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Mit der Rakete SLS und der Raumkapsel «Orion» beginnt die NASA eine neue Phase der bemannten Raumfahrt. Die Raumkapsel Orion ist für bemannte Missionen zum Mond, zum Mars, zu Asteroiden und für Missionen in die Tiefen des Weltraums vorgesehen.

Die NASA hat mit ihren bemannten«Apollo»-Raumschiffen vor 40-45 Jahren den Mond erkundet.

Die Raumkapsel «Apollo 11» flog auf ihrer Reise zum Mond 383'000 km weit, «Apollo 13» 400'000 km weit.

1968 umkreiste das Raumschiff «Apollo 8» und kehrte, ohne auf dem Erdtrabanten zu landen, wieder auf die Erde zurück. 1969 setzte die Landefähre der Raumkapsel «Apollo 11» mit den Astronauten Neil Armstrong und Edwin "Buzz" Aldrin weich auf dem Mond auf. 1972 fand mit «Apollo 17» der letzte Besuch von Menschen auf dem Mond statt.

Ab 2009 begann die NASA, sich wieder intensiver mit dem Mond zu beschäftigen. Im Juni 2009 startete die NASA den Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida (U.S.A.).

Die unbemannte Sonde LRO hat den Mond mit sieben High-Tech-Instrumenten an Bord in 50 Kilometern Höhe ein Jahr lang umkreist. Ein besonderes Augenmerk wurde bei der LRO-Mission auf die unbeleuchtete Seite und die die beiden Polgebiete gerichtet. Noch immer wurden auf dem Mond im Gegensatz zum Mars keine Spuren von Wasser gefunden. Auf dem Mars wurden von der ESA im Kasei Valles und von der NASA am Fuss des Zentralberg "Aeolis Mons" ("Mount Sharp") im Anzeichen von Wasser gefunden.

Für zukünftige Astronauten wäre Wasser auf dem Mond ein Rohstoff von unschätzbarem Wert; man könnte sich die mühevolle und kostspielige Mitnahme von Wasser und Treibstoffen von der Erde ganz oder teilweise ersparen.

Das «Mars Science Laboratory Project MSL» ist eines der wissenschaftlichen Forschungsprojekte der U.S.-Raumfahrtbehörde NASA, um Informationen für einen künftigen bemannten Marsflug zu sammeln. Dieser Flug soll in den Dreissigerjahren dieses Jahrhunderts stattfinden.

Das Herzstück der der NASA (National Aeronautics and Space Administration)-Mission Mars Science Laboratory MSL ist das Mars-Auto "Curiosity Rover", ein mobiles Laboratorium. Das «Jet Propulsion Laboratory JPL» der NASA in Pasadena (Kalifornien, U.S.A.) hat den Marsrover «Curiosity» geplant und gebaut. Das JPL managt die beiden Projekte «Mars Science Laboratory MSL» und «Mars Reconnaissance Orbiter MRO». Der MRO umkreist den Mars in einer vorgegebenen Umlaufbahn.

Das «Space Launch System SLS» und der Raumtransporter «Orion» der NASA werden so gebaut, dass sie künftig Menschen von der Erde auf den Mars und wieder zurückbringen können. Eine Reise zum Mars wird auf dem Hinflug etwa 250 Tage, und auf dem Rückflug zirka 240 Tage dauern. Seit einigen Jahren beschäftigen sich daher Techniker, Naturwissenschaftler und Mediziner neben den technischen Aspekten dieser Reise auch die Problemen, welche während Personentransporten zum Mars entwickeln könnten.
Sie untersuchen auch wie sich Astronauten im Krankheits- oder Notfall versorgen können. Die Gruppendynamik und psychophysiologische Leitungsfähigkeit der Crew ist auch von grossem wissenschaftlichem Interesse.

2010 und 2011 hat die DLR für die ESA im Projekt «Mars500» einen 520 Tage dauernden Marsflug simuliert. Ähnliche Projekte treibt auch die NASA voran.

Quellen: NASA, ESA, DLR, Text: RAOnline

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