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Militärgeschichte |
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| Militärgeschichte: Militärische Verteidigungsanlagen von nationaler Bedeutung |
| Militärische Sperrstellen im Raum Thunersee |
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Als sich die Bedrohungslage für die Schweiz zu Beginn des 2. Weltkriegs ab 1940 als Folge der militärischen Erfolge der Achsenmächte (Deutsches Reich unter Hitler und seinen Partnern Italien unter Mussolini und Japan) in Mitteleuropastark verschlimmerte, entwickelte die Führung der Schweizer Armee ein Verteidigunskonzept, die Reduitstrategie.
Die Festungsanlagen Schmockenfluh, Waldbrand und Legi in den Felswänden unterhalb des Niederhorns am rechten Ufer des Thunersees waren Teil diese Reduitstrategie.
Die Schiessscharten (Geschütznischen) der Artilleriewerke in den Felswänden liegen bis heute auf dem Gebiet des Ortsteils Merligen der Gemeinde Sigriswil. Die Berginnern gebauten Infratsrukturanlagen wie Trinkwasserreservoirs, Abwasseranlagen, Munitionsräume, Belüftungsanlagen, Ess- und Schlagräume der Truppen, Zufahrtswege und Verbindungsstollen, Kommandoräume, Anlagen für die Energie- und Luftversorgung usw. befanden sich zum Teil auf dem Gebiet der Gemeinde Beatenberg.
Die Festung Schmockenfluh wurde über einen Zugangstollen, welcher in der Nähe einer Haltestelle der Beatenberg-Niederhornbahn begann, mit den für den Betrieb notwendigen Gütern versorgt.
Die Anlage Waldbrand wurde über eine Zugangstunnel, welche an eine Strasse aus Richtung Beatenberg angeschlossen war, beliefert.
Das Artilleriewerk Legi bekam das Personal sowie das Material über eine Standseilbahn, welche am Rand der Grönstrasse begann, und einen anschliessenden ins Werk führenden Tunnel. Das AW Legi war auch über eine Treppe und eine kleine Verwundetentransportbahn erreichbar. Die Soldaten im Werk wurden durch die Küche im AW Waldbrand versorgt.
Die drei Artilleriewerke Schmockenfluh, Waldbrand und Legi wurden Ende des 20. Jahrhunderts aus der Geheimhaltung entlassen, ausser Dienst gestellt und kurz darauf zurückgebaut bzw. für die Nutzung von privaten Käufern freigegeben.
Die Festung Waldbrand wird heute von der Festungsmuseum Waldbrand AG als Museum genutzt, welches auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Die genauen Besuchszeiten und weitere Informationen sowie Bilder über die Festungsanlage können auf der Webseite des Festungsmuseums Waldbrand (siehe Links) abgerufen werden.
Die in den Artilleriewerken am rechten Thunerseeufer installierten Geschütze konnten etwas über 20 km weit schiessen und übernahmen zentrale Aufgaben innerhalb der Verteidigungskonzepts der Schweizer Armee, der Reduitstrategie.
Die Kanonen in den Anlagen Waldbrand und Legi waren in nordwestliche Richtung ausgerichtet. Die Kanonenrohre zielten in Richtung Thun. Das Schussfeld reichte bis in den Raum Kiesen - Kirchdorf BE nördlich von Thun im Aaretal. Das Ziel der Sperrstelle war, feindliche Vorstösse in Richtung der Pässe Brünig, Susten und Grimsel sowie ins Simmen- und Lötschental zu verhindern.
Die im Artilleriewerk Schmockenfluh installierten Geschütze zielten in westliche bzw. südwestliche Richtung. Ihre maximale Schussweite reichte bis in den Raum Weissenburg im Simmental und Kandersteg im Kandertal. Die Lötschberglinie der BLS führt führte von Thun über Frutigen und den Löschergtunnel ins Wallis.
Artilleriewerk Schmockenfluh
Die Schiessscharten des ausgeräumten Artilleriewerks Schmockenfluh sind vom Thunersee her bei guten kontrastreichen Lichtverhältnissen mit den Augen gut sichtbar.
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| Wer weitere Informationen über die erwähnten Artilleriewerke wie die Bewaffnung usw. wünscht, findet diese auf den Webseiten der beiden Web-Portale Festung Oberland und Wikipedia mit den betreffenden Stichworten.
Die Artilleriewerke Legi und Schmockenfluh wurden zurückgebaut. Das Artilleriewerk Waldbrand wurde restauriert und zu einem Festungsmuseum umgebaut. Die Festung Waldbrand ist für die Öffentlichkeit zugänglich. |
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| Text: RAOnline |
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