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Wolken Wetterlagen
Spezielle Wetterlagen
Inversion Nebelbildung, Bodennebel, Bodenfrost
Nebel, Bodennebel, Hochnebel
Begriffe: Dunst, Tau, Reif, Rauhreif (Rauhfrost) und Glatteis
Inversion Nebelmeer
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Wolken - Spezielle Wetterlagen - Inversion
Inversion
Vor allem in der kalten Jahreszeit ist die relative Luftfeuchtigkeit der anströmenden Luft bei Bisenlage (Nordostwind) bedeutend höher als im Sommer. Die vertikale Mächtigkeit dieser feuchten Luftschicht ist 500 bis 2'000 m. Über dieser Luftschicht liegt warme und trockene Luft,welche unter Hochdruckeinfluss steht.

Als Folge dieser beiden unterschiedlich warmen Luftschichten bildet sich eine ausgeprägte Nebelschicht (Nebelmeer) im Mittelland und in den Alpentälern. In den Bergen ist das Wetter schön und mild, im Schweizer Mittelland kalt und neblig.

Vor allem im Winterhalbjahr kann sich der Boden infolge einer starken Wärmeabstrahlung während den Nachtstunden stark abkühlen, so dass eine Temperaturumkehr (Inversion) in der bodennahen Luftschichten entsteht.

Die höher gelegenen Luftschichten weisen eine höhere Temperatur auf als die bodennahe Luft.

Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als ein gleich grosses Volumen mit warmer Luft. In der kalten Luftmasse entsteht Nebel, welcher bis in höhere Lagen aufsteigt (Hochnebel) . Das Flachland liegt dann unter einer Nebeldecke. Die Sonne vermag die unteren Luftschichten nicht mehr zu erwärmen. Nach dem Sonnenaufgang verstärkt sich vorerst die Temperaturumkehr. Der Nebel wird dichter. Über dem Nebelmeer herrscht mildes Wetter mit guter Fernsicht.

Bei Inversionswetterlagen erhöht sich in windarmen Regionen die Feinstaubkonzentration durch die Abgase aus Heizungen und Motorfahrzeugen. In Gebieten oberhalb der winterlichen Inversionsschicht sind die Schadstoffkonzentrationen wesentlich niedriger.

Schichtung von Luftmassen
Globales Windsystem
Föhn
Wolkenbildung - Wie entstehen Wolken?
Physikalische Grundlagen
Hydrostatik Hydrostatischer Druck
Hydrostatik Auftriebskraft Schwimmen, Sinken, Steigen
Gravitation Schwerkräfte oder Massenanziehungskräfte

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Nebel, Bodennebel, Hochnebel

Nebel ist eine Schicht aus feinen Wassertröpfchen, welche auf dem Erdboden aufliegt. Nebel entsteht in der Regel beim Abkühlen feuchter Luft, aus welcher während dieses Vorgangs aus physikalischen Gründen Feuchtigkeit (siehe: Föhn) ausscheidet.

Eine Nebelschicht von geringer Mächtigkeit, welche auf dem Erdboden aufliegt, heisst Bodennebel. Grössere Bäume, Strommasten und Häuser usw. ragen über diese Nebelschicht hinaus. Auf dem Erdboden stehende Beobachter/innen können bei guten Wetterbedingungen den Himmel durchschimmern sehen. Bodennebel entsteht häufig während kalten, wolkenlosen Nächten bei Hochdrucklagen. Die ersten Sonnenstrahlenam Morgen lösen den Bodennebel jeweils rasch auf, weil die erwärmte Luft wieder mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Bodennebel, welcher sich vom Boden löst und abhebt, wird zum Hochnebel. Die abgehobenen Hochnebelschicht ist eine Stratuswolke (eine Schichtwolke).

Hochnebel (abgehobene Nebelschichten) entstehen vor allem während Bisenlagen im Winterhalbjahr. Die kalten Nordostwinde bewirken vorwiegend in Muldenlagen eine starke Abkühlung der bodennahen Luftschichten. Die dabei entstehende Nebelschicht wird von der Bise allmählich nach oben in grössere Höhen getrieben.

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Tau, Reif, Rauhreif (Rauhfrost) und Glatteis

Aus den Wolken fallende Niederschläge können je nach Wetterbedingungen beim Auftreffen auf dem Erdboden ihre Form bzw. ihren Zustand ändern.

Bei Lufttemperaturen über dem Gefrierpunkt kann sich der in der Luft enthaltende Wasserdampf in unmittelbarer Bodennähe beim Unterschreiten des Taupunkt (Kondensationstemperatur) zu Tau kondensieren. Tau ist ein wässriger Belag, welcher sich als dünne Wasserschicht auf die Erdoberfläche legt.

Liegen die Lufttemperaturen unter dem Gefrierpunkt, so können die unterkühlten Nebeltröpfchen zu Eiskörnchen sublimieren, welche sich als Reifschicht auf die Bodenflächen legen.

Bei Wind lagern sich immer neue unterkühlten Wassertröpfchen auf der Reifschichten an Bäumen, Sträuchern usw. an. An den Pflanzen wachsen Eisnadel heran, welche sich als schneeige Rauhreifformen aus der Windrichtung drehen. Bei stärkerem Windeinfluss entsteht körniger Rauhfrost.

Glatteis entsteht, wenn beim Fallen unterkühlter Regen auf dem Boden (= Eisregen) auftrifft und dort sofort gefriert. Glatteis bildet sich auch, wenn Regen auf eine unter den Gefrierpunkt abgekühlte Fläche fällt und dort unmittelbar zu einer Eisschicht erstarrt.

Bodenfrost
Wenn die Lufttemperatur in einer Schicht von maximal 5 cm über der Bodenfläche bis zum Gefrierpunkt (°C) und tiefer sinkt, spricht man von Bodenfrost. Frost kann die Zellstruktur von Pflanzen schädigen.
Dunst

Wasserdampf, welcher durch Wärmeeinwirkung aus stehenden oder fliessenden Gewässern sowie aus Schnee-, Boden- und Vegetationsschichten entweicht, sammelt in den erdnahen Luftschichten als die Sicht trübender Dunst an. Je stärker der Dunst, also je höher der Wasserdampfgehalt der Luft, desto geringer ist die Transparenz der Luftmassen. Bei trockener Luft und windigem Wetter ist die Verdunstung am stärksten. Dunst schwächt die Sonneneinstrahlung ab.

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