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Index von Germanwatch zeigt: Entwicklungsländer leiden am meisten unter Wetterextremen

Haiti, Philippinen und Pakistan am stärksten betroffen - Entwicklungsländer leiden am meisten unter Wetterextremen

Überschattet von der Taifun-Katastrophe auf den Philippinen hat Germanwatch am 12. November 2013 zum neunten Mal den jährlichen Globalen Klima-Risiko-Index präsentiert. "Der Index zeigt, dass im Jahr 2012 Haiti, die Philippinen und Pakistan am schwersten durch Wetterkatastrophen betroffen waren", sagt Sönke Kreft, Germanwatch-Teamleiter Internationale Klimapolitik und einer der Autoren der Studie, am Rande der UN-Klimakonferenz in Warschau. "Als der Hurrikan Sandy über New York zog, beherrschte er im Oktober vergangenen Jahres die internationalen Schlagzeilen. Es war allerdings Haiti - das ärmste Land der westlichen Welt - das die grössten Verluste zu beklagen hatte."

Die Philippinen landeten in dem Risiko-Index 2012 auf Rang zwei. "Dabei wird die furchtbare menschliche Tragödie, die nun der Taifun Haiyan gebracht hat, erst im nächsten Index erfasst. Der aktuelle Klima-Risiko-Index erzählt die Geschichte eines Landes, das immer wieder von Wetterextremen heimgesucht wird", so Kreft. Pakistan, das für das Jahr 2012 an dritter Stelle geführt wird, befand sich zum dritten Mal in Folge unter den drei am meisten betroffenen Ländern. Betrachtet man die vergangenen 20 Jahre insgesamt (1993 - 2012), sind die zehn am stärksten betroffenen Länder allesamt Entwicklungsländer - an der Spitze Honduras, Myanmar und Haiti. Deutschland wird in der langfristigen Auswertung (1993 - 2012) an 32. Stelle, die Schweiz an 33. Stelle und Österreich an 56. Stelle geführt.

Die Klimakonferenz in Warschau soll einen Fahrplan zu einem Klimaabkommen 2015 erarbeiten. "Unsere Ergebnisse müssen als Weckruf verstanden werden für eine ambitioniertere internationale Klimapolitik und eine bessere Vorsorge vor klimabedingten Katastrophen", sagt Sönke Kreft. "Das Jahr 2015 markiert einen Meilenstein, denn dann gilt es, sowohl ein neues Klimaabkommen als auch ein internationales Rahmenabkommen für Klimawandelschäden zu beschliessen."

Der Index zeigt aber auch deutliche Klimaschäden in Industrienationen. Länder der UN-Region Osteuropa, die den Gastgeber der diesjährigen Klimakonferenz stellen - liegen unter den Industrienationen an der Spitze. Kreft: "Die Länder der UN-Region Osteuropa liegen bei der Anfälligkeit von Wetterschäden weit vorn. Doch paradoxerweise verfolgen ausgerechnet Länder wie Russland oder Polen oft die schwächste Klimapolitik. Für sie sollte Warschau einen Wendepunkt markieren: weg von der Kohle- und Öl-Abhängigkeit."

Der Globale Klima-Risiko-Index (KRI) von Germanwatch erfasst die Verluste von Menschenleben sowie die direkten ökonomischen Verluste durch Wetterextreme wie Überschwemmungen, Stürme, Hitzewellen etc. Als Datenbasis dient die weltweit anerkannte Datenbank NatCatSERVICE der Münchener Rück unter Hinzunahme weiterer Daten des Internationalen Währungsfonds.

Quelle: Germanwatch , 12. November 2013

Klimaschutz-Index: Die Emissionen steigen weiter - doch es gibt einen Hoffnungsschimmer

Positive Anzeichen in China / Deutschland rutscht wegen seiner Klimapolitik erstmals aus Top Ten

Keines der 58 grössten Emittentenländer unternimmt bisher genug, um einen gefährlichen Klimawandel abzuwenden. Gleichzeitig erreichen die Emissionen weltweit einen neuen Höhepunkt. Dies ist eine der Hauptbotschaften des heute von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch und dem Climate Action Network Europe (CAN-E) veröffentlichten Klimaschutz-Index 2014. "Dennoch gibt der Index auch erstmals Grund zu vorsichtigem Optimismus", erklärt der Hauptautor des Index, Jan Burck von Germanwatch, am Rande des Weltklimagipfels in Warschau. "Wir sehen positive Anzeichen dafür, dass sich der globale CO2-Emissionsanstieg verlangsamt." Ein Grund dafür ist, dass China als grösster CO2-Emittent seine Klimaschutz-Anstrengungen merklich verstärkt.

Allerdings hat es erneut kein Land auf die ersten drei Plätze des Index geschafft, der die Klimaschutz-Bemühungen der 58 grössten CO2-Emittenten der Welt analysiert und vergleicht. Der Grund: Kein Land unternimmt genug, um eine gefährliche Erwärmung um mehr als zwei Grad Celsius zu verhindern.

Zum ersten Mal überhaupt ist Deutschland aus den Top Ten des Index gerutscht - von Platz acht auf 19. Damit ist das Land einer der grössten Index-Verlierer. "Hauptgrund ist die sehr negative Expertenbewertung des deutschen Auftretens in Brüssel. Deutschland verliert vor allem wegen seiner Unentschiedenheit in Sachen Reform des Emissionshandels und wegen seiner Blockade der EU-Richtlinien für spritsparende Autos und Energieeffizienz", so Burck.

Dänemark konnte dagegen seinen vierten Platz, den besten Rang in diesem Index, verteidigen. Das Land konnte sich in fast jedem für die Bewertung relevanten Bereich noch einmal leicht verbessern. Grossbritannien rückt auf Platz fünf vor (von zehn). Die Gründe liegen im Rückgang der Emissionen um erstaunliche 15 Prozent in den vergangenen fünf Jahren sowie in Verbesserungen der Energieeffizienz.

Polen konnte seine Bewertung trotz der Gastgeberrolle beim diesjährigen Klimagipfel nicht substanziell verbessern. Das Land gehört weiterhin zu den zwei schlechtesten EU-Staaten und verbesserte sich nur aufgrund eines leicht positiven Trends bei Emissionsreduktion und Erneuerbaren Energien um einen Platz auf Rang 45.

Kanada und Australien schneiden unter den Industriestaaten am schlechtesten ab, auch Japan (Platz 50) ist stark gesunken. Nach einem Regierungswechsel in Australien (Rang 57) fiel die Politikbewertung deutlich schlechter aus als in den Vorjahren. Ein Hauptgrund ist die Rücknahme früherer Pläne, einen CO2-Emissionshandel aufzubauen. Kanada zeigt weiterhin keinerlei Ansätze, seine Klimapolitik zu verbessern und verharrt daher auf Rang 58. Nur der Iran (59), Kasachstan (60) und Saudi-Arabien (61) schneiden noch schlechter ab.

"Die Anstrengungen sämtlicher Länder sind ungenügend, um die weltweite Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Dieser Index sollte zum Weckruf für alle Regierungen werden, ihre Bemühungen zur Emissionsreduzierung zu verstärken", sagt Wendel Trio, Direktor von CAN-Europe. Auch wenn einige EU-Staaten in diesem Index oben stehen, müssten die EU und ihre Mitglieder ihre 2020-Ziele erhöhen und eine ambitionierte Emissionsminderungs-Strategie für die Zeit nach 2020 erarbeiten. "Das würde helfen, den Klimaschutz weltweit voranzutreiben - trotz der gegenteiligen Politik in Australien, Kanadaund Japan", ergänzt Trio.

Die beiden weltweit grössten Emittenten - China und USA - platzierten sich im unteren Mittelfeld. Dabei verbesserte sich China auf Platz 46. "Jüngste Daten zeigen einen langsameren Anstieg der chinesischen Emissionen und eine Entkopplung des CO2-Ausstosses vom Wirtschaftswachstum", erläutert Jan Burck von Germanwatch. Sowohl massive Investitionen in Erneuerbare Energien als auch Kritik an der Kohleverstromung aus der chinesischen Führung nähren die Hoffnung auf eine weitere Verlangsamung des CO2-Emissionsanstiegs. Auch in den USA (Rang 43) ist eine aktivere Politik zur Einschränkung der Kohleverstromung zu beobachten. Mitte nächsten Jahres sollen strengere Grenzwerte für Emissionen aus älteren Kohlekraftwerken in Kraft treten.

Der Klimaschutz-Index will für Transparenz in der internationalen Klimapolitik sorgen. Auf der Basis standardisierter Kriterien bewertet und vergleicht der Index den Klimaschutz in 58 Staaten, die zusammen für mehr als 90 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen weltweit verantwortlich sind. (Mehr zur Methode finden Sie im Klimaschutz-Index 2014 unter "Background and Methodology").

Quelle: Text Germanwatch , 18. November 2013

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Germanwatch Globaler Klima-Risiko-Index 2014
RAOnline Download
Quelle: Germanwatch
The Climate Risk Index 2014
710 KB PDF Download
Quelle: Germanwatch
Globaler Klima-Risiko-Index 2014
Zusammenfassung deutsch
370 KB PDF Download
Quelle: Germanwatch
Globaler Klima-Risiko-Index 2014 Die wichtigsten Ergebnisse
Zusammenfassung deutsch
1.5 MB PDF Download

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