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Klimawandel durch Treibhausgase
Methandaten und Transparenz verbessern sich weiter, aber die Emissionen bleiben viel zu hoch

Massnahmen zur Bekämpfung der Methanemissionen sind oft sehr kostengünstig und könnten 2024 zusätzliche 100 Milliarden Kubikmeter Gas auf den Markt bringen, zeigt der Global Tracker der IEA

Methanemissionen aus fossilen Brennstoffen bleiben auf hartnäckig hohem Niveau, so das neueste globale Tracking-Update der IEA, das feststellt, dass die Bemühungen, die Datenerhebung zu unterstützen und Methanlecks zu überwachen, Fortschritte machen.

Der Global Methane Tracker 2025, der heute veröffentlicht wird, präsentiert die neuesten sektorweiten Emissionsschätzungen der IEA, basierend auf den neuesten Daten von Satelliten und Messkampagnen, und untersucht verschiedene Minderungsoptionen zusammen mit ihren damit verbundenen Kosten. Methan-Abschwächung ist eine entscheidende Gelegenheit, die kurzfristige globale Erwärmung in einer Zeit zu reduzieren, in der die Temperaturen weltweit zwei Jahre in Folge Rekordhöhen erreicht haben.

"Die Abdichtung von Methanlecks und Abfackeln bietet eine doppelte Dividende: Sie lindert den Druck auf die dichten Gasmärkte in vielen Teilen der Welt, erhöht die Energiesicherheit - und senkt gleichzeitig die Emissionen", sagte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol. "Die neuesten Daten deuten jedoch darauf hin, dass die Umsetzung von Methan weiterhin an Ambitionen zurückgeblieben ist. Die IEA arbeitet daran, sicherzustellen, dass Regierungen und Industrie über die Instrumente und Kenntnisse verfügen, die sie benötigen, um Zusagen zu erfüllen und die Ziele zu erreichen, die sie gesetzt haben."

Das Update 2025 des Global Methane Trackers fügt mehrere neue Elemente hinzu, darunter historische Emissionsdaten auf Länderebene, ein interaktives Tool zur Erforschung internationaler Methaninitiativen und Schätzungen der Emissionen aus verlassenen Einrichtungen für fossile Brennstoffe. Der Bericht enthält auch ein vollständig zugängliches Modell für die Erforschung von Methan-Abfallwegen in der Öl- und Gasindustrie.

Der Sektor für fossile Brennstoffe macht heute fast ein Drittel der globalen Methanemissionen aus menschlichen Aktivitäten aus. Dem Bericht zufolge hat die weltweite Rekordproduktion von Öl, Gas und Kohle - zusammen mit begrenzten Bemühungen zur Eindämmung - die Methanemissionen aus dem Energiesektor weltweit über 120 Millionen Tonnen pro Jahr gehalten.

Die IEA-Schätzung ist deutlich höher als die der offiziellen Berichterstattung, aber die Datentransparenz verbessert sich. Mittlerweile befinden sich mehr als 25 Satelliten im Orbit, die wichtige Erkenntnisse liefern können. Sehr grosse Leckagen aus Öl- und Gasanlagen, die von Satelliten entdeckt wurden, stiegen 2024 auf ein Rekordhoch.

Neue Analysen im diesjährigen Tracker ergaben auch, dass verlassene Öl- und Gasbohrlöcher und Kohlebergwerke zusammen rund 8 Millionen Tonnen zu den globalen Methanemissionen im vergangenen Jahr beigetragen haben. Zusammengenommen wären diese Quellen der weltweit viertgrösste Emittenten von Methan für fossile Brennstoffe.

Dem Bericht zufolge könnten rund 70% der jährlichen Methanemissionen aus dem Energiesektor mit bestehenden Technologien vermieden werden. Unterdessen könnte sich ein erheblicher Teil der Minderungsmassnahmen innerhalb eines Jahres amortisieren, da das erfasste Gas weiterverkauft werden kann.

Die Analyse findet eine grosse Bandbreite an Methan-Emissionen in verschiedenen Ländern und Unternehmen, wobei die schlechtesten am schlechtesten um den Faktor 100 übertrifft. Die Sensibilisierung und Verbreitung leicht verfügbarer Best Practices sind unerlässlich, um diese Lücke zu verringern, stellt sie fest.

Laut einer neuen Analyse, die im TrackerTracker-Update veröffentlicht wurde, decken die aktuellen Methan-Zusagen von Unternehmen und Ländern 80% der weltweiten Öl- und Gasproduktion ab. Im Moment jedoch erfüllen nur etwa 5% der weltweiten Öl- und Gasproduktion nachweislich einen Emissionsnormen nahe Null.

Der Tracker stellt fest, dass die Bekämpfung von Methanemissionen und Abfackeln die Energiesicherheit durch die Schaffung einer zusätzlichen Erdgasversorgung verbessern würde. Die zusätzliche Methan-Förderung hätte den Märkten im Jahr 2024 rund 100 Milliarden Kubikmeter Erdgas zur Verfügung stellen können, etwa gleichviel wie Norwegens gesamte Gasexporte.

150 Milliarden Kubikmeter Erdgas werden weltweit jedes Jahr abgefackelt, von denen die meisten Teil der Routinepraktiken sind und vermieden werden können.

Basierend auf den heutigen Massnahmen würde der Einsatz gezielter Methanminderungslösungen im Sektor fossiler Brennstoffe einen Anstieg der globalen Temperaturen um etwa 0,1 °C bis 2050 verhindern. Dies ist vergleichbar mit der Beseitigung aller Kohlendioxidemissionen aus der Schwerindustrie weltweit.

Quelle: Text IEA, 7. Mai 2025
Textübersetzung: RAOnline mit Hilfe des Übersetzungstools von Firefox
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Kohlendioxid (CO2)

Das CO2 ist jenes Treibhausgas, welches am häufigsten durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre abgegeben wird. Es ist etwa zu 85% am Treibhauseffekt auf dieser Erde beteiligt.

In der vorindustriellen Zeit vor 1750 betrug die CO2-Konzentration noch 280 ppm. Seit 1750 erfolgte eine Steigerung um 45%.

In der Zeit vor 1750 war der CO2-Austausch zwischen der Atmosphäre, der Biosphäre und den Weltmeeren in einem Gleichgewicht.

Vom Total der im Zeitraum von 2006 bis 2015 durch menschliche Aktivitäten erzeugten Kohlendioxidemissionen wurden rund 44% in der Atmosphäre, 26% in den Weltmeeren und 30% im Festland gespeichert.

Methan (CH4)

Methan ist das zweitwichtigste langlebige Treibhausgas. Ungefähr 40% des Methans, welche in die Atmosphäre entweicht, stammt aus natürlichen Quellen wie Feuchtlandgebieten oder Termiten. Ungefähr 60% des Methanausstosses rührt von menschlichen Aktivitäten wie der Weidewirtschaft mit Vieh, der Viehzucht, dem Reisanbau, dem Verbrennen von Biomasse, der Ausbeutung von fossilen Energieträgern usw.

Distickstoffmonoxid (N2O)

60 % des N2O-Ausstosses stammt aus natürlichen Quellen und 40% aus menschlichen Aktivitäten wie dem Gebrauch von Dünger für die Landwirtschaft, dem Verbrennen von Biomasse, der Bodenbearbeitung usw.

Das Distickstoffmonoxid spielt auch eine wichtige Rolle bei Zerstören der Ozonschicht in der Stratosphäre. Die Ozonschicht schützt den Menschen vor den schädliche UV-Strahlen.

Quelle: WMO, Text: RAOnline
Wichtige Begriffe
Atmosphäre
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