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Die
Altersbestimmung von abgestorbenem Pflanzenmaterial aus dem Eisinnern mit
der Radiokarbon-Methode zeigt, dass die Eiskappe auf Baffinland in den
letzten 1'600 Jahre noch nie so dünn war. Auch ohne eine zusätzliche
Lufterwärmung wird das Eis von der Insel verschwinden, meinen die
Wissenschaftler.
Die
Analyse von Eisbohrkernen hat gezeigt, dass
die Eiskappe auf Baffinland um 1280 und 1450 infolge von
Vulkanausbrüchen in der tropischen
Zone markant angewachsen ist. In dieser
Zeit haben Aerosole vulkanischen Ursprungs das Sonnenlicht in der Stratosphäre abgeschwächt. Diese Erkenntnis könnte die Begründung dafür
sein, dass auf der Nordhalbkugel von 1250 bis 1850 eine "kleine Eiszeit"
geherrscht hat.
Die
Forscher haben "Kohlenstoff 14-Isotope" im Quarzbestandteilen der
Felsen unter und neben den Eisschichten analysiert. Kosmische Einflüsse
verändern jeweils den Anteil der Kohlestoff-Isiotope in den Steinen.
Aus den Daten kann herausgelesen werden, wie lange die Felsen nicht von
Eis bedeckt waren. Die Daten zeigen, dass auf Baffin einige tausend Jahre
mehr Eis vorhanden war als heute.
Die
Wissenschaftler begründen den Eiszuwachs in den vergangen Jahrtausenden
mit der Tatsache, dass die Sonneneinstrahlung in den Sommermonaten wegen
der zyklischen Eigenbewegung der Erdachse abgenommen hat.
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