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Erdkunde-Geografie Pitcairn (Ozeanien)
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Pitcairn - Inselstaat im Pazifik

Pitcairn gehört politisch zu Grossbritannien. Pitcairn ist somit Teil der Europäischen Union. Pitcairn wird von Grossbritannen den Britischen Überseeterritorien (UK Overseas Territories) zugeordnet. Bürger von Pitcairn besitzen eine britischen Pass (European Union - United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland).Mit dem von Grossbritannien beschlossenen Austritt aus der Europäischen Union werden sich für Pitcairn ebenfalls einige gesetzliche Voraussetzungen ändern.

Das britische Hochkommissariat (British High Commission) in Wellington (Neuseeland) und das britische Generalkonsulat ( British Consulate General ) in Auckland (Neuseeland) vertreten die Interessen des Vereinigten Königreichs auch in Pitcairn und Samoa. Pitcairn wird von Neuseeland aus von einem britischen Gouverneur (Governor) regiert. Auf der Insel Pitcairn wurde ein Stellvertreter (Deputy Governor) mit den Amtsgeschäften wie der Visaerteilungen oder Einwanderungsangelegenheiten usw. betraut.

Die Pitcairn Inseln

Pitcairn ist eine Vulkaninsel mit einer Küstenlänge von 9,6 km. Die längste Strecke von Küsten zu Küste quer durch die Insel misst 4 km. Pitcairn ist 3,2 km lang und 1,6 km breit. Die Hauptinsel liegt etwa 2'300 km ostsüdöstlich von Tahiti in Französisch Polynesien. Panama in Zentralamerika ist rund 6'600 km und Auckland in Neuseeland rund 5'310 km entfernt.

Pitcairn wurde 1767 durch den Sohn des britischen Marinemajors Pitcairn entdeckt. Die Entdecker auf dem Schiff der königlich britschen Marine «H.M.S. Swallow» konnten allerdings im Juli 1767 nicht an Land gehen, weil die Brandung ein Anlegen der Beiboote verhinderte.

Zur Gruppe der Pitcairninseln gehören die Vulkaninsel Pitcairn, die beiden Inselatolle Ducie und Oeno sowie die Koralleninsel Henderson.

Henderson befindet sich seit 1988 auf der Liste der UNESCO Welterbestätten. Henderson besitzt eine Fläche von 37 km2 und erhebt sich 30 m über den Meeresspiegel. Die Insel wurde 1824 durch Kapitän Henderson auf der Fahrt mit seinem Schiff «Hercules» entdeckt. Auf Henderson wachsen 73 Pflanzenarten, davon sind 9 Pflanzen endemisch. Die 4 Vogelarten (darunter eine Tauben- und eine Papageienart), welche auf der Insel leben, sind weltweit einzigartig. Die Insel wurde schon vor langer Zeit von den Polynesiern besiedelt. Trotzdem konnte sich die Natur weitgehend unberührt entwickelt.

Die rund 480 km westlich von Henderson gelegene Insel Ducie wurde 1791 durch die Besatzung des Schiffs «H.M.S. Pandora» der königlich britschen Marine entdeckt. Die «H.M.S. Pandora» war auf der Suche nach den Überlebenden des königlich britschen Kriegschiffs «H.M.A.S. Bounty». Die Insel Ducie ist ein Atoll , welches nur 6 m über den Meeresspiegel reicht. Auf Ducie gibt es wenig Bäume, kein Unterwuchs, sehr wenig Humus und kein Süsswasser. Ducie ist ein Brutplatz für pazifische Vogelarten. Auch Eidechsen leben auf dem Eiland. 1997 wurden die Ratten durch Menschen aus Naturschutzgründen gezielt ausgerottet. Die Ratten hatten als gefürchtete Nesträuber dem Vogelbestand grossen Schaden zugefügt.

Das Inselatoll Oeno liegt etwa 120 km nordnordwestlich von Pitcairn. Oeno wurde ebenfalls von 1824 von Kapitän Henderson entdeckt. Die Insel ist nach dem amerikanischen Walfänger Oeno benannt, welcher die kleine Insel von Bord des Schiffs «Hercules» aus als erster gesichtet hatte. Oeno liegt in der Lagune innerhalb eines Korallenrings, welcher von Stränden mit feinem Sand gesäumt wird. Seit Generationen dient Oeno den Einwohnern der einzig bewohnten Insel Pitcairn als Ausflugsziel für einen Badeplausch. Die Vulkaninsel Pitcairn verfügt über keine eigenen Sandstrände. Die Einfahrt in die geschützte Oeno-Lagune verlangt von den Bootsführern einiges an nautischem Wissen und viel Geschick. Im Zufahrtskanal befinden sich Korallenbänke. Auf Oeno wurden 1997 die Ratten aus ökologischen Gründen ebenfalls vernichtet. Oeno bleibt so ein Vogelparadies mit Zukunft.

Am 23. Januar 1790 sank das Schiff der königlichen Kriegsmarine «H.M.A.V. Bounty» vor der Nordostküste von Pitcairn. Abkömmlinge der Bounty-Besatzung leben immer noch unter den Namen Young, Adams, Christian auf Pitcairn.

Pitkern ist eine Sprache, welche nicht nur auf Pitcairn sondern auch auf den Norfolk Inseln vor Australien und in einigen pazifischen Aussiedlergemeinschaften in Neuseeland gesprochen wird. Pitkern hat einen englischen Sprachstamm und enthält auch Elemente aus der kreolischen und schottischen Sprache. Die Kultur (Tapa-Weberei, Holzschnitzereien, Malerei) wird durch polynesische Einflüsse geprägt.

Die Inseladministration von Pitcairn wird vom Deputy Governor der britischen Krone geleitet. Die Administation betreibt auf der Insel das Pitcairn Island Office und ein Government Treasury Office, welches die Geldgeschäfte erledigt. Die Einnahmen von Pitcairn stammen auch aus dem Geschäft mit einheimischen Münzen und Briefmarken.

Die Bevölkerung auf Pitcairn schwankte in den letzten beiden Jahrzehnten zwischen 45 und 65 Einwohnern. 2013 lebten 52 Menschen (davon 8 Kinder) auf der Insel.

Auf der Insel gibt es einen Laden, welche die wichtigsten Waren für den täglichen Bedarf anbietet. Die meisten Häuser sind in Privatbesitz. Die Inselbewohner sind über Neuseeland an das internationale Telefonnetz und das Internet angeschlossen. Ein Mobilnetz gibt es auf Pitcairn nicht. Wer sich auf der Insel Pitcairn niederlassen will, muss zuerst eine Aufenthaltsbewilligung beim Deputy Governor beantragen. Die Neuankömmlinge müssen in der Regel ein eigenes Haus bauen, da die übrigen Inselhäuser nicht auf dem Immobilienmarkt verfügbar sind. Das Grundstück wird von der Inselregierung gebührenfrei mit einem Pachtvertrag abgegeben.

Auf der Insel leben auch Bauhandwerker, welche in der Lage sind, ein neues Haus zu bauen.

Die Schule heisst «Pulau School» (Inselschule) und bietet einen Vorschul- und Primarschulunterricht an. Die ausgebildeten Lehrpersonen werden jeweils für ein Jahr verpflichtet.

Alle 3 Monate beliefert ein von der Inselregierung gechartertes Boot Pitcairn mit den notwendigen Gütern. Das Schiff versieht auch den Liniendienst für Passagiere und läuft die Insel alle paar Tage an. Die Insel verfügt über keinen Flugplatz. Individualtouristen erreichen die Insel meistens über die Insel Mangareva, welche in der Inselgruppe Gambier (Französisch Polynesien) liegt. Die Fluggesellschaft «Air Tahiti» fliegt einmal pro Woche von Papetee (Tahiti, Französisch Polynesien) nach Mangarewa (Gambier Inseln). Die Touristen wohnen auf der Insel Pitcairn in Privathaushalten oder in gemieteten Bungalows, weil es auf Pitcairn kein Hotel und kein Gasthaus gibt.

In Pitcairn herrscht ein subtropisches Klima. In der Regel erreichen die tropischen Zyklone die Insel nicht. Die Auswirkungen des Klimawandels haben auch Pitcairn erreicht. Die immer häufiger ausbleibenden Regenfälle stellen die Inselbevölkerungen vor grosse Herausforderungen. Die geringeren Niederschläge beeinflussen die Wasserversorgung, die Ernteerträge und können auch Waldbrände begünstigen. Die Stärke der Stürm im Pazifischen Ozean nimmt zu. Die Brandungswellen, welche durch die starken Winde angetrieben werden, nagen am vulkanischen Gestein entlang der Küstenlinie der Insel. An einigen Stellen musste daher der Erosionsschutz verstärkt werden.

Quelle: Pitcairn Tourism 2017
Text: RAOnline
Pitcairn (Südpazifik) Neue Einblicke zum Plattenrecycling der Erde

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