Ozon
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Das Ozonloch
Arktis Ozonschwund - ultraviolette Strahlung 2011
Arktis Rekordverlust an Ozon 2011
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Antarktis-Ozonschicht Keine Entwarnung 2006
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Antarktis Entwicklung der Ozonkonzentration 2010-2012 2012
Antarktis 2012 - Ozonloch wird kleiner 2013
Antarktis 2013 - Ozonloch bleibt stabil 2014
Antarktis 2014 - Das Ozonloch wird sich schliessen 2014
Antarktis 2015 - Ozonloch löst sich fast auf 2015
Antarktis Das Ozonloch wirkt bis in die Tropen 2017
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Das "Ozonloch" der Antarktis und der Arktis
Was ist ein "Ozonloch"?
Die Stratosphäre ist eine Schicht der Atmosphäre in der Höhe von zirka 10 bis 50 km und beinhaltet die Ozonschicht. Die Bedeutung des Ozons liegt darin, dass es die energiereiche kurzwellige Ultraviolettstrahlung der Sonne absorbiert, wodurch das Leben auf der Erde vor dieser schädlichen Strahlung geschützt wird (Ozon-Belastung).

Der stratosphärische Ozonabbau in Höhen zwischen 15 und 25 km über der Antarktis im Südfrühling (September und Oktober) wird landläufig als "Ozonloch" bezeichnet. Es handelt sich um eine Erscheinung, die hauptsächlich durch menschliche, aber auch durch natürliche Einflüsse hervorgerufen wird.

Die Bildung des Ozonlochs wird massgeblich durch die meteorologischen Bedingungen in der Stratosphäre über der Antarktis beeinflusst.

Ozon befindet sich zu 90% in der Stratosphäre, welche sich von 10 - 40 km überder Erdoberfläche befindet. Obwohl sich in der Lufthülle anteilsmässig nur sehr wenige Ozon-Moleküle befinden, ist Ozon sehr wichtig für das Wohlbefinden der Menschen (Ozon-Belastung).

Das Ozon in der Stratosphäre absorbiert grosse Mengen der für die Lebewesen und Pflanzen schädlichen UV - Strahlen der Sonne.

Das Ozon in der Stratosphäre wird als "gutes Ozon" betrachtet. Das Ozon in den Luftschichten unmittelbar überder Erdoberfläche wird als "schlechtes Ozon" bezeichnet. Das bodennahe Ozon kann für Menschen, Tiere und Pflanzen schädlich sein (Ozon-Belastung).

Ozon entsteht u.a. durch Verbrennungsprozesse von fossilen Energieträgern (Treibhausgase). Das durch die Pflanzen natürlich erzeugte bodennahe Ozon hilft mit, die Luftverschmutzung zu vermindern.

Das Ozonloch wird häufig im Zusammenhang mit dem Problem der globalen Klimaerwärmung erwähnt. Es gibt zwar eine Verbindung, da Ozon zum Treibhaus-Effekt beiträgt, jedoch ist das Ozonloch als eigenständiges Thema zu behandeln.

Spätestens mit Beginn der Herbstsaison auf der Nordhalbkugel rechnen die Forscher jeweils mit dem vollständigen Verschwinden der antarktischen Ozonschicht in einer Höhenschicht zwischen 15 und 20 Kilometern. Seit Jahren wird diese Entwicklung immer wieder beobachtet. Mit Beginn des antarktischen Sommers im Dezember schliesst sich das Ozonloch wieder durch Vermischung mit Ozonreicher Luft aus der Umgebung.

Seit etwa zwanzig Jahren bildet sich alljährlich zwischen August und September das Ozonloch überder Antarktis. für einen Grossteil der Ozonzerstörung sind Chlorradikale verantwortlich, die aus industriell hergestellten Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) und anderen Halogenverbindungen freigesetzt werden. Obwohl deren Produktion durch internationale Abkommen mittlerweile stark eingeschränkt ist, wird es noch Jahrzehnte dauern, bis sie aus der Atmosphäre entfernt sind.

Wie entsteht Ozon? Entstehung, Zerstörung

Zirkumpolarer Vortex

Der zirkumpolaren Vortex ist eine starke Luftströmung aus westlichen Richtungen, welche sich im antarktischen Winter in der Stratosphäre aufbaut. Die Luftmassen im Innern dieser kreisförmigen Windströmung werden von den übrigen Luftbewegungen abgeschlossen und können sich daher stark abkühlen. In 17 km Höhe kann die Lufttemperatur in Phasen einer starken zirkumpolaren Vortex-Strömung bis gegen minus 80°C fallen.

In dieser kalten Zeit bilden sich chlorhaltige Gase. Wenn im antarktischen Frühling die Sonne die Luft wieder erwärmt, helfen diese chlorhaltigen Gase dabei, das Ozon abzubauen und das Ozonloch zu verstärken. Im antarktischen Sommer verschwindet der zirkumpolare Vortex wieder und neues Ozon strömt gegen den Südpol.

In der Arktis sind die Luftbewegungen in der Stratosphäre viel unregelmässiger als in der Antarktis und die Lufttemperaturen fallen dort weniger stark ab. Die gebirgigen Landmassen, welche den Arktischen Ozean umgeben, verhindern einen regelmässigen Aufbau einer Luftströmung in der Stratosphäre. In der Stratosphäre über der Arktis sind Wolken mit chlorhaltigen Gasen daher weniger häufig als in der Antarktis und die Bildung eines Ozonlochs ist seltener.

Quelle: BAS , Britisch Antarctic Survey
Text: RAOnline
Violette, blaue und grüne Bereiche zeigen eher tiefe Ozonwerte, gelbe und rote Bereiche eher hohe Werte.

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Treibhausgase
Klimawandel Globale Klimaberichte
BAFU Indikatoren zu Ursachen des Klimawandels
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