Wildtiere
end
Wildtiere Wolf Schweiz
Wölfe verfügen über eine grosse Mobilität
Wolf M75 auf seiner Wanderschaft durch die Ostschweiz 2015
Die Wölfe M89 und M99 auf grosser Wanderschaft 2019
Der Wolf M109 vom Tessin ins Appenzellerland 2019
Der Wolf M135 umgeht den Ballungsraum Zürich 2020
Wildtiere Informationen
Weitere Informationen
Thema: Wildtiere
vorangehende Seiteend
Wildtiere: Wolf
Wölfe verfügen über eine grosse Mobilität
Der Wolf M75 auf seiner langen Wanderschaft

Wölfe legen während ihren Streifzügen teilweise sehr grosse Wegstrecken zurück. Im Ausland konnten Wanderungen von wesentlich mehr als 1'000 km nachgewiesen werden.

Der männliche Wolf M75, welcher aus einer italienischen Population stammt, hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2017 die ganze Schweiz von der Südgrenze bis an die Nordgrenze als Einzelgänger durchquert.

Zwischen dem 21. Januar und dem 8. Februar 2017 hat der Wolf M75 im Bergell, in der Leventina (Kanton Tessin) und im Misox (Kanton Graubünden) mehr als 40 Schafe gerissen. Gestützt auf Art. 9bis der eidgenössischen Jagdverordnung haben die Kantone Graubünden und Tessin eine Abschussbewilligung für den Wolf M75 beim Bundesamt für Umwelt beantragt und am 22. März 2017 in gegenseitiger Absprache eine Abschussverfügung erlassen. Die beiden Kantone Tessin und Graubünden haben in gegenseitiger Absprache eine Abschussverfügung für den Wolf M75 erlassen. Diese ist auf 60 Tage befristet. Die 60 Tage gültige Abschussverfügung gilt nur für den bewilligten Abschussperimeter.

Auf seinem Streifzug in die Nordostschweiz hat sich M75 relativ schnell fortbewegt. Falls sich der Wolf aus dem Abschussperimeter absetzt, kann ein Abschuss von den Behörden nicht vollzogen werden.

Die Calanda-Wölfe auf Wanderschaft

Am 22. Juni 2015 wurde ein überfahrener Wolf an der Autobahn A 5 südwestlich der Stadt Lahr im Ortenaukreis (Bundesland Baden-Württemberg / Deutschand) gefunden.

Proben wurden zur genetischen Analyse an das Senckenberg-Institut und an Gen-Labore in der Schweiz und Frankreich versandt. Das Forschungsinstitut Senckenberg ist ein auf Wölfe spezialisiertes Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin.

Das Forschungsinstitut Senckenberg identifizierten das Tier in einer erste DNA-Genuntersuchungen als einen Zuwanderer aus der alpinen Population. Das auf wildbilogische Fragen spezialisierte Institut in Lausanne (Schweiz) konnte nachweisen, dass das tote Tier aus der Calanda-Population stammt.

Im Alter von zehn Monaten bis zwei Jahren wandern die meisten Jungwölfe ab, um ein eigenes Rudel zu gründen. Finden sie kein geeignetes Revier in der Nähe, können sie über weite Strecken ziehen.

Hinweis:

Im Dezember 2015 wurde bei Merklingen der Bruder des Wolfs von Lahr tot aufgefunden.

Quelle: Text Baden-Württemberg , 7. Juli 2015
Thurgau - Zürich Indizien für eine Wolfspräsenz März 2017
Graubünden - Tessin Verfügung zum Abschuss eines Wolfes März 2017
Tessin Wolf in der Leventina Februar 2017

nach oben

Schweiz: Wolfsbeobachtungen ab 2008
Monitoring der Calandawölfe
RAOnline Wildtiere Startseite
top
vorangehende Seite