialInfo Wörterbuch der Sozialpolitik
Alter und Arbeit Avenir Suisse
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