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Klima im Wandel
Berichte über den Klimawandel - Globale Berichte
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IPCC-Bericht zum globalen Klimawandel
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IPCC-Bericht zum globalen Klimawandel
IPCC-WG II: Impacts of Climate Change English
Klimawandel: Grafiken, Diagramme
Klimawandel: Was ist das?
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Thema: Klima
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4. IPCC-Bericht zum globalen Klimawandel
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Climate Change 2007: Klimawandel - Auswirkungen und Zusammenhänge
April 2007, Beitrag der Arbeitsgruppe II "Climate Change - Impacts, Adaptation and Vulnerability"
Aktuelle Erkenntnisse
über die beobachteten Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Menschen
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Beobachtete Auswirkungen
Auswirkungen des Klimawandels
künftige Auswirkungen in den Regionen
Auswirkungen in den Regionen der Welt
Polarregionen
Kleine Inseln
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Der Bericht der IPCC-Arbeitsgruppe II, welcher sich u.a. mit den Auswirkungen der Klimaerwärmung befasst, wurde am 6. April 2007 in Brüssel (Belgien) veröffentlicht.
Der 2. Band des 4. Berichts des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) über die weltweite

Klimaerwärmung stellt fest, dass sich die Erderwärmung anhand von Veränderungen der Atmosphäre, der Weltmeere, der Gletscher und der Eiskappen an den beiden Polen eindeutig nachweisen lässt. Der Zusammenhang zwischen dem menschlichen Handeln und der Klimaerwärmung habe sich seit dem letzten Bericht im Jahre 2001 eindeutig erhärtet.

Der Bericht skizziert Szenarien über die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf das Ökosystem, den Wasserhaushalt, die Gesundheit, die Nahrungsproduktion, die Klimaabläufe, die wirtschaftliche Entwicklung usw.
Das sogenannte IPCC («Intergovernmental Panel on Climate Change») wurde 1988 ins Leben gerufen.
Der Uno-Wissenschaftsrat für den Klimawandel soll die Risiken des Klimawandels untersuchen und Vermeidungsstrategien entwickeln.

Nachdem die ersten drei Berichte 1990, 1995 und 2001 erschienen, wird im Jahre 2007 der vierte Berichtes veröffentlicht. An dieser Arbeit sind hunderte von Forschenden aus der ganzen Welt beteiligt.
Das IPCC forscht selber nicht. Das IPCC ist beauftragt, Daten von Forschenden und Experten aus aller Welt zusammenzutragen und in einem Bericht zusammenzufassen. Der Sitz des IPCC ist Genf.

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Phänomene und Richtung der Trends
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* Phänomene und Richtung der Trends [WGI SPM]
** Wahrscheinlichkeit der künftigen Trends im 21. Jahrhundert unter Verwendung der SRES-Szenarien [WGI SPM]
Phänomene und Trends*
Wahrschein- lichkeit**
Beispiele von grösseren zu erwartenden Auswirkungen nach Sektoren
Land- und Forstwirtschaft, Ökosysteme
Wasser-
vorkommen
Gesundheit der Menschen
Industrie, Siedlungen, Gesellschaft
Wärmere oder weniger kalte Tage und Nächte;
häufiger wärmere Tage und Nächte in den meisten Landgebieten
höchst gewiss
Ernteerträge steigen in den kühleren Gebieten;
Ernteerträge sinken in den wärmeren Gebieten;
starke Vermehrung der Insekten
Verdunstungs-
rate steigt;
Auswirkungen auf den Wasserhaushalt von Wasser, welches im Zusammenhang mit der Schneeschmelze steht
Abnahme der Todesfälle von Menschen durch Unterkühlung
Verminderung der Nachfrage nach Energie zu Heizzwecken; höherer Energie bedarf für Kühlzwecke;
abnehmende Luftqualitität in Städten;
weniger Verkehrsbehinderung infolge von Schnee und Eis;
Auswirkungen auf den Wintertourismus
Häufigkeit von warmen Perioden und Hitzewellen steigt in den meisten Landgebieten
ziemlich wahr-
scheinlich
Ernteerträge sinken in den wärmeren Gebieten wegen Hitzeeinfluss;
Brandgefahr in der Natur steigt
Steigender Wasserbedarf; Probleme im Zusammenhang mit der Wasserquali-
tät (Algenwachstum usw.)
Zunehmendes Todesrisiko insbesondere für chronisch kranke, ältere, sehr junge und gesellschaftlich randsständige Personen im Zusammenhang mit Hitzeinflüssen
Abnehmende Lebensqualität für Menschen in warmen Region, welche über keine dem Klima angepassten Behausungen verfügen;
Auswirkungen auf ältere, sehr junge sowie arme Menschen.
Häufigkeit von Ereignissen mit starken Niederschlägen steigt in den meisten Landgebieten
ziemlich wahr-
scheinlich
Ernteschäden;
Bodenerosion;
Bodennässe
verhindert Landanbau
Ungünstige
Auswirkungen auf das Oberflächen- und das Grundwasser; Verschmutzung der Grundwasser- vorkommen; Wassermangel nimmt ab
Zunehmendes Todesrisiko, Verletzungen, Infektionen, Krankheiten der Haut und der Atemwege; post- traumatische Erscheinungen
Beeinträchtigung von Siedlungsgebieten, Handel und Transportwegen sowie des gesellschaftlichen Umfeldes durch Überschwemmungen;
Druck auf die ländliche und städtische Infrastruktur
Landflächen, welche von Dürren und Trockenheit heimgesucht werden, steigen
wahr-
scheinlich
Kulturlandver- luste; geringere Ernteerträge; Ernteschäden; zunehmende
Todesfälle beim Vieh;
Brandgefahr in der Natur steigt
zunehmende Probleme bei der Nutzung der Wasservorkom-
men
Zunehmendes Risiko von Nahrungs- und Wassermangel;
zunehmendes Risiko von Schäden durch Mangelernährung ;
zunehmendes Risiko an durch schlechtes Wasser oder schlechte Nahrungsmittel verursachten Seuchen zu erkranken
Wassermangel in Siedlungen, in der Industrie und in der Gesellschaft;
geringeres Potenzial zur Energie erzeugung;
Potenzial zu Wanderbewegungen der Bevölkerung
Aktivität von tropischen Wirbelstürmen nimmt zu
wahr-
scheinlich
Ernteschäden durch
Windeinflüsse
(Entwurzelung von Bäumen); Beschädigung der Korallenriffe
Unterbrüche in der Energie versor-
gung beeinträchtigen oder blockieren die öffentliche
Wasserversor-
gung
Zunehmendes Todesrisiko, Verletzungen, durch schlechtes Wasser oder schlechte Nahrungsmittel verursachte Seuchen ; post- traumatischen Erscheinungen
Beeinträchtigung durch Überschwemmungen und starke Winde; Versicherer verzichten auf Versicherungschutz in den am meisten gefährdeten Gebieten;
Potenzial zu Wanderbewegungen der Bevölkerung
Häufigkeit von Ereignissen im Zusammenhang mit dem steigenden Meeresspiegel nimmt zu (Tsunami sind dabei nicht berücksichtigt)
wahr-
scheinlich
Versalzung der Bewässerungs- systeme, der Flussmündungen und Trinkwasser- vorkommen
Abnehmende
Verfügbarkeit von Trinkwasser- vorkommen durch Einsickern von Salzwasser
Zunehmendes Risiko von Todesfällen und Verletzungen bei Hochwasserereig- nissen; gesundheitliche Probleme beim Aufenthalt in Auffanglagern nach Extremereignissen
Kosten für den Küstenschutz werden mit den Kosten für eine allfällige Umsiedelung veglichen;
Potenzial zu Wanderbewegungen der Bevölkerung und zu Verschiebungen der Infrastruktur;
siehe auch "tropische Wirbelstürmem"
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Auswirkungen in den Regionen der Welt
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Afrika
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Bis 2020 sehen sich 75 bis 250 Millionen Menschen mit zunehmenden Problemen bei der Wasserbeschaffung infolge des Klimawandels ausgesetzt.

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Gekoppelt mit einer zunehmenden Nachfrage nach Wasser werden im Zusammenhang mit Wasser grosse soziale und wirtschaftliche Problemen auftreten. Der Lebensstandard der betroffenen Menschen wird beeinträchtigt.

Die landwirtschaftliche Produktion und die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln wird in vielen Regionen Afrikas durch die wechselnden Klimaverhältnisse und durch den Klimawandel stark beeinträchtigt.

In den ariden und halbariden Gebieten der Wüsten und Steppen wird die Fläche des bebaubaren Ackerlandes, die Länge der Wachstumsperioden der Pflanzen und die Höhe der möglichen Ernteerträge abnehmen.

Bis 2020 sehen sich 75 bis 250 Millionen Menschen mit zunehmenden Problemen bei der Wasserbeschaffung infolge des Klimawandels ausgesetzt. Gekoppelt mit einer zunehmenden Nachfrage nach Wasser werden im Zusammenhang mit Wasser grosse soziale und wirtschaftliche Problemen auftreten. Der Lebensstandard der betroffenen Menschen wird beeinträchtigt.

Die landwirtschaftliche Produktion und die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln wird in vielen Regionen Afrikas durch die wechselnden Klimaverhältnisse und durch den Klimawandel stark beeinträchtigt. In den ariden und halbariden Gebieten der Wüsten und Steppen wird die Fläche des bebaubaren Ackerlandes, die Länge der Wachstumsperioden der Pflanzen und die Höhe der möglichen Ernteerträge abnehmen.

Die Zunahme der Wassertemperatur in den grösseren Seen wird zur Abnahme der Fischbestände und dadurch zu einer überfischung führen. Die Nahrungsmittelversorgung der lokalen Märkte wird durch das geringere Fischangebot beeinträchtigt. Es ist möglich, dass die Ernteerträge in den natürlich bewässerten Ackerbaugebieten bis zum Jahr 2020 bis gegen 50% abnehmen werden. Die Verfügbarkeit von ausreichend Nahrung wird dabei für viele Menschen nicht mehr gewährleistet sein. Eine verbereitete schwerwiegende Mangelernährungen bei Menschen ist die Folge diese Entwicklung.

Gegen Ende des 21. Jahrhunderts wird der erwartete Anstieg des Meeresspiegels die stark bevölkerten Küstenregionen beeinflussen. Mangroven- und Korallengürtel werden durch den Wasseranstieg stark geschädigt. Für Anpassung an die wandelnden Klimaverhältnisse müssen die Küstenländer 5 bis 10% ihres Bruttosozialproduktes aufwenden.

Die neusten Studien bestätigen, dass Afrika stark von negativen Aspekten des Klimawandels betroffen sein wird. Der Kontinent wird unter verschiedenen negativen Einflüssen der Klimaerwärmung leiden müssen. Auf diesem Kontinent fehlen die notwendigen finanziellen Mittel, um die notwendigen Anpassungen vornehmen zu können.

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Asien
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Die erwartete Gletscherschmelze im Himalaja wird die Überschwemmungsgefahr erhöhen. Der auftauende Permafrost wird die Hänge im Hochgebirge destabilisieren. Steinschlag und Erdrutsche werden häufiger auftreten. Der Gletscherrückgang wird den Wasserhaushalt im Himalajagebiet nachhaltig beeinflussen. Die Flüsse werden weniger Wasser führen. Die Verfügbarkeit von Wasser für die Stromproduktion, die Landwirtschaft und die Menschen wird daher sinken.

Die Verfügbarkeit von Trinkwasser wird in den grossen Flussbecken Zentral-, Süd- und Südostasiens abnehmen. Das Bevölkerungswachstum und der zunehmende Lebensstandard vieler Menschen wird hingegen zu einer grösseren Wassernachfrage führen. Rund eine Milliarde Menschen könnten bis 2050 von dieser gegensätzlichen Entwicklung betroffen sein.

Die Überflutungsereignisse in den Küstengebieten und den riesigen Deltaregionen der grossen Flüsse Ost-, Süd- und Südostasiens werden zunehmen. Der Klimawandel wird die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. Der Druck auf die Rohstoffvorkommen und die Umwelt wird sich auch im Zusammenhang mit der raschen Verstädterung, der Industrialisierung und der wirtschaftlichen Entwicklung verstärken.

Bis 2050 werden die Ernteerträge in Ost- und Südostasien bis zu 20% zunehmen, in Zentral-, Südasien bis zu 30& abnehmen. In vielen Ländern Asiens wird das Risiko von Hungersnöten wegen des raschen Bevölkerungswachstums und der zunehmenden Verstädterung sehr hoch bleiben.

In Ost-, Süd- und Südostasiens wird die Gefahr der Verbreitung von unkontrollierbaren Durchfallerkrankungen (Epidemien) mit hohen Todesraten als Folge von Überschwemmungen oder Dürren zunehmen. Der Erwärmung der Küstengewässer wird die Choleragefahr ansteigen lassen.

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Australien und Neuseeland
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Ab 2030 werden in Ost-Australien und in Nord- und Ost-Neuseeland als Folge der Abnahme der Niederschläge und der Zunahme der Verdunstung Probleme bei der Wasserbeschaffung häufiger auftreten.

Ab 2020 wird die Artenvielfalt insbesondere in Australiens Great Barrier Reef and Queensland Wet Tropics abnehmen.

Viele Pflanzen- und Tierarten geraten in Australien und Neuseeland unter Druck, dazu gehören insbesondere die Feuchtgebiete der Kakadu Wetlands, Gebiete in Südwest-Australien und auf den subantarktischen Inseln.

Die wirtschaftlich stark entwickelten und dicht besiedelten Gebiete wie Cairns und Südost-Queensland (Australien) sowie die Region zwischen Northland und Bay of Plenty (Neuseeland) werden von den negativen Folgen des Meeresspiegelanstiegs betroffen sein. Zudem wird die Häufigkeit und die Stärke von tropischen Wirbelstürmen und den damit verbundenen Überschwemmungen und Verwüstungen ab 2030 beträchtlich ansteigen.

In Süd- und Ost-Australien sowie Teilen Neuseelands wird gegen 2030 eine Abnahme der land- und forstwirtschaftlichen Produktion infolge Dürren und Waldbränden erwartet. Hingegen wird die Forst- und Landwirtschaft in Gebieten West- und Südneuseelands, welche nahe der grossen Flüsse liegen, wegen der längeren Vegetationszeit und den höheren Niederschlägen von der Klimaentwicklung profitieren können.

Obwohl Australien und Neuseeland technisch und wirtschaftlich in der Lage sind die notwendigen Anpassungen vorzunehmen, bleibt die Sorge, dass besonders starke Extremereignisse die Kapazitäten dieser Länder übersteigen könnten.

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Europa
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In Europa wurden erstmals die Folgen des Klimawandels detailliert aufgezeichnet: Gletscherrückgang, längere Wachstumszeiten in der Pflanzenwelt, Veränderungen in der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren, Auswirkungen der Hitzewellen.

Die meisten Regionen Europas werden künftig einige der negativen Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommen. Die Klimaentwicklung wird für viele Länder eine wirtschaftliche Herausforderung darstellen. Der Klimawandel wird sich regional unterschiedlich auf die natürlichen Rohstoffvorkommen und die Vermögensverteilung auswirken. Negative Auswirkungen sind das steigende Risiko von rasch ansteigenden Flüssen mit nachfolgenden Überschwemmungen, häufigere Überflutung von Küstenregionen sowie grössere Küstenerosion nach Stürmen und als Folge des Meeeresspiegelanstiegs. Die grosse Mehrheit der Organismen und Ökosysteme werden Mühe bekunden, sich an die veränderten Verhältnisse anzupassen.

In den Gebirgsregionen werden die Gletscher und die Schneebedeckung weiter zurückgehen. Der Wintertourismus wird unter einen grösseren Anpassungsdruck geraten. Empfindliche Tier- und Pflanzenarten werden aussterben (beim Szenario mit den grössten Emissionswerten in bestimmten Gebieten bis zu 60%).

In Südeuropa wird die Klimaerwärmung die herrschend Klimabedingungen (Dürreperioden, hohe Temperaturen) noch verschlimmern. Die Wasserversorgung und die Stromproduktion wird unter Druck geraten. Der Sommertourismus und die landwirtschaftliche Produktion werden abnehmen.

In Zentral- und Osteuropa werden die Niederschläge im Sommer abnehmen. Die Verfügbarkeit von Wasser wird zunehmend ein Problem. Die Gesundheitsgefahren im Zusammenhang mit Hitzewellen werden steigen. Die forstwirtschaftliche Produktion wird abnehmen und die Gefahr von Buschfeuern zunehmen.

Nordeuropa wird der Klimawandel Vor- und Nachteile bringen. Einer verminderten Nachfrage von Brennstoffen zu Heizzwecken, steigenden Erträgen in der land- und Forstwirtschaft stehen negative Auswirkungen wie häufigere Winterfluten, bedrohte Ökosysteme und zunehmende Bodeninstabilität gegenüber.

Viele Länder Europas haben nach Extremereignissen Erfahrungen mit der Handhabung und der Bewältigung von Katastrophen (Katastrophen-Management ) gesammelt. Diese Erfahrungen werden helfen, künftig die notwendigen Anpassungsmassnahmen zu verlassen und auch durchzuführen.

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Lateinamerika
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Bis 2050 wird im östlichen Amazonas-Becken die Abnahme der Niederschläge verbunden mit einer Verminderung der Grundwasservorkommen zu einem Wandel vom tropischen Regenwald zu Savannen (Grasländer) führen. Pflanzenarten, welche sich an das halbtrockene Klima angepasst haben, werden durch Arten ersetzt, welche auch in einer trockenen Umgebung überleben können. In den tropischen Gebieten Lateinamerika wird die Artenvielfalt reduziert. Viele Tier- und Pflanzenarten werden aussterben.

Der Meeresspiegelanstieg wird zu häufigeren Überflutungen in den flachen Küstenregionen führen.

Die steigenden Temperaturen des Meerwassers wird das Wachstum der mittelamerikanischen Korallenriffe negativ beeinflussen. Im südöstlichen Pazifik werden die Fischbestände einer Veränderung in Anzahl und Art unterworfen werden.

Das veränderte Niederschlagsbild wird die Gletscher verschwinden lassen, was in bestimmten Gebieten die Verfügbarkeit von Wasser zum Trinken für die Menschen, zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Fläche sowie der Produktion von elektrischer Energie gefährden wird.

In Lateinamerika haben einige Länder Fortschritte beim Katastrophen-Management erzielt. Überwachungssysteme wurden eingerichtet, Naturschutzparks ausgeschieden und Strategien zur Bewältigung von Extremereignissen entwickelt.
Die Wirksamkeit dieser Massnahmen wird durch fehlende Grundinformationen wegen lückenhafter Beobachtungs- und Kontrollsystemen, fehlende technische, wirtschaftliche und politische Kapazitäten, die Strategien umzusetzen u.a. geschmälert.

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Nordamerika
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Für Nordamerika sind nur gemässigte Auswirkungen des Klimawandels zu erwarten. Es werden allerdings bedeutende regionale Unterschiede vorausgesagt. In den Bewässerungsfeldbaugebieten wird in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts mit einer Produktionszunahme von 5 bis 20% gerechnet.

Das wärmere Klima in den westlichen Gebirgen wird zu einer geringeren Schneebedeckung führen. Im Winter ist mehr Überschwemmungen zu rechnen. Die Flüsse werden im Sommer weniger Wasser führen, was den Wettbewerb um das verfügbare Wasser steigern wird.

In den Städten werden die Hitzeperioden vermehrt zu gesundheitlichen Problem führen. Der grösser werdende Anteil der alten Menschen stellt dabei ein Risiko dar.

Die Küstenregionen werden häufiger von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Der steigende Meeresspiegel verlangt in den dicht besiedelten Küstenregionen nach Anpassungsmassnahmen.

Lebensgemeinschaften an den Küsten werden durch die wirtschaftliche Entwicklung, die Luft- und Gewässerverschmutzung und die Folgen des Klimawandels immer stärker unter Druck geraten.

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Polarregionen
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In den Polregionen verursacht der Klimawandel eine Abnahme der Eisdicke, der Eisfläche bei Gletschern und beim Festland- und Schelfeis, was die Ökosysteme einer Veränderung unterwerfen wird. Zugvögel und Säugetiere müssen sich neue Lebensgebiete suchen.

In den arktischen Regionen werden für alle Lebewesen zusätzlich noch die Verringerung des Meereises, der auftauende Permafrost, die Abnahme der Schneebedeckung von grosser Bedeutung sein. Die Lebensweise der einheimischen Bevölkerung wird durch die Klimaentwicklung ernsthaft bedroht. Sie stehen vor der Wahl, umzusiedeln oder sich den neuen, wärmeren Verhältnissen anzupassen.

Menschen werden in den arktischen Regionen von weniger Heizkosten und häufiger eisfreien Transportwegen profitieren.

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Kleine Inseln
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Die Gefährdung von kleinen Inseln durch Extremereignisse oder den Anstieg des Meeresspiegels, egal ob sie in höheren Breiten oder in der tropischen Zone liegen, wird durch den Klimawandel zunehmen. Die Lage an weiten Küstenabschnitten wird sich beispielsweise durch Abtragungsvorgängen an Stränden oder Korallenriffen örtlich verschlechtern. Die Fischerei und die Tourismusindustrie wird unter den Auswirkungen besonders leiden.

Der Meeresspiegel wird das Gefahrenpotential durch Überschwemmungen, Sturmfluten (tropische Wirbelstürme) oder anderen küstenspezifischen Bedrohungen beträchtlich erhöhen und dadurch lebenswichtige Infrastrukturen, Siedlungsräume und Einrichtungen, welche der Lebensqualität der Inselbewohner dienen, gefährden.

Der Klimawandel wird gegen die Mitte dieses Jahrhunderts die Wasservorkommen auf vielen kleinen Inseln besonders in der Karibik und im Pazifik soweit vermindern, dass während Trockenperioden die Wasserreserven den lokalen Bedarf nicht mehr abdecken können.

Mit der den steigenden Temperaturen werden besonders in mittleren und höheren Breiten fremde Pflanzen- und Tierarten einwandern und ausbreiten. Die örtlichen Ökosysteme geraten so unter Druck.

Quelle: IPCC, UNEP und WMO, April 2007 (sinngemässe übersetzung aus dem Englischen: RAOnline)

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Kommentar: Der Klimawandel bringt Nutzen und Schaden
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Nach Einschätzungen der Experten wird der Klimawandel "Gewinner" und "Verlierer" hervorbringen. Der Sahel und Sahara Raum in Afrika, die Küstenregionen entlang der Weltmeere und die reichhaltige Inselwelt im Pazifischen Ozean werden voraussichtlich zu den "Verlierern" der weltweiten Klimaerwärmung gehören. Der sich abzeichnende Anstieg des Meeresspiegels wird zahlreiche Küstenabschnitte unbewohnbar machen. Die notwendige Anpassung der Infrastruktur wird in anderen Küstenregionen hohe Kosten verursachen. In den ariden und halbariden Gebieten Afrikas wird noch mehr Kulturland verloren gehen. Hunger, Krankheiten und Armut werden in diesen heute schon stark betroffenen Gebieten noch weiter ausbreiten.

Andererseits führt der Klimawandel dazu, dass der Energie bedarf zu Heizzwecken in einigen Regionen reduziert wird. Längere Vegetationsperioden werden die Ernteerträge in diesen Gebieten anwachsen lassen. Das schmelzende Meereis macht Transportwege frei, was zu geringeren Transportkosten führen wird. In einigen Gebieten werden sich die Vor- und Nachteile der Klimaentwicklung voraussichtlich die "Waage" halten. Wohlhabende Menschen und Staaten werden sich der Entwicklung anpassen können. Arme Länder und Staaten werden unter noch grösseren Druck geraten.

Es ist möglich, dass sich Staaten, welche sich von der Klimaentwicklung mehr Nutzen als Schaden versprechen, ihre Klimapolitik nach diesen Gesichtspunkten gestalten werden und sich nicht mit dem notwendigen Nachdruck für Verhaltensänderungen zum Beispiel beim Kohlendioxid-Ausstoss einsetzen werden.

Einen "Vorgeschmack" auf das politische "Seilziehen" gaben die Beratungen zum zweiten Bericht des IPCC in Brüssel. Länder wie Saudi-Arabien oder China haben sich zu den Ergebnissen des Berichts äusserst kritisch geäussert. In den USA hat offenbar ein Umdenken in Bezug auf die Einschätzung des Klimawandels stattgefunden. Die Vertreter der USA haben sich in den Verhandlungen äusserst kooperativ verhalten.

RAOnline
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