Hitze
vorangehende Seite
end
Umwelt und Gesundheit Hitze
Hitzewellen gefährden die Gesundheit Schwitzen ist das körpereigene Kühlsystem
Umwelt und Gesundheit Weitere Informationen
APUG Poster "Hitzeschutz"
Weitere Informationen
Naturwissenschaften & Technik Gesundheit & Soziales Klima
Klimänderungen und Hitzewellen
Hitzewellen gefährden die Gesundheit

Schwitzen ist das körpereigene Kühlsystem

Lebende Organismen können nur innerhalb einer bestimmten Temperaturspanne überleben. Menschen und viele Tiere kühlen ihre Körper durch Verdunsten von Wasser. Beim Menschen und bei Pferden geschieht der Wasserausstoss für den kühlenden Verdunstungsprozess über die Hautporen. Hunde und andere Säugetiere haben andere Kühlungsmechanismen entwickelt. Die Wirksamkeit der Verdunstung hängt von verschiedenen, zum Teil sehr komplexen Faktoren ab.
Verdampfen nennt man einen Vorgang, bei dem ein Stoff durch Erwärmen bei der bestimmten Temperatur (= Siedetemperatur) vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht. Verdunsten nennt man den Vorgang, bei welchem die Zustandänderung mit viel weniger Wärme und während eines längeren Zeitraums abläuft. Beim Verdunsten wird die für die Aggregatszustandsänderung erforderliche Energie dem Stoff selbst entzogen. Der Verdunstungsvorgang läuft unterhalb der für den zu verdunstenden Stoff spezifischen Siedetemperatur ab.

Wasser verdunstet auf Meereshöhe bei Normaldruck unterhalb von 100° C. Erreicht Wasser die Siedetemperatur, so beginnt die Flüssigkeit zu verdampfen.

Beim Schwitzen wird zuvor im menschlichen Körper gespeichertes Wasser verdunstet. Dabei kühlt nicht nur die Haut sondern auch der menschliche Körper, das zirkulierende Blut eingeschlossen, etwas ab. Schwitzen verhindert eine Hyperthermie (Überhitzung). Auf der Körperoberfläche bleibt Salz zurück.

Bei zwei Wetterbedingungen muss sich der menschliche Köper besonderen Herausforderungen stellen:

Wetterbedingungen mit subtropischen, wüstenhaften Zügen: hohe Lufttemperatur mit geringer Luftfeuchtigkeit (Wüstenklima)
Der Körper sondert zum Zweck seiner Abkühlung viel Schweiss ab. Der Schweiss verdunstet sofort in die trockene Luft. Der Mensch nimmt nicht wahr, dass sein Körper stark schwitzt. Er stellt keine feuchte Stirne oder schweissfeuchte Kleidung fest. Die Menschen wiegen sich in falscher Sicherheit und unterschätzen den Wasserverlust des eigenen Körpers. Sie vernachlässigen daher eine regelmässige Wasserzufuhr. Sie trinken zu wenig. Durch dieses Verhalten steigt die Dehydrierungsgefahr, welche sich fast unbemerkt im menschlichen Körper aufbaut.
Viel trinken (mehrere Liter pro Tag)
Wetterbedingungen mit tropischen Zügen: hohe Luftfeuchtigkeit mit Lufttemperaturen um 30°C mit Gewitterrisiko (Tropenklima)
Die tropischen Wetterbedingungen empfinden die meisten Menschen als unangenehm. Bereits bescheidene Aktivitäten führen zu einem "Schweissausbruch". Ständiges Schweiss abwischen und eine schweissnasse Kleidung mit den entsprechenden Salzspuren sind unbeliebt. Steigt bei diesen Wetterbedingungen die Lufttemperatur und nähert sich gleichzeitig die relative Luftfeuchtigkeit der 100%-Marke, so nimmt die Schweissproduktion fast unmerklich ab. Die Körpertemperatur beginnt zu steigen und damit auf die Überhitzungsgefahr. Bleibt die Körpertemperatur während längerer Zeit über 40°C, ist das Leben in Gefahr.
Direkte Sonnenbestrahlung meiden, Aktivitäten reduzieren, Körper mit externen Massnahmen (Ventilator, feuchte Tücher usw.) kühlen
Wetterbedingungen mit einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 30°C bergen ein hohes Gesundheitsrisiko. Die Belastung des Körpers steigt in feuchter Luft bei einer Zunahme der Lufttemperatur. Für jede Kombination der Wertepaare für die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit gibt es einen bestimmten Grenzwert für die Lufttemperatur (englisch: wet-bulb temperature (WBT)), bei dessen Überschreiten eine lebensbedrohliche Situation für die Betroffen entstehen kann. Wissenschaftler warnen, dass als Folge des Klimawandels mit seinen steigenden Lufttemparaturen die beschriebene Gefahrensituationen weltweit, im Speziellen in den subtropischen Wüstengebieten, häufiger auftreten werden.
Steigende Sommertemperaturen in Mekka mit Gesundheitsrisiken

Wirkungen der Hitze auf den menschlichen Körper

Bei hohen Temperaturen (bei Menschen ab etwa 30 Grad) kann unser menschliches Wärmeregulationssystem überfordert werden. Das heisst, dass unser System die Körpertemperatur nicht genügend senken kann, was gesundheitliche Störungen zur Folge hat.

Grundsätzlich können alle Altersgruppen davon betroffen sein. Besonders anfällig sind jedoch ältere Personen. Herz, Kreislauf und der Wasserhaushalt sind schnell überfordert, Blutdruck, Herz- und Atemfrequenz steigen an.

Dehydrierung - also Austrocknung des Körpers -, erhöhte Körpertemperatur, Ermattung, Bewusstlosigkeit, Hitzekrämpfe und Hitzschlag sind gefährliche Konsequenzen dieser gestörten Wärmeregulation.

Ein Hitzschlag, bei dem die Körpertemperatur 40 °C übersteigt, kann sogar lebensgefährlich sein.

(Quelle: BAG 2005)
Text RAOnline
Hitzewellen und Trockenheit
Verhalten bei Hitzewellen
Schweiz: Witterungsjahr 2003
Hitze im Witterungsjahr 2003 Sommer 2003
Sommerhitze im Witterungsjahr 2006 Juli 2006
Hitzesommer 2010 brach alle Rekorde
Sommerhitze und Trockenheit 2015
Sommerhitze und Trockenheit 2018

nach oben

Poster
RAOnline Download
Bundesamt für Gesundheit
Umwelt-Schweiz
Aktionsplan Umwelt und Gesundheit


Schutz bei Hitzewellen
Poster
232 KB PDF-File PDF Download

nach oben

Weitere Informationen
Umwelt Schweiz
Ozon
UV-Strahlung
Klimafakten
UMWELT
Schweiz
Links
Externe Links
Bundesamt für Gesundheit BAG MeteoSchweiz
BAG Hitzewelle Schweiz Eidg. Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa
vorangehende Seite Klima-Hauptseite