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Das Ebola- und das Marburg Virus gehören beide zur Familie Filoviridae (Filovirus (RNA)).

Gegenwärtig sind 3 Antigenvarianten (Ebola-, Marburg-, und Restonvirus) bekannt. Eine der Varianten, Reston, scheint nur affenpathogen zu sein. Alle bisher bekannten humanen Infektionen mit dem Reston-Virus verliefen nichtpathogen.

Verbreitung: Humane Infektionen wurden in der Republik Kongo (früher Zaire), Sudan, Gabun und an der Elfenbeinküste beschrieben.

Infektionsweg

Die Übertragung der Infektion erfolgt hauptsächlich durch direkten, engen Kontakt von Mensch zu Mensch, wahrscheinlich über bluthaltige Körpersekrete. Auch nosokomiale Infektionen sind von Bedeutung.

Das Ebola-Virus unterscheidet sich von den meisten anderen Viren. Nach den letzten Erkenntnissen schädigt ein Glykoprotein der Virushülle Endothelzellen der Innenwand von Blutgefässen. Diese werden dadurch undicht. Bislang wurden drei Stämme mit extrem hoher Ansteckungsfähigkeit festgestellt; an zwei von ihnen können Menschen erkranken.

Die Übertragung erfolgt bei Körper- bzw. Hautkontakt mit Infizierten oder mit dem Leichnam eines an der Seuche Verstorbenen durch eine Schmierinfektion und verläuft beim Menschen nach Blutungen im Magen-Darm-Kanal und in der Lunge in 30 bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. übertragen werden kann Ebola ebenso, wenn bereits von anderen gebrauchte oder nicht sterile Spritzen oder andere medizinische Geräte verwendet werden.

Die Infektion breitet sich auf dem gesamten Organismus aus.

Dauer der Inkubation: 2 bis 21 Tage (nach anderen Quellen 3 bis 16 Tage)

Merkmale

Bei Ausbruch der Krankheit kommt es zu hohem Fieber, Bewusstseinstrübungen, Halsentzündungen, Geschwüren an Gaumen und Zahnfleisch, Hautausschlag, Kopf-, Muskel- und Bauchschmerzen sowie blutigem Durchfall, Übelkeit mit Erbrechen und Schleimhautblutungen.

Die Erkrankung beginnt mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Konjunktivitis, Pharyngitis und Nausea. Bei einigen Patienten kommt es zum Auftreten eines schuppenden, nicht juckenden, papulösen Exanthems.

Ab dem 5.-7. Krankheitstag sind bei einer Mehrzahl der Patienten Schleimhautblutungen (wie z.B. Blutungen aus dem Gastrointestinal- und Genitaltrakt), bisweilen auch Ekchymosen zu beobachten.

Relativ häufig ist Oligurie, Anurie bis hin zum Nierenversagen zu verzeichnen. Relativ häufig kommt es zum Auftreten von Enzephalitiden.

Ca. 50-80% der Patienten versterben unter dem Bild eines kardiopulmonalen Schocks. Die Letalität nimmt bei sekundären und tertiären Krankheitsfällen ab.

Therapie

Symptomatisch, derzeit ist keine kausale Therapie verfügbar.

Differentialdiagnose: Andere viral bedingte hämorrhagische Fieber, verursacht durch z.B. Marburg-Virus oder Lassa-Virus (Westafrika), Hanta-Virus; Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber.

Prophylaxe, Immunität: Vermeiden von engem Kontakt mit erkrankten Personen. Strikte Patientenisolierung (z.B. in einem Unterdruck-Patientenisolator), fachgerechte Entsorgung von kontaminiertem Patientenmaterial, um nosokomiale Infektionen zu vermeiden.

Chronik

Zum ersten Mal tauchte die Ebola-Seuche 1976 in den Äquatorialen Regionen auf: im südlichen Sudan und in den angrenzenden Gebieten des damaligen Zaires (heute Demokratische Republik Kongo).

Dann war eine lange Zeit von Ebola nichts mehr zu hören: Erst 1995 wieder im südlichen Sudan und in der Demokratischen Republik Kongo, 1997 in Gabun, und im Jahr 2000 starben im Norden von Uganda mindestens 170 Menschen.

Im Frühjahr 1999 fielen im Kongo mehr als 60 Menschen einer durch das Marburg-Virusausgelösten Epidemie zum Opfer. Im Jahr 2000 wurden etwa 100 Todesfälle registriert, die Dunkelziffer dürfte höher liegen.

Im Dezember 2001 schlug Ebola wieder zu. Im Gegensatz zu Gabun, wo 10 Menschen an der Infektionskrankheit gestorben waren, bestritten die Behörden im Kongo einen Ebola-Ausbruch. Dort waren aber 28 Menschen an einem für Ebola typischen Fieber mit inneren Blutungen verstorben, 55 weitere hatten sich infiziert.

1999 wurden in der Zentralafrikanischen Republik Ebola-Viren bei sechs Nagetierarten und einer Spitzmausart nachgewiesen, die auch als Überträger angesehen werden können.

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