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Landnutzung am Vulkan Rinjani auf Lombok (Indonesien) 2013
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Landnutzung am Vulkan Rinjani auf der Insel Lombok (Indonesien)
Der "Mount Rinjani National Park" ist ein Ökosystem, in welchem zahlreiche gefährdete Pflanzen und Tierarten leben. Ausserhalb der Parkgrenzen wird der fruchtbare Boden Durch die Landwirtschaft intensiv genutzt. Die meistern Wälder wurden bereits abgeholzt (siehe: Tropischer Regenwald Nutzung - Waldzerstörung). Der freigelegte Boden wird nun als Ackerland genutzt.

Die landwirtschaftlichen Betriebe sind wichtig für die die lokale Wirtschaft. Die Landwirtschaft benötigt viel Wasser für die Produktion der Agrarprodukte.

In den letzten Jahrzehnten wurde allerdings die Verfügbarkeit von Wasser zu einem Problem an den Hängen des Rinjanivulkans. Die entwaldeten Flächen konnten das Regenwasser nicht mehr genügend speichern.

Mit der Auswertung von Satellitenbildern versucht man auf Lombok die wirtschaftliche Entwicklung in ökologisch nachhaltige Bauen zu lenken, um damit die natürlichen Rohstoffe zu schonen.

In vielen Fällen ist der wirtschaftliche Nutzen, das Ökosystem zu schonen, wesentliche grösser als der mögliche ökonomische Gewinn, welche durch dessen Vernichtung erwirtschaftet werden könnte.

Die Wälder auf der Insel Lombok sichern die Verfügbarkeit von Wasser. Sie schützen vor der Bodenerosion und wirken als natürliche Speicher von Kohlenstoff. Durch ihren Artenreichtum sind die tropischen Bergwälder auch für den Ökotourismus interessant. Die Inwertsetzung dieser Faktoren ist ein Weg um den hohen ökologischen und ökonomischen Nutzen dieser Wälder aufzuzeigen.

Die Satellitenaufnahmen ermöglichen es den Forschern zahlreiche Arten von Karten zu erzeugen. Die Karten zeigenu.a. ein digitales Höhenmodell oder die Aufteilung der landwirtschaftliche genutzten Flächen und der naturbelassenen Zonen. Die Satellitendaten werden für hydrologische Berechnungen verwendet, welche für zukunftsweisende Projekte genutzt werden können. Die Daten ermöglichen auch Schätzungen über die Holzmenge und die Dichte der Vegetation, welche Rückschlüsse auf die Entwicklung der Kohlenstoffvorräte zulassen. Diese wissenschaftlichen Arbeiten gehören zum Konzept "natural capital accounting" , welches auch als "Ecosystems Service Assessment" bekannt ist.

Das Konzept für die Inwertsetzung von der Natur gesteuerten Prozessen kann auch für Wüsten, Feuchtgebiete, Hügelland, Steppen oder Küstengebiete genutzt werden.

Die europäische Weltraumagentur ESA ist in Zusammenarbeit mit der Europäischen Umweltagentur weltweit führend in der Entwicklung und der Ausführung von Konzepten, welche den ökonomischen Wert der Natur zum Ziel haben. Die ESA und die EUA haben ein gemeinsames Forschungszentrum eingerichtet.

In Australien und Mexiko haben die Wissenschaftler Studien über die Korallenriffe und das Seegras ausgearbeitet. In Vietnam, Peru und Indonesien wurden die Speicherung von Kohlenstoff, die Reinigung von Wasser und der Erosionsschutz im Zusammenhang einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung erforscht.

Die Forschungsarbeiten ermöglichen es bestimmten Interessensgruppen, deren Landflächen durch die Industrialisation oder falsche Landentwicklungsstrategien bedroht sind, mögliche Wege für eine nachhaltige ökonomische und ökologische Nutzung dieser Gebiete aufzuzeigen.

Quelle: ESA, Juli 2013 (Text: RAOnline)
weitere Informationen Historischer Vulkan: Samalas (Rinjani) auf Lombok (Indonesien)

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