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Metalle der "Seltenen Erden"
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Metalle der "Seltenen Erden"

Die Metallgruppe mit dem historisch begründeten, irreführenden Namen "Seltene Erden" umfasst 17 chemische Elemente wie Cer, Dysprosium, Lanthan, Neodym, Scandium, Thulium oder Yttrium usw.

Einige dieser Metalle sind zentrale Rohstoffe in der Produktion von u.a. Mobiltelefonen, Autos, elektronischen Geräten, Elektromotoren, Generatoren, Bildschirmen. Die Seltenen Erden werden in aufwändigen Verfahren aus Erzen gewonnen. Die Gewinnung der Seltenen Erden belastet massgeblich die Umwelt und ist mit einem grossen Energieaufwand verbunden.

Die Metalle der Seltenen Erden kommen häufiger in der Erdkruste vor als der Name vermuten lässt. Die Metalle kommen allerdings im Muttergestein in einer sehr kleinen Konzentration vor, so dass ihre Förderung mit einem sehr grossen Aufwand verbunden ist.

Der Aufbau einer Mine für den Abbau von Seltenen Erden dauert mehrere Jahre. China beherrscht den Welthandel mit diesen Metallen. China fördert und verkauft den Grossteil dieser Metalle.

Lagerstätten der Seltenen Erden gibt es in zahlreichen Ländern wie Brasilien, China, Grönland, Russland, Vietnam usw.

Zu den «Metallen der Seltenen Erden» gehören die chemischen Elemente Cer, Dysprosium, Erbium, Europium, Gadolinium, Holmium, Lanthan, Lutetium, Neodym, Praseodym, Promethium, Samarium, Scandium, Terbium, Thulium, Ytterbium und Yttrium.
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Import von "Seltenen Erden" nach Deutschland 2022

Januar 2022 bis November 2022: 66 % der importierten Seltenen Erden kamen aus China

Seltene Erden sind wichtige Rohstoffe, etwa für die Herstellung vieler Hochtechnologieprodukte wie Akkus, Halbleiter oder Magnete für E-Motoren.

Sie kommen hierzulande aber kaum vor - umso grösser ist die Abhängigkeit vom Import.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden von Januar bis November 2022 rund 5'300 Tonnen Seltene Erden im Wert von 49,3 Millionen Euro importiert. 65,9 % der importierten begehrten Metalle wurden aus China eingeführt.

Bei einigen der Seltenen Erden lag der Anteil der Importe aus Fernost noch deutlich höher: So wurden die Metalle Scandium und Yttrium von Januar bis November 2022 zu 94,4 % aus China importiert. Das entsprach rund 208 Tonnen der eingeführten 220 Tonnen im Wert von 1,7 Millionen Euro.

Verbindungen von Lanthan, Neodym, Praseodym und Samarium, die mengenmässig einen grossen Anteil an den importierten Seltenen Erden ausmachen, kamen zu 75,4 % aus China. 2 989 Tonnen der eingeführten 3'963 Tonnen im Wert von 13,9 Millionen Euro wurden von dort importiert.

Im Jahr 2021 wurden rund 5'700 Tonnen an Seltenen Erden im Wert von 43,0 Millionen Euro nach Deutschland importiert. Das war mengenmässig 17,6 % und wertmässig 85,1 % mehr als 2020 mit knapp 4'900 Tonnen im Wert von 23,2 Millionen Euro. Gegenüber dem Jahr 2016 haben sich Importe zwar mengenmässig 2021 nahezu halbiert (-40,9 %), der Wert der eingeführten Seltenen Erden nahm jedoch nur um 14,1 % ab. Damals wurden rund 9 700 Tonnen der Seltenen Erden im Wert von 50,1 Millionen Euro importiert.

Auch 2021 war das wichtigste Herkunftsland der Seltenen Erden für den deutschen Markt China.

Knapp 3'800 Tonnen der Seltenen Erden im Wert von 13,2 Millionen Euro wurden aus Fernost eingeführt. Das entsprach einem Anteil von 66 %. Danach folgten Österreich mit anteilig 21 % (1'200 Tonnen/5,4 Millionen Euro) und Estland mit 6 % (332 Tonnen/0,6 Millionen Euro). Aus Schweden - dem Staat mit einem kürzlich entdeckten und bislang vermutlich grössten in Europa bekannten Vorkommen an Seltenen Erden - wurden im Jahr 2021 keine dieser Metalle nach Deutschland eingeführt.

Deutschland selbst führte im Jahr 2021 rund 277 Tonnen im Wert von 22,2 Millionen Euro aus.

Methodischer Hinweis:

Gegenstand der Aussenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Ausgewertet wurden unter dem Sammelbegriff Seltene Erden die Warennummern WA28053010, WA28053020, WA28053030, WA28053040, WA28053080, WA28461000, WA28469010, WA28469020, WA28469030, WA28469090.

Quelle: Text Bundesamt für Statistik Deutschland, 24. Januar 2023

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