Klimawandel - Climate Change
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Klimakonferenz-COP30 Belém 2025
COP30 Erreichte Ziele
COP30 PIK: Statement zum Abschluss der COP30
Beiträge für die COP30
"Neue Realität" als die Welt den ersten Klimakipppunkt erreicht
WMO Global Climate Update 2025 Bericht über den Zustand des globalen Klimas
PIK Natürliche Kohlendioxid-Senken unter Druck und weitere neue Erkenntnisse aus der Klimaforschung
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UNO Klimakonferenz-COP30 Belém (Brasilien) 2025
Die Weltklimakonferenz COP30 fand vom 10. November 2025 bis zum 22. November 2025 in Belém (Brasilien) statt.
Die Weltklimakonferenz COP (UN Framework Convention on Climate Change Conference of the Parties) ist die grösste zwischenstaatliche Konferenz für Klimafragen.
COP30: Keine Einigung auf Fahrplan zur Abkehrvon Öl und Gas

Die 30. UN-Klimakonferenz (COP30) in Belém (Brasilien) ist am 22. November 2025 zu Ende gegangen. Die 194 Vertragsstaaten haben die eingegangenen nationalen Klimaziele zur Reduktion der Treibhausgase diskutiert sowie Massnahmen, um die Umsetzung des Klimaschutzes zu beschleunigen und die Lücke zum 1,5-Grad-Ziel zu schliessen. Trotz intensiver Verhandlungen konnten sich die Länder nicht auf einen Fahrplan für den globalen Ausstieg aus den fossilenEnergieträgern Öl, Kohle und Gas einigen. Die Schweiz bedauert dies. Fortschritte wurden im Bereich der Klimafinanzierung erzielt.

Am 22. November 2025 ist die 30. UN-Klimakonferenz unter dem Übereinkommen von Paris (COP30) in Belém (Brasilien) zu Ende gegangen. Das Übereinkommen von Paris verpflichtet alle Staaten, ab 2020 konkrete Schritte zur Verminderung ihrer Treibhausgasemissionen zu unternehmen, um die weltweite Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Bemühungen zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

An der COP30 hätte ein Fahrplan für den globalen Ausstieg von Öl, Kohle und Gas erarbeiten werden sollen, wie bei der COP28 in Dubai bekräftigt worden war. Trotz intensiver Verhandlungen kam jedoch keine Einigung zustande. Insbesondere ölproduzierende Länder wie Saudi-Arabien und Russland sowie China und Indien lehnten eine entsprechende Roadmap ab. Die Schweiz bedauert dies. Sie hatte sich in den Verhandlungen für einen solchen Fahrplan eingesetzt. Stattdessen wurden zwei neue Massnahmen beschlossen, die eine schnellere Umsetzung der nationalen Klimaziele ermöglichen sollen, vor allem durch verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Staaten.
Die Vertragsstaaten einigten sich zudem darauf, die finanzielle Unterstützung für Anpassungsmassnahmen an den Klimawandel für Entwicklungsländer bis 2035 zu verdreifachen.

Source: Quelle BAFU, 23. November 2025
PIK: Statement zum Abschluss der COP30

In den vergangenen zwei Wochen haben rund 50'000 Menschen aus aller Welt am UN-Klimagipfel COP30 im brasilianischen Belém teilgenommen. Zu den zentralen Themen zählten die Einhaltung der 1,5-°C-Grenze, die Umsetzung nationaler Klimapläne (NDCs), ein besserer Schutz der Regenwälder, Klimafinanzierung sowie eine stärkere Zusammenarbeit bei der Klimaanpassung. Hier erläutern die wissenschaftlichen Direktoren des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Johan Rockström und Ottmar Edenhofer, ihre Einschätzung zum Ausgang der Konferenz.

Zehn Jahre nach Paris wurde die COP30 als Gipfel der 'Wahrheit und Umsetzung' ausgerufen. Wissenschaftlich gesehen wäre das genau richtig gewesen. Doch die in Belém versammelten Staats- und Regierungschefs sind dieser Aufgabe nicht gerecht geworden. Die 'Wahrheit' ist: Unsere einzige Chance, 1,5 °C in Reichweite zu halten, besteht darin, die globale Emissionskurve 2026 zu brechen und die Emissionen anschliessend jedes Jahr um mindestens 5 Prozent zu senken. 'Umsetzung' hätte konkrete Fahrpläne für den beschleunigten Ausstieg aus fossilen Energien und für den Schutz der Natur erfordert. Beides blieb aus, und das trotz einer engagierten, wissenschaftsorientierten und umsichtig agierenden brasilianischen Präsidentschaft. Falsche Hoffnung ist das Letzte, was die Welt in dieser Phase hoher Risiken braucht. In nur fünf bis zehn Jahren werden wir voraussichtlich die 1,5°C-Grenze überschreiten mit gravierenden Folgen für Milliarden Menschen, die unter zunehmenden Wetterextremen leiden, und mit Blick auf mögliche Kipppunkte, etwa im Amazonasgebiet oder in den tropischen Korallenriffen.

Leider setzt die COP30 die Entwicklung der vergangenen Jahre fort und nährt erneut falsche Hoffnungen. Was wir brauchen, ist echte Umsetzung: ein glaubwürdiger Plan mit wirksamen Politiken und Regulierungen, beginnend mit einem beschleunigten, geordneten und gerechten Ausstieg aus fossilen Energien. Das wäre echte Hoffnung."

Ottmar Edenhofer, Klimaökonom und PIK-Direktor:

"Die COP30 ist nicht von wegweisenden Beschlüssen geprägt. Die Staaten versprechen zu wenig und selbst diese Zusagen werden nicht eingelöst. Die klaren Botschaften des Weltklimarats (IPCC) dringen offensichtlich nicht ausreichend durch. Und erneut wurde das auf der COP28 vereinbarte Ziel, den Ausstieg aus den fossilen Energien einzuleiten, im Verhandlungstext nicht weiterentwickelt. Dennoch hat die COP30 das Potenzial, sich stärker zu einer Plattform für neue klimapolitische Initiativen zu entwickeln. In Belém wurde etwa diskutiert, wie der Luft- und Seeverkehr besteuert werden könnte. Die Debatte über Klimazölle war kontrovers, hat aber die Verbindung zwischen Klima- und Handelspolitik deutlich gemacht. Eine grosse Initiative zur Finanzierung des globalen Regenwaldschutzes wurde gestartet, und minilaterale Ansätze, etwa zwischen China und der EU zur Finanzierung von Emissionsminderungen, rücken als Zukunftsoption in den Blick. Auch wenn viele dieser Ansätze noch mit Problemen behaftet sind, bleibt es wichtig, dass die COP ein Ort bleibt, an dem neue Klimaschutzinitiativen angestossen und weiterentwickelt werden."

Source: Quelle PIK, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, 23. November 2025
"Neue Realität" als die Welt den ersten Klimakipppunkt erreicht

Mit Ministern, die sich vor dem COP30-Gipfel treffen, stellt der zweite Global Tipping Points Report fest, dass Warmwasser-Korallenriffe - von denen fast eine Milliarde Menschen und ein Viertel des gesamten Meereslebens abhängig sind - ihren Wendepunkt überschreiten. Ein weit verbreitetes Absterben findet statt und - wenn die globale Erwärmung nicht rückgängig gemacht wird - werden ausgedehnte Riffe, wie wir sie kennen, verloren gehen, obwohl kleine Zufluchtsorte überleben und geschützt werden müssen.

Quelle: Text University of Exeter, 12. Oktober 2025
"Neue Realität" als die Welt den ersten Klimakipppunkt erreicht
WMO Global Climate Update 2025
Bericht über den Zustand des globalen Klimas

Die letzten 11 Jahre, 2015 bis 2025, werden einzeln die elf wärmsten Jahre in der 176-jährigen Beobachtungsbilanz gewesen sein, wobei die letzten drei Jahre die drei wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen waren. Die mittlere Temperatur bei näherer Oberfläche lag im Januar-August 2025 bei 1,42 °C ± 0,12 °C über dem vorindustriellen Durchschnitt, so der WMO-Bericht «State of the Global Climate Update 2025».

Quelle: Text WMO, 12. Oktober 2025
WMO Global Climate Update 2025 Bericht über den Zustand des globalen Klimas - Update for COP30
Natürliche Kohlendioxid-Senken unter Druck
und weitere neue Erkenntnisse aus der Klimaforschung

Die natürlichen Kohlendioxid-Senken der Erde nehmen deutlich weniger Emissionen auf als bislang erwartet, da der Klimawandel ihre Speicherkapazität geschwächt hat. Die globalen Klimaziele könnten laut dem Report "10 New Insights in Climate Science" erhebliche Rückschläge erfahren, da Wälder, Böden und Ozeane als Kohlenstoffspeicher an Leistungsfähigkeit verlieren. Mehr als 70 führende Forschende aus 21 Ländern, darunter auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) haben den Bericht verfasst.

Source: Quelle PIK, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, 10. Oktober 2025
PIK Natürliche Kohlendioxid-Senken unter Druck und weitere neue Erkenntnisse aus der Klimaforschung
RAOnline berichtet seit 2003 regelmässig über die Entwicklungen beim Klimawandel
Berichte über den Klimawandel seit 2003
vor 21 Jahren
Klimakonferenz-COP10 Buenos Aires 2004
COP10: Ein Sachgeschäft - Brandrodungen verschlimmern Treibhauseffekt

Die Zerstörung des brasilianischen Regenwaldes durch Brandrodungen ist hauptverantwortlich für die schädlichen Gasemissionen des südamerikanischen Landes, die den so genannten Treibhauseffekt verursachen. Das geht aus einer Regierungsstudie aus den Jahren 1990 bis 1994 hervor, die in Brasilien erstmals veröffentlicht wurde. Die Studie wird auch bei der UNO-Klimakonferenz COP10 vorgestellt.

Nach der in Brasilia veröffentlichten Studie war das grösste Land Lateinamerikas zwischen 1990 und 1994 für drei Prozent aller weltweiten Treibhaus-Gasemissionen verantwortlich. Als überraschend werteten Experten die Tatsache, dass die Brandrodungen zur Vorbereitung von Anbauflächen im Urwald 1994 für drei Viertel aller Treibhausgasemissionen in Brasilien sorgten. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe hatte nur einen Anteil von 23 Prozent.

Der brasilianische Ausstoss von Kohlendioxid (CO2), jenes Gases, das für den Treibhauseffekt und die globale Temperaturerhöhung hauptverantwortlich ist, erhöhte sich laut der Studie allein zwischen 1990 und 1994 um fünf Prozent auf 1,03 Milliarden Tonnen.

Brasiliens Regierung versicherte, dass sie tue alles, um die Zerstörung des Regenwaldes zu bremsen. Dazu müssten vor allem die illegalen Aktivitäten bekämpft werden, sagte sie.

Tropischer Regenwald - Waldzerstörung
Angriff auf Amazonien - massive Waldzerstörungen
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts: vor 18 Jahren bis 22 Jahren

Bereits zu Beginn des neuen Jahrtausends ud frpüher warnten die Klimawissenschaftler eindringlich vor den Folgen des Klimawandels. Ende 2019 wissen wir, ihre Voraussagen sind mehrheitlich nachprüfbar eingetroffen. Die Warnrufe der Wissenschaft sind nicht verstummt. Im Gegenteil! Seit 20 Jahren wird das Konsum- und Freizeitverhalten derart "gepuscht", wie wenn die Folgen des Klimawandels weiterhin Fiktion bleiben würden.

Schlagzeilen 2003 - 2007
Vorbote der Klimazukunft 2003
Unbeständigkeit nimmt zu 2003
Es braucht eine langfristige Politik 2004
Klimakrise näher denn je 2004
Klimaänderung so rasant wie noch nie 2005
Es wird heiss in Europa 2005
Fakten über den Klimawandel 2003 - 2007

Kaum zu glauben! Eisverluste des Rhonegletschers
Meeresspiegelanstieg Afrikas Küsten sind bedroht
Kiribati Leben an der Frontlinie des Klimawandels
Klimawandel am Tschadsee Hochwasser im Sahel
Kasachstan , Usbekistan Der Aralsee trocknet aus

Zahlreiche Bereiche werden vom weltweiten Temperaturanstieg betroffen sein, dazu gehören u.a. :

die Biodiversität,
die Ernährungssicherheit,
die Fischerei,
die Gletscher
der Küstenschutz,
die Land- und Meerökosysteme
die Meereisentwicklung,
der Meeresspiegelanstieg,
die Ozeanversauerung,
die Permafrostböden,
die Trinkwasserversorgung,
das wirtschaftliche Wachstum und viele andere Bereiche mehr.
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