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Militärgeschichte
Militärische Sperrstellen im Raum Gotthard - Grimsel - Furka
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Militärgeschichte: Militärische Verteidigungsanlagen von nationaler Bedeutung
Militärische Sperrstellen im Raum Gotthard - Grimsel - Furka

Mit dem Bauende der Gotthardbergstrecke der Schweizerischen Bundesbahnen im Jahr 1885 bekam die Region um den St. Gotthardpass eine zusätzliche strategische Bedeutung. Die Schweizer Regierung beschloss, die Zugänge zum St. Gotthardpass inkl. den Furka-, Oberalp- und den San Giacomopass durch militärische Befestigungsanlagen zu schützen.

Die legendäre Gotthardfestung wurde im Rahmen der Reduit-Strategie von General Guisan während des Zweiten Weltkriegs (1939 bis 1945) erbaut. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Festungsanlagen in den Zeiten des «Kalten Krieges» unter grösster Geheimhaltung weiter ausgebaut.

Der Generalstab der Schweizer Armee liess ein Verteidigungskonzept für den Raum des Bedrettotales ausarbeiten. Herzstück des Verteidungsdispositivs im Bedretto war das Artilleriewerk Grandinagia. Die 6 Artilleriestellungen und 1 Beobachtungsbunker wurden in einen Felsrücken nordnordwestlich des Bergs Pizzo Grandinagia gebaut. Das Fort Grandinagia liegt rund 1,6 km nördlich der Passhöhe des San Giacomopasses. Zum Schutz der Artilleriewerks wurde rund 600 m südwestlich der Festung nahe der Kapelle SS. Nicolao ein ehemaliges Zollhaus in eine kleine Kaserne mit drei Infanteriebunkern ausgebaut. Die Maschinengewehre, eines davon auf einer Lafette, zielten in Richtung des San Giacomopasses und des Cornotales.

Militärische Verteidigungsanlagen von nationaler Bedeutung
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Festungsanlagen im Bedrettotal Artilleriewerk «Grandinagia»

Ende des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Festungsanlagen der Schweizerischen Armee aus der Geheimhaltung entlassen. Die Festungsanlage Grandinagia, welche nicht besichtigt werden kann, wurde ausgeräumt.

Von 1890 bis 1895 wurden Reduitanlagen auf dem Furkapass gebaut. Herzstücke waren dabei die Artilleriewerke Galenhütten auf der Westseite und Fuchsegg auf der Ostseite, welche durch einige Infanteriewerke sowie Beobachtungsposten ergänzt wurden. Vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs wurden die Stellungen weiter ausgebaut und verstärkt.

Das Artilleriewerk Fuchsegg A8630 wurde erst gegen Ende des 2. Weltkriegs fertig gebaut.Das Bauwerk wurde in eine Strassenschleife der Furkapassstrasse unterhalb des ehemaligens Hotel Galenstock im Erdreich versenkt.

Das Artilleriewerk Fuchsegg umfasste 4 Geschütze, welche aus gepanzerten Türmen abgefeuert werden konnten. In der Anlage gab es Schlafräume für Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere, ein Munitionslager, eine Küche mit den Vorratsräumen für Lebensmittel, dazu ein Kühlraum, eine Waschküche, eine Werkstatt mit Magazinen, eine Klimaanlage, eine Telefonzentrale, Dieselgeneratoren, ein Wachthaus mit einem Wachtlokal, usw.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Artilleriewerk Fuchsegg aus der Geheimhaltung entlassen und zurückgebaut.

Durch den Bau der Anlagen zur Energieversorgung im Raum Haslital-Grimsel geriet der Grimselpass in den 1920er und 1930er-Jahren in den Fokus der Militärstrategen. Zum Schutz der Staumauern und der zu ihnen führenden Strassen wurde für den gesamten Raum ein Verteidigungsdispositiv erstellt, in dessen Zentrum das Artilleriewerk Grimsel (A8900) stand.

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