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Die Stockwerke im Tropischen Regenwald

Die im Jahresverlauf relativ konstanten Temperaturen erlauben den Pflanzen des Regenwaldes eine überdas ganze Jahr anhaltende Vegetationsperiode und machen ihre Fortpflanzung weitgehend unabhängig vom Klimageschehen.

Die meisten Pflanzen streben dem Licht entgegen und ihnen folgen die Tiere, die von Früchten und Blättern leben. Von den Pflanzenfressern ernähren sich wiederum Raubtiere.

Das Streben der Bäume zum Licht führt im Tropenwald zu einer vertikalen Gliederung in mehrere Etagen. Die sind auf den ersten Blick kaum erkennbar, denn ein Gewirr von Luftwurzeln, Schlingen, Lianen, Blättern und ihnen aufsitzenden Pflanzen, Epiphyten, verwischt die Strukturen.

Der Kronenbereich - die lichten Höhen
Pflanzen im Kronenbereich
Tiere im Kronenbereich

Der Stammbereich - Wege zum Licht
Pflanzen im Stammbereich
Tiere im Stammbereich

Die Strauchschicht - Leben im Dickicht
Pflanzen in der Strauchschicht
Tiere in der Strauchschicht

Der Boden - darauf und darin
Pflanzen im Bodenbereich
Tiere im Bodenbereich

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Nährstoffkreislauf

Die abgeworfenen Pflanzenteile (Blätter usw. ) werden im feuchtheissen tropischen Klima rasch mineralisiert. Die bei diesem Prozess entstehenden Nährstoffe gelangen in die dünne Humusschicht, von wo sie von den Pflanzen sofort wieder aufgenommen werden. Trotzvielen heftigen Regenfällen und der starken Ausschwemmung der Böden lassen sich in den Flüssen im tropischen Regenwald kaum Nährstoffe nachweisen. Die Nährstoffe sind mehrheitlich in der Biomasse (Bäume, Sträucher, Gräser usw.) konzentriert.

Ameisen sind Spezialisten für den Abbau von organischem Material. Herabfallende Blätter, Früchte, tote Tiere und andere abgestorbene organische Substanz werden innerhalb von Tagen abgebaut und wieder in den Nährstoffkreislauf zurückgebracht. Die Hauptarbeit leisten viele meist mikroskopisch kleine Pilze, die neben Bakterien und Insekten - hier besonders die Ameisen - das organische Material zersetzen und so den Pflanzenwurzeln wieder zur Verfügung stellen.

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Bodenbeschaffenheit und Wachstum

Urwaldboden

Der Urwaldboden ist äusserst unfruchtbar.

Humusschicht
Der Nährstoffnachschub für die Tropenböden stammt aus dem Vermoderungsprozess abgestorbener Pflanzenteile. Die Nährstoffe in der Humusschicht werden von der wachsenden Vegetation unmittelbar wieder aufgenommen. die Humusschicht der Tropenböden ist daher sehr dünn.

Verwitterungsschicht
Die Verwitterungsschicht entsteht durch Zersetzung des Mineralien reichen Muttergesteins. In den Tropen ist diese Schicht mächtig, jedoch bereits stark ausgelaugt. Die Wurzeln der Bäume können in dieser Schicht nicht mehr genügend Nährstoffbestandteile aufnehmen.

Es gelangen auch nur noch wenige Mineralien aus dem Muttergestein die Verwitterungsschicht, weil die tiefer gelegenen Bodenschichten dem Verwitterungsprozess weitgehend entzogen sind.

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Bodenbeschaffenheit und Wachstum

Vegetationsperioden

Die Bäume sind keinem geordneten jahreszeitlichen Rhythmus unterworfen. Selbst gleiche Baumarten haben unterschiedliche Vegetationsperioden.

Es sind bei Bäumen Vegetationsperioden von 9 - 36 Monaten beobachtet worden.

Selbst an gleichen Bäumen fanden die Forscher Äste, welche ihr Laub bereits abgeworfen hatten, während gleichzeitig andere Äste Blüten entwickelten.

Europäische Bäume, welche in den tropischen Raum verpflanzt wurden, haben ihren angestammten jahreszeitlichen Rhythmus mit der Zeit verloren.

Baumriesen

Die oft 40 bis 60 m hohen Baumrisen, welche das Blätterdach überragen, haben sich an die speziellen Wachstumsbedingungen im tropischen Regenwald bestens angepasst. Sie sind für den Kampf um Licht und Nährstoffe bestens gerüstet.

Die Jungpflanzen trachten dannach, möglichst rasch dem Licht entgegen zu wachsen. Beim Heranwachsen verzichten diese Bäume darauf, einen dicken Stamm zu entwickeln. Der Stamm bleibt gleichmässig und im Verhältnis zur endgültigen Höhe eher dünn. Breitauslaufende Brettwurzeln, welche sich nicht sehr tief im Boden verankern, erhöhen die Stabilität. Eine verästeltes Wurzelwerk ermöglichst es dem Baum, sich in der dünnen Humuschicht mit ausreichend Nährstoffen und Wasser zu versorgen. Die relativ kleine Baumkrone bietet den Stürmen wenig Angriffsfläche.

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Regenwaldmikroklima

Im dicht bewachsenen Regenwald gelangen nur wenige Sonnenstrahlen auf die Erdoberfläche. Über dem Urwaldboden sind daher die Temperaturschwankungen im Verlaufe von 24 Stunden sehr gering.

Die Luft ist fast immer vollständig mit Wasserdampf gesättigt. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt immer nahe bei 100%. Bereits eine kleine Abkühlung um etwa 0,5° C (zum Beispiel in den frühen Morgenstunden oder nach einem heftigen Gewittern) führt bereits zur Nebelbildung.

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Tropischer Nebelwald

Bergnebelwälder zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Welt. Tropische Nebelwälder zeichnen sich durch eine hohe Feuchtigkeit aus und finden sich auf einer Höhe zwischen 1'500 und 2'500 m ü. M., dort wo Wolken auf die Berge treffen. Schätzungen gehen davon aus, dass hier die weltweit grösste Vielfalt an Epiphyten, Moosen, Farnen, Flechten und Orchideen zu finden ist und damit wiederum eine Vielzahl an Tieren, die sich von diesen Organismen ernähren oder die Wälder als Lebensraum nutzen. Tropische Nebelwälder weisen wahrscheinlich die weltweit grösste Konzentration von Arten an Land auf.
(Quelle: WSL, Artenvielfalt in Nebelwäldern schwindet - auch in Schutzgebieten, April 2021)

In den Bergen bilden sich in den Tropen häufig beständige Wolkenschichten, welche sich nur gelegentlich auflösen. Aus dem Tiefland stammende feuchtwarme Luftmassen steigen entlang der Bergflanken in die Höhe. Durch die Abkühlung kondensiert der Wasserdampf zu Wassertropfen. Es bilden sich dichte Wolkenschichten.
siehe auch: Wolkenbildung - Wie entstehen Wolken?

Da im tropischen Raum die klimatischen Bedingungen im Verlaufe eines Tages oder eines Jahres nur wenig ändern, befinden sich die Untergrenzen diese Wolkenschichten immer etwa in der gleichen Höhe. Im Bereich dieser beständigen Wolkenschichten entwickeln sich spezielle Vegetationsformen (wie etwa Bartflechten oder dicke Moospolster) des tropischen Nebelwaldes.

Die tropische Höhenvegetation

Mit zunehmender Höhe verschlechtern sich die Wachstumsbedingungen für die Pflanzen. Die durchschnittlichen Lufttemperaturen nehmen kontinuierlich ab. In Höhenlagen zwischen 800 und 1'000 m geht der Tieflandregenwald allmählich in den immergrünen Bergregenwald über.

Der Bergregenwald ist artenärmer als die Regenwälder im Tiefland. Die Bäume wachsen weniger hoch und weisen vor allem in den höheren Regionen weniger Schichten (Stockwerke) auf. Schichten. Die Bäume wachsen langsamer und die Lianen hängen weniger oft von ihren Ästen. Die Epiphyten (Moose, Farne, Flechten) sind vielfältiger. Verschiedenen Bambusarten sind in dieser Höhenlage vertreten.

Oberhalb von 2'500 m bis 3'000 m ü.M. breitet sich der immergrüne Bergnebelwald aus. Seine obere Grenze liegt etwa bei 4'000 m ü.M. Der Übergang vom Bergregenwald zum Bergnebelwald ist fliessend und wird von den lokal vorherrschen Klimabedingungen bestimmt. Der Bergnebelwald liegt die meiste Zeit in einer Nebelschicht.

Der Bergnebelwald gliedert sich in einigen Region wie zum Beispiel in Ruanda in drei Stufen:

Untere Nebelwaldstufe (ca. 1'700 - 2'300 m ü.M.)
Mittlere Nebelwaldstufe (ca. 2'300 - 2'600 m ü.M.)
Obere Nebelwaldstufe (ab ca. 2'600 m ü.M.)

In der unteren Nebelwaldstufe sind drei Schichten erkennbar. Die obere Baumschicht wächst bis zu 30 m hoch.

In der mittleren Nebelwaldstufe gibt es noch zwei Schichten, die Krautschicht und die Baum- und Strauchschicht.

In der oberen Nebelwaldstufe kommen je nach Bodenverhältnissen Bambuswälder vor, welche bis 20 m hoch wachsen können. In Zonen, wo die Bambuswälder fehlen, erreichen die Bäume lediglich noch Höhen zwischen 5 m und 10 m.

In den Nebelwäldern sind die Baumfarne und Nadelhölzer stark vertreten. Der Unterwuchs wird geprägt von Farnen, Bambussen oder grossblättrigen Stauden. Epiphyten finden im Nebelwald die gute Wachstumsbedingungen vor.

Über der Grenze des Nebelwaldes folgt zunächst ein Gürtel mit strauchartigen Gehölzen wie Lorbeerbüsche mit immergrünen, ledrigen Blättern und Erikazeensträucher mit harten, kleinen Blättern.

Unterhalb der von Schneefällen geprägten nivalen Zone breitet sich steppenartiges Grasland, Heiden oder alpine Matten aus.

Nebelwälder
Artenvielfalt in Nebelwäldern schwindet - auch in Schutzgebieten
Epiphyten
Die Kronen der Regenwaldbäume sind oft dicht bewachsen mit Aufsitzerpflanzen, den Epiphyten. Zu den Epiphytenarten zählen Moose, Flechten und viele verschiedene Bromelien- und Orchideenarten. Auf den Baumästen bilden diese Pflanzen dicke Polster. Die Ephyten entziehen den Bäumen, auf welchen sie wachsen, keine Nährstoffe. Sie bilden sich ihre eigene Humusschicht und haben Eigenschaften entwickelt, mit welchen sie Regenwasser sammeln können. Im Filtersystem ihrer Wurzeln und Haftorgane bleiben Nährstoffe und Staub hängen und bilden neues Substrat für andere Pflanzen und Lebensraum für viele Tiere.
Die Vanille gehört als Orchideenart zu den Epiphyten.
glazial nival pluvial
von Gletschern geprägt von Schnee geprägt von Niederschlägen gepräg
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Madagaskar Aufwändiger Vanilleanbau

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