Umwelt Schweiz: Raumplanung und Landschaften
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Umwelt Schweiz
Kanton Zürich: Raumentwicklungsstrategie 2015
LaRES Schlussbericht
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Die Landschaft in der Schweiz - Landschaftsentwicklung
Kanton Zürich: Siedlungsentwicklung nach Innen - Raumentwicklungsstrategie

Der Regierungsrat hat eine langfristige Raumentwicklungsstrategie «LaRES» mit einem Zeithorizont bis 2050 erarbeitet. Diese zeigt im Sinn eines Kompasses die Richtung für das kantonale räumliche Handeln auf.

Das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum wird im Kanton Zürich gemäss Prognosen anhalten. Durch dieses Wachstum ergibt sich eine Dynamik, die Gestaltungsmöglichkeiten für die Raumentwicklung bietet, zur Verbesserung der Standortqualitäten genutzt werden kann und den Erhalt der Lebensqualität sicherstellt.

Wirtschaftsstandort Zürich

Die langfristige Raumentwicklungsstrategie ist in einen übergeordneten Kontext eingebettet, denn Bund, Kantone und Gemeinden haben sich im Raumkonzept Schweiz zu einer nachhaltigen Raumentwicklung verpflichtet. Anhand sieben thematischer Strategien legt der Regierungsrat nun dar, welche Stossrichtungen verfolgt werden und wie der Kanton Zürich seine Qualitäten stärken und auf künftige Herausforderungen reagieren will.

Die Strategien befassen sich mit den räumlichen Entwicklungsmöglichkeiten des Wirtschaftsstandorts Zürich, dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, der Stärkung der polyzentrischen Struktur und der Abstimmung mit der Mobilität, den Freiräumen für die Erholung, der Entwicklung von ortsspezifischen Dichten und dem qualitätsvoll gestalteten Wohnraum für unterschiedliche Lebensstile und -phasen.

Als zentrale Herausforderung der nächsten Jahre wird das Bevölkerungswachstum erachtet. Die Bereitstellung von mehr Wohnraum muss in Abstimmung mit dem Raumordnungskonzept aus dem kantonalen Richtplan erfolgen und den Boden haushälterisch nutzen. Künftig sollen 80 Prozent des Bevölkerungszuwachses in den urbanen Handlungsräumen «Stadtlandschaft» und «urbane Wohnlandschaft» konzentriert werden. Der Kanton Zürich lenkt dazu seine Siedlungsentwicklung nach innen. An Orten mit geeigneter Siedlungsstruktur, guter Erreichbarkeit und genügender Freiraumversorgung werden höhere bauliche Dichten und Nutzungsdichten realisiert. Dabei sind die räumlichen Qualitäten und die natürlichen Lebensgrundlagen wie Boden, Wasser, Luft und Biodiversität zu sichern, die den Kanton Zürich heute auszeichnen.

Orientierungsrahmen und Grundlage für Dialog

Die langfristige Raumentwicklungsstrategie ist ein informelles Instrument, das in einem direktionsübergreifenden Prozess erarbeitet wurde und der kantonalen Verwaltung als Orientierungsrahmen dient. Der Regierungsrat legt damit die Grundlage, um die Kräfte der einzelnen Direktionen und Politikbereiche zu bündeln und die begrenzten Mittel zielgerichtet einsetzen zu können. Sie ergänzt den kantonalen Richtplan, der als formelles Planungsinstrument für Gemeinden sowie Planungsregionen verbindlich ist. Zudem vermittelt sie die kantonale Entwicklungsperspektive im Dialog mit den Gemeinden und Regionen.

Mit der Ausrichtung auf das Jahr 2050 hat die langfristige Raumentwicklungsstrategie einen wesentlich längeren Zeithorizont als andere klassische Planungsinstrumente. Durch die zukunftsgerichtete umfassende Perspektive auf die Raumentwicklung kann sie Grundlagen für künftige Richtplanrevisionen liefern, aber auch kurz- und mittelfristige Entscheidungen auf ihre Übereinstimmung mit den langfristigen Zielen prüfen. Der langfristige Zeithorizont bedingt aber auch eine regelmässige Überprüfung der Aktualitäten und der Inhalte der Strategie.

Berichterstattung im Rahmen des Raumplanungsberichts

Die Umsetzung der langfristigen Raumentwicklungsstrategie erfolgt über Aufgaben und strategische Projekte, die es innerhalb der kantonalen Verwaltung kurz-, mittel-, sowie langfristig anzugehen gilt. Dabei werden Schwerpunkte gesetzt, neue Aufgaben angegangen oder bestehende Aufgaben angepasst. Das Amt für Raumentwicklung koordiniert die Umsetzung und stellt den Dialog mit den Planungsregionen und Gemeinden sowie dem Bund und den Nachbarkantonen sicher. Im Rahmen der Berichterstattung über die Durchführung und den Verwirklichungsstand der Raumplanung, die alle vier Jahre mit dem Raumplanungsbericht erfolgt, wird auch über den Stand der Umsetzung der langfristigen Raumentwicklungsstrategie orientiert.

Quelle: Text Regierungsrat des Kanton Zürich, Februar 2015

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langfristigen Raumentwicklungsstrategie LaRES - Schlussbericht in Kürze
Schlüsselfrage Bevölkerungsprognose Kanton Zürich
«Wie können wir das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum nutzen, um die hohe Standort- und Lebensqualität weiterzuentwickeln, die den Kanton Zürich heute auszeichnet?»
+ 278'000 Einwohner = + 20%
Räumliche Qualitäten: Heute und in Zukunft Aus den Legislaturzielen (LZ) des Regierungsrates (2011-2015)

- Räumlich kompakte Vielfalt - «Die Stadt ist in der Landschaft, die Landschaft in der Stadt»

- Regionale Versorgung - «Das Angebot ist im Ort»

- Hervorragende Erreichbarkeit und Vernetzung - «Europa und die Welt liegen vor der Haustür»

- Fruchtbares Umfeld für Innovation und Wertschöpfung - «Wissen trifft Wirtschaft»

- Gute Umwelt- und Landschaftsqualität - «Intakte Umwelt bleibt wichtige Lebensgrundlage»

- Kontinuierliche Identität - «Geschichte ist erkennbar»

- LZ 7: Die Verkehrsinfrastruktur kann das Verkehrsaufkommen mit mindestens gleichbleibender Qualität und Zuverlässigkeit bewältigen

- LZ 9: Ein leistungsfähiges Verkehrsangebot schafft die Voraussetzung für eine dichte Nutzung in der Agglomeration

- LZ 12: Der Wirtschaftsstandort Zürich ist auf ein qualitatives und diversifiziertes Wachstum ausgerichtet

Ziele des Konzeptes Räumliche Entwicklung des Wirtschafts- und Bildungsstandortes

- Bedeutung der Logistikbranche für Kanton Zürich aufzeigen

- Übergeordneter Fokus steht im Zentrum

- Identifikation von geeigneten Logistikstandorten

- Grundlage schaffen für Erarbeitung der regionalen Richtpläne

- Der Wirtschafts- und Bildungsstandort Zürich wächst auch in Zukunft

- Neue Grundstückerwerbe für Industrie, Gewerbe, Forschungs- und Bildungsinstitutionen werden zunehmend schwieriger

- Diversifikation von wertschöpfungsstarken und wertschöpfungsschwächeren Branchen Für die Bündelung der Kräfte von Wirtschaft und Forschung plant der Regierungsrat eine Beteiligung am Projekt des Nationalen Innovationsparkes

Akzeptanz der Dichte Hauptresultate

- Ziel: Siedlungsentwicklung soll künftig vor allem durch Verdichtung in den bestehenden Bauzonen stattfinden-Vorbehalte und Ängste dagegen sind verbreitet-Es ist deshalb wichtig zu wissen, unter welchen Umständen Verdichtung akzeptiert wird-

- Repräsentativbefragung der Zürcher Bevölkerung (Online an 19'000 Personen verschickt, 3'000 ausgefüllte Bogen kamen zurück)

- Innovativer Ansatz: Nicht nur Haltungen zur Akzeptanz baulicher Verdichtung wurden erfragt, sondern auch Abwägungen (Was wäre, wenn?)

- Die Bevölkerung ist mit ihrem Wohnumfeld sehr zufrieden.

- Eine klare Mehrheit findet, dass das Bevölkerungswachstum im Siedlungsgebiet stattfinden soll.

- Aber nur etwa ein Fünftel würde Verdichtung im eigenen Umfeld ohne weitere Massnahmen tolerieren .

- Verdichtung ist in städtischen Gebieten eher akzeptiert als auf dem Land .

- Verdichtung wäre akzeptabel, wenn die Wohnkosten sinken, die Lärmsituation oder das ÖV-Angebot verbessert würde .

Erkenntnisse / Empfehlungen Schlussfolgerungen

- Die Bevölkerungswünsche und die übergreifende raumplanerische Strategie des Kantons decken sich nur teilweise: Widersprüche sollten offen thematisiert werden .

- Verdichtung ist eine schwierige Aufgabe: Eine Kommunikation muss den Betroffenen zeigen, welchen Mehrwert eine Verdichtung für sie hat .

- Die Akzeptanz verdichteten Bauens ist dann am grössten, wenn Qualitäten bewahrt, Defizite behoben und Mehrwerte geschaffen werden.

- Künftige raumplanerische Herausforderungen sind vermehrt regional und interkommunal.

- Es braucht ein Denken und Handeln über Gemeindegrenzen hinwegz- B-mit einem überkommunalen Richtplan Siedlung und Verkehr .

- Zielführend wären grössere Fusionen in funktionalen Räumen .

- Anzustreben sind a) bei kleinräumiger Gemeindestruktur Fusionen b) Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit in funktionalen Räumen

- Kanton unterstützt entsprechende Projekte.

Quelle: Text Regierungsrat des Kanton Zürich, Februar 2015

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Weltbevölkerung Die Stadt von morgen
Von städtischen Räumen zu städtischen Ökosystemen
Verstädterung - Urbanisierung
Städte der Welt 2016 2017
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Satelliten-Fernerkundung Die Erde im Visier - Die Beobachtung des Systems Erde aus dem Weltraum

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