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Solarenergie Strom aus der Wüste - DESERTEC
Solarenergie Dii tritt in neue Phase ein 2014
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Strom aus der Wüste
DESERTEC Industrial Initiative
Strom aus der Wüste verbindet Europa mit der Arabischen Welt

Das DESERTEC-Konzept sieht vor, dass Solarkraftwerke in Nordafrika und im Mittleren Osten Strom nachhaltig und kosteneffizient für die Region selbst und für Europa liefern. Das internationale Projekt enerMENA (Energy in Middle East and North Africa) soll nun den Weg für die technische und sozioökonomische Umsetzung dieses Konzeptes ebnen. enerMENA startete am 10. Februar 2010 unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Almeria, Spanien.

In den kommenden zehn Jahren wird Wüstenstrom nach Europa fliessen

Sauberer Strom aus den Wüsten wird schon bald in immer grösserem Masse zur Energieversorgung der Menschen in Nordafrika und dem Nahen Osten beitragen. Und auch nach Europa wird Strom aus Solar- und Windenergie in den Wüsten schon innerhalb des kommenden Jahrzehnts fliessen. Auf diese Weise wird er dazu beitragen, dass alle 27 EU-Staaten bis zum Jahr 2020 ihre ehrgeizigen Erneuerbare-Energien-Ziele erreichen können. "Auf Basis von Respekt, Partnerschaft und Zusammenarbeit kann ein für alle Seiten nutzbringendes Zeitalter der nachhaltigen Energieversorgung beginnen.

Nun wollen wir zeigen, wie die Desertec-Vision der Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien für Nordafrika, den Nahen und Mittleren Osten und Europa partnerschaftlich in konkrete, umsetzbare Schritte und Projekte zu überführt werden kann", sagte Dii-CEO Paul van Son anlässlich der ersten Dii-Jahreskonferenz in Barcelona im Jahr 2010.

Rund 300 Teilnehmer aus den arabischen Ländern und Europa nutzen die erste Dii-Jahreskonferenz heute und morgen als umfassende Bestandsaufnahme zum Thema Strom aus der Wüste. Die Anwesenheit von Regierungs- und Unternehmensrepräsentanten aus potenziellen Stromerzeugungsländern wie Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten belegt das starke Interesse in Nordafrika an den Erneuerbaren Energien.

Stromerzeugung in Wüsten:

An welchen Standorten kann in Wüstenregionen mit welcher Technologie und zu welchen Kosten Strom aus Sonne und Wind erzeugt werden? Dies sind die Schlüsselfragen im Bereich der Stromerzeugung (Power Generation), die internationale Experten aus Wirtschaft und Forschung diskutieren. Auf Basis geowissenschaftlicher Analysen müssen die in Frage kommenden Standorte gefunden, die bestgeeigneten Technologien, etwa Solarthermie oder Fotovoltaik, identifiziert und die zu erwartenden Stromgestehungskosten errechnet werden. Auch die Möglichkeiten zur Kostensenkung bei der Stromerzeugung sind hier ein wichtiger Baustein.

Stromübertragung zu lokalen und weit entfernten Verbrauchszentren:

Auch bei den Fragen des Stromtransport von den Erzeugungsstandorten zu den Verbrauchszentrum sind viele technische wie auch ökonomische Aspekte zu klären. Existierende Stromnetze müssen auf ihre Zukunftsfähigkeit hin untersucht, Engpässe identifiziert und die optimalen Übertragungstechnologien ausgewählt werden werden. Die Dii wird im Rahmen ihrer Arbeit bis 2012 auch Szenarien für die Gestaltung der Stromnetze und dazugehörige Investitionsvorschläge vorlegen. Von besonderer Bedeutung wird dabei eine enge Kooperation zwischen Dii und MEDGRID/Transgreen sein. Dieses internationale Industriekonsortium soll im November in Paris gegründet werden und einen integrierten Masterplan für ein leistungsfähiges Stromnetz im Mittelmeer entwickeln. Über dieses Netz sollen dann im Rahmen des Mittelmeer-Solarplans (MSP) auch bis zu fünf Gigawatt von Afrika nach Europa transportiert werden können.

Entwicklung der Strommärkte:

Im Mittelpunkt der Marktanalysen steht die Frage, wie beim Strom aus der Wüste die Lücke zwischen den Kosten und den zu erwarteten Einnahmen im Zeitverlauf überbrückt werden kann. Die Analyse des Marktpotenzials ist dabei ebenso wichtig wie die Frage, wer als künftiger Abnehmer des Stroms in Frage kommt. Um Wüstenstrom mittelfristig marktfähig zu machen, müssen Stimulierungsmechanismen untersucht und verglichen werden. Hierbei wäre insbesondere ein europaweit einheitlicher Einspeisetarif für nordafrikanische Solar- und Windenergie ein wichtiges Instrument. Die in Europa erzielbaren Vergütungen etwa für Solarstrom könnten auf diese Weise auch als Finanzierungshebel für mehr Investitionen in den Nordafrika wirken.

Ökonomisches und soziales Entwicklungspotenzial für die MENA-Region:

Entscheidender Erfolgsfaktor für die Umsetzung der Desertec-Vision wird auch die Analyse und Vermittlung des Nutzens sein, den die potenziellen Produzenten des Stroms aus der Wüste haben werden. Dazu müssen beispielsweise die volkswirtschaftlichen Effekte der zu erwartenden Investitionen ermittelt werden. Die lokale Wertschöpfung von Desertec muss sichtbar werden, etwa durch die Entwicklung von Industrien vor Ort, durch Schaffung von Arbeitsplätzen und durch Wissenstransfer.

Politisch-regulatorisches Umfeld:

Das politisch-regulatorische Umfeld ist ein weiterer entscheidender Faktor für die Umsetzung der Desertec-Vision. So liefert die EU-Direktive zur Förderung Erneuerbarer Energien bereits die entscheidende Grundlage für die Integration von Strom aus der Wüste. Die Direktive ermöglicht erneuerbare Stromimporte aus Nicht-EU-Staaten, welche dann innerhalb der EU verbraucht werden müssen. "Die EU-Richtlinie zur Förderung von Erneuerbaren Energien ist ein wichtiger regulatorischer Hebel, um die Vision vom Strom aus der Wüste entscheidend voran zu bringen", sagt Paul van Son, CEO der Industrieinitiative Dii.

Quelle: Text dii-eumen, Oktober 2010

DESERTEC Industrial Initiative

Ziel der Dii ist die schrittweise Umsetzung der Desertec-Vision. Diese Vision beschreibt die Perspektiven der Energieversorgung für Europa, den Nahen Osten und Nordafrika mit Sonnen-und Windenergie aus den Wüsten. Als langfristiges Ziel wird angestrebt, einen erheblichen Anteil des Strombedarfs der Erzeugerländer (MENA) und einen Anteil von bis zu 15 % des europäischen Strombedarfs im Jahr 2050 zu produzieren.

Über die Dii

Die Dii ist eine internationales Konsortium, das im Juli 2009 als "Desertec Industrial Initiative" ins Leben gerufen wurde.

Am 30. Oktober 2009 erfolgte die Gründung der Dii GmbH nach deutschem Recht.

Gesellschafter der Dii sind (Stand Februar 2011):

ABB | Abengoa Solar | Cevital | DESERTEC Foundation | Deutsche Bank | Enel Green Power | E.ON HSH Nordbank | Flagsol| Munich Re | M+W Group | NAREVA Holding | Red Eléctrica de España RWE | Saint-Gobain Solar | SCHOTT Solar | Siemens | TERNA (Italien) | UniCredit

Die Dii wird zusätzlich von einer Vielzahl von Assoziierten Partnern getragen. Weitere Unternehmen aus dem Mittelmeerraum werden sich der Initiative anschliessen, wodurch sowohl der Gesellschafterkreis wie auch das Partnernetzwerk eine noch breitere Basis erhalten.

Assoziierte Partner der Dii:

3M | AGC | Audi | BASF | BearingPoint | Bilfinger Berger | Bosch Rexroth | Commerzbank | Concentrix Solar Conergy | Deloitte | Evonik Industries | FCC Energía | First Solar | FLABEG | Fraunhofer Gesellschaft | GL GARRAD HASSAN | HSBC | IBM | ILF Consulting Engineers | Italgen | KAEFER | Lahmeyer International Maurisolaire | Max-Planck-Gesellschaft | Morgan Stanley | NUR ENERGIE | OMV | Schoeller Renewables SMA Solar Technology | TERNA ENERGY (Griechenland) | TÜV SÜD

Dii und die DESERTEC Foundation

Die Industrieinitiative Dii (www.dii-eumena.com) widmet sich der Umsetzung der Desertec-Vision für die EUMENA-Region (Europe, Middle East, North Africa). Die DESERTEC Foundation (www.desertec.org) handelt als weltweiter Förderer des Desertec-Konzepts.

DESERTEC Kernziele

- Entwicklung von technischen, ökonomischen, politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, die Investitionen in erneuerbare Energie und miteinander verbundende Stromnetze möglich machen.

- Planung von Referenzprojekten zur Demonstration der Machbarkeit.

- Entwicklung eines langfristigen Umsetzungsplans bis zum Jahr 2050 inklusive Investitions- und Finanzierungsempfehlungen.

Technologie

Der Fokus unserer Arbeit liegt allgemein auf der Stromerzeugung aus Sonnen-und Windenergie in den Wüsten. Die Dii wird objektiv alle erprobten Technologien prüfen, die zur Stromerzeugung und -übertragung in Betracht kommen.

Zusammenarbeit

Die Dii strebt jede Art von Zusammenarbeit mit anderen politischen, institutionellen oder industriellen Initiativen an, die ähnliche Ziele verfolgen. Als Beispiele seien der Mittelmeer-Solarplan (MSP) der Europäischen Union, das Konsortium Medgrid oder der Clean Technology Fund (CTF) der Weltbank genannt.

Quelle: Text DESERTEC Industrial Initiative Dii,Februar 2011

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