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EWS eröffnet Grossbatteriespeicheranlage in Ingenbohl (Kanton Schwyz) |
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EWS und MW Storage weihten am24. Mai 2024 den schweizweit grössten Batteriespeichers ein. Er stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Stabilisierung des Verteilnetzes dar und ist ein Vorbild für zukünftige Energiespeicherlösungen in der Schweiz. (siehe: Netzsicherheit).
Technische Daten und Einsatzmöglichkeiten
Der Batteriespeicher, bestehend aus mehreren Einheiten zweier Systemlieferanten, bietet eine Leistung von 28 Megawatt (MW). Die gespeicherte Energie kann rund 15'400 Computer für 12 Stunden betreiben oder 1'960 Elektroautos je 100 Kilometer weit fahren lassen.
Regelenergie: Kurzfristig Strom produzieren oder aufnehmen
Regelenergie ist entscheidend für die Übertragungsnetzbetreiberin Swissgrid, um die Netzfrequenz konstant bei 50 Hertz zu halten. Der Batteriespeicher in Ingenbohl kann kurzfristig Strom aufnehmen oder abgeben, um das Netz zu stabilisieren. Bei positiver Leistung wird Strom bereitgestellt, bei negativer Leistung wird Strom aufgenommen. Der Batteriespeicher steht der Swissgrid als Sicherheit zur Verfügung, um das Netz stabil zu halten.
Speicher zur Hälfte gefüllt für maximale Flexibilität
Der ideale Ladezustand des Energiespeichers beträgt 50 Prozent, um flexibel auf Netzanforderungen reagieren zu können. Der Speicher qualifiziert sich somit ideal für den Primär- und Sekundärregelleistungsmarkt von Swissgrid.
Erweiterung des bestehenden Batteriespeichers
Der 2019 gegründeten MW Storage gelang es, den Energiespeicher in Ingenbohl von 20 MW auf 28 MW zu erweitern. "Wir planen, finanzieren und bauen Grossspeicheranlagen in ganz Europa", sagt Marco Rüegg, CTO MW Storage. Der Hauptzweck ist die Stabilisierung des europäischen Stromnetzes, um Netzausfälle zu vermeiden.
Batteriespeicher als Teil eines grossen virtuellen Kraftwerks
CKW vermarktet den neuen Zusatzspeicher mit einem innovativen Marktmodell. Tiefe Strompreise werden genutzt, um den Speicher nachzuladen. Die seit 2020 agierende Grossbatterie wird durch Alpiq am Markt platziert. In beiden Fällen ist die Grossbatterie Bestandteil eines Netzwerkes an Kraftwerken, Verbrauchern und Batterien. MW Storage erzielt gute Gewinne und die Investoren freuts. Um den Investorenkreis zu öffnen, wurde kürzlich ein Investmentfonds geschaffen, mit dem qualifizierte Anleger Renditen ab 8% erzielen sollen.
Beteiligung der EWS AG
Die EWS AG war massgeblich an der Projektkoordination der Erweiterungsbaus beteiligt, einschließlich Planung, Bauleitung, Installation und Montage. Der Bereich Schaltanlagenbau fertigte die NS-Schaltanlage, während das Netzbauteam die Montage der Batterien, Wechselrichter und Trafos sowie die Verkabelung aller Anlagen vor Ort übernahm. Zusätzlich ist EWS verantwortlich für EWS AG MW Storage AG
MW Storage AG
Im Jahr 2019 in Zug gegründet, plant, finanziert und betreibt MW Storage industrielle Anlagen für die Energiespeicherung. Solche Batteriespeicher werden zur Stabilisierung des Stromnetzes und zum Verhindern von Blackouts eingesetzt.
Im Frühjahr 2020 startete der Bau des grössten Energiespeichers der Schweiz in Ingenbohl im Kanton Schwyz mit einer Leistung von 28 Megawatt. Ermöglicht wurde die erste Megabatterie von MW Storage durch die Schweizer Anlagestiftung Valyou sowie zwei Schweizer Kantonalbanken. Nebst der Schweiz betreibt MW Storage in Finnland zwei weitere Speichern mit 20MW und 13,4MW. Zwei Projekte mit je 20MW befinden sich in Bau und zwei weitere sind in Planung.
Porträt EWS AG
Die EWS AG versorgt seit 127 Jahren rund 24'000 Kunden mit Strom. EWS ist eine private Aktiengesellschaft mit der CKW AG als Mehrheitsaktionärin. Die Stromversorgung bildet das Kerngeschäft des Unternehmens. Gleichzeitig bietet EWS im gesamten Versorgungsgebiet umfassende Energie-, Netz-, Installations- und Kommunikationsdienstleistungen an. Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2022/23 betrug 99,7 Mio. CHF.
Das EWS-Versorgungsgebiet umfasst die Bezirke Gersau und Küssnacht a.R., die Gemeinden Ingenbohl, Morschach (Stoos), Oberiberg, Alpthal, Rothenthurm, Steinerberg, Arth (Rigi-Gebiet) sowie die angrenzenden Luzerner Seegemeinden Greppen, Weggis und Vitznau.
Seit 1896 ist das Unternehmen im inneren Teil des Kantons Schwyz verankert und beschäftigt über 180 Mitarbeitende. EWS bildet 25 Lernende in acht Berufen aus und ist damit eine der grössten Ausbildnerinnen der Region.
| Quelle:
Text EWS AG, 24. Mai 2024 |
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| Regelleistung bzw. Regelenergie |
| Als nationale Netzgesellschaft sorgt Swissgrid dauernd für einen diskriminierungsfreien, zuverlässigen und leistungsfähigen Betrieb des Übertragungsnetzes als wesentliche Grundlage für die sichere Versorgung der Schweiz (Art. 20 Abs. 1 StromVG). Dazu sind einerseits genügend Produktionskapazitäten für die Erzeugung elektrischer Energie und anderseits ein ausreichend dimensioniertes Übertragungs- und Verteilnetz für den Energietransport zum Endkunden notwendig.
Da man elektrische Energie im Stromnetz nicht speichern kann, muss die ins Netz eingespeiste Menge an Energie zu jedem Zeitpunkt mit jener Menge übereinstimmen, die aus dem Netz entnommen wird.
Trotz qualitativ hochwertiger Prognosen der Energieversorger für Produktion und Verbrauch ist eine exakte Planung dafür nicht möglich. Deshalb müssen auch kleinere Abweichungen von den Sollwerten kontinuierlich ausgeglichen werden. Dieser Ausgleich findet grösstenteils durch die Anpassung der Stromproduktion an den aktuellen Verbrauch statt. Dafür sind Kraftwerke notwendig, deren Produktion sich besonders gut regeln lässt. Swissgrid beschafft die dazu notwendige Regelleistung in einem marktorientierten, diskriminierungsfreien und transparenten Verfahren (Art.22 Abs. 1 StromVV).
(siehe: Regelenergie) |
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| Primär-, Sekundär- und Tertiärregelung |
Dabei wird im europäischen Verbundsystem bei einer Unausgeglichenheit dreistufig vorgegangen:
Mit der Primärregelung wird das Gleichgewicht innerhalb von Sekunden hergestellt.
Reicht dies nicht aus, wird nach fünf Minuten die Sekundärregelung abgerufen.
Bei Regelabweichungen länger als 15 Minuten wird die Sekundärregelung durch die Tertiärregelung abgelöst. Dabei erfolgt der Abruf der Primär- und Sekundärregelung automatisch, der Abruf der Tertiärregelung hingegen manuell. |
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