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| Die Römer im Alpenraum |
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Zur Versorgung seiner Truppen und seiner Zivilbevölkerung bauten die Römer ein ausgedehntes Strassennetz in der Alpenregion. Dabei wurden der Grosse St. Bernhardpass von Aosta (Augusta Pretoria), der Septimerpass bzw. der Julierpass von Como (Comum), der Simplonpass von Mailand / Milano (Mediolanum) und der Reschen- bzw. Brennerpass von Verona bzw. Trient / Trento (Tridentum) aus bevorzugt für Transporte von Norditalien nach Augsburg genutzt.
Augusta Raurica bietet über 20 Sehenswürdigkeiten, darunter u.a. das besterhaltene antike Theater nördlich der Alpen. Zu ihrer Blütezeit lebten in der einstigen Grossstadt etwa 20'000 Menschen.
In Martigny im Wallis ist heute aus der Römerzeit einzig noch das Amphitheater sichtbar. Das Bauwerk wurde wahrscheinlich zu Beginn des 2. Jahrhundert n. Chr. auf Anordnung den römischen Kaiser Trajan erbaut. Um 57. v. Chr. kämpften die damals hier ansässigen Kelten mit den Römern. Die Römer besiegten das keltischstämmige Heer. Im Jahr 47 n. Chr. erhielt die Siedlung den Namen Forum Claudii Vallensium. Im 4. Jahrhundert n. Chr. wurde die antike Stadt von den Römern aufgegeben. Eine Siedlung in unmittelbarer Nähe erhielt den Namen Matiniacum.
Die Römerzeit in der Schweiz wird zwischen dem 1. Jahrhundert vor Christus bis zum 5. Jahrhundert nach Christus datiert.
Die Römer übernahmen zwischen dem 1. Jhd. v. Chr. und dem 1. Jhd. n. Chr. schrittweise die Herrschaft über die Gebiete in der heutigen Schweiz. In entscheidender Weise trug zu dieser Eroberung der Alpenfeldzug des Kaisers Augustus bei. Der zentrale Alpenraum wurde erst durch die Feldzüge der beiden römischen Heeresführer Drusus und Tiberius, einem Brüderpaar, in das von den Römern beherrschte Gebiet eingegliedert.
Tiberius stiess über den Julierpass (Kanton Graubünden) nach Norden vor. Drusus marschierte mit seinen Soldaten durch das Etschtal (Valle dell'Adige, Südtirol, Italien) über den Brenner (Grenze Tirol, Österreich, und Italien, Autonome Provinz Bozen) zum Inntal (Tirol, Österreich) vor.
Der Alpenfeldzug dauerte vom 15. Jhd. v. Chr. bis zum 5. Jhd. nach Christus.
Zeugen dieses Feldzuges wurden in Bondo (Val Bregaglia, Kanton Graubünden), Savognin (Surses, Kanton Graubünden) und Tiefencastel (Albualtal, Kanton Graubünden) gefunden.
Tiberius war der Stiefsohn des Kaisers Octavian alias Augustus. Tiberius wurde im 14. Jhd. n. Chr. unter dem Namen Tiberius Iulius Caesar zum römischen Kaiser.
Beim Alpenfeldzug musste sich das römische Heer gegen die im Gebiet lebenden keltischen und rätischen Stämme durchsetzen. Die Römer hatten nicht die Absicht, dem Alpenraum militärische zu besetzen. Das Ziel des Feldzuges war es, den römische Machtanspruch am Rheinknie durchzusetzen und zu zu bekräftigen. Gleichzeit konnten sie auch die lästigen Überfälle der Alpenvölker auf die römischen Warentransporte vermindern.
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Während des Alpenfeldzugs von Kaiser Augustus im Jahr 15 v. Chr. errichteten römische Soldaten in Vindonissa (heute Windisch im Kanton Aargau) einen Militärposten, der später unter Kaiser Tiberius (14. Jhd. n. Chr. bis 37. Jhd. n. Chr.) zu einem Legionslager ausgebaut wurde. In diesem Lager lebten zeitweise 5'000-6'000 Soldaten zusammen mit ihren Angehörigen und Bediensteten. Dieses Legionslager wurden von Süden her mit Nachschlub versorgt. Die Versorgungsrouten durch die Alpen werden durch römische Soldaten, welche in Feldlagern untergebracht waren, geschützt. In diesen Feldlagern waren mehrere hundert Soldaten stationiert. Die Umrisse eines dieser Feldlager kann man aus der Luft auf dem Septimerpass erkennen.
Augusta Vindelicum (Augsburg) war, nachdem der Süden des heutigen Deutschlands von den Römern erobert und besetzt wurde, zum Hauptort der römischen Provinz Rätia, zu welcher auch die Städte Bregenz (Brigantium) und Chur (Curia) gehörten.
Avenches (Aventicum), Windisch (Vindonissa)und Augst (Augusta Raurica) gehörten zur Provinz Germania Superior und Martigny (Claudii Vallensium) zur Provinz Alpes Graiae Poeninae.
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| Text: RAOnline |
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