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Naturschutzgebiet Les Rigoles de Vionnaz

Renaturierung abgeschlossen

Die Renaturierungsarbeiten im Naturschutzgebiet Les Rigoles de Vionnaz sind abgeschlossen. Im Jahr 2020 kommen ergänzend zum Gesamtprojekt noch eine Informationseinrichtung und eine weitere Beobachtungswand hinzu. Ein langfristig angelegtes wissenschaftliches Bewirtschaftungs- und Monitoringkonzept soll ausserdem sicherstellen, dass dieses Flachmoor von nationaler Bedeutung, Eigentum der Pro Natura und der La Murithienne (Naturwissenschaftliche Gesellschaft Wallis), erhalten bleibt.

Die fünfjährigen Renaturierungsarbeiten am Naturschutzgebiet Les Rigoles de Vionnaz bestanden darin, das Flachmoor zu entbuschen, die Gewässer auszugraben und das Flutungssystem wieder instand zu stellen, um das Austrocknen der Torfschicht aufzuhalten. Als krönender Projektabschluss wurden entlang eines Lehrpfads für Besucher noch zwei Beobachtungsposten eingerichtet.

2020 sollen dann ergänzend noch eine weitere Beobachtungswand und drei Informationstafeln aufgestellt werden. Die menschliche Aktivität im Gebiet bleibt aber nicht aufs Beobachten und Spazierengehen beschränkt, denn zur optimalen Landschaftspflege hat man eine extensive landwirtschaftliche Nutzung eingeführt.

Die Baukosten belaufen sich auf 440'000 Franken und werden von der Pro Natura (20 Prozent), dem Kanton (20 Prozent) und dem Bund (60 Prozent) getragen. Auch verschiedene Partner beteiligten sich an der Renaturierung des Biotops, etwa die Gemeinde Vionnaz, die Schweizerische Vogelwarte oder das Forstrevier Haut-Lac.

Als letztes Überbleibsel von 700 Hektaren Torfmoor, welche die Rhoneebene zu Beginn des letzten Jahrhunderts noch zählte, ist das Moorgebiet Les Rigoles de Vionnaz im Zuge von Torfabbau und Entwässerungsmassnahmen zusehends verkümmert. Angesichts der fortschreitenden Verbuschung des Standorts war eine Revitalisierung erforderlich. Die natürlichen Lebensräume wuchsen immer mehr ein, was zu einer Monotonisierung der Artenzusammensetzung führte. Darüber hinaus waren die Mitte der 1990er-Jahre aufgeschütteten Erdwälle, die der Regulierung des Wasserstandes in den verschiedenen Teilen des Moors dienten, überaltert und bedurften einer Instandsetzung.

Seit 1991 steht das Gebiet der Rigoles de Vionnaz unter kantonalem Schutz und ist als Flachmoor von nationaler Bedeutung klassiert, doch die erste Schutzvereinbarung geht bis auf das Jahr 1980 zurück. Damals gehörte das Land noch dem Unternehmen Ciba-Geigy in Monthey.

Dann kauften die Pro Natura und die La Murithienne das ganze Land stückweise auf. Von da an wurden erste Revitalisierungsarbeiten unternommen, um das Austrocknen des Biotops zu verhindern; so wurden etwa Teiche angelegt oder flutbare Becken zur Regulierung des Wasserstands. Da aber ein regelmässiger Unterhalt nicht sicherzustellen war, wendete sich die Pro Natura an den Kanton, damit sich dieser an einer zweiten Renaturierung und dem Fortbestand des Schutzgebietes beteilige.

Quelle: Kanton Wallis, Dienststelle für Wald, Flussbau und Landschaft, 19. November 2019
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