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Monsun - Windsystem in Südasien und Südostasien
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Monsun - Windsystem in Südasien und Südostasien
Nepal - Sindhupalchowk Distrikt
2014 - Massive Starkregenfälle in Nepal

Im Sommer 2014 ereigneten sich in Nepal nach intensiven Monsunregenfällen verheerende Überschwemmungen und Erdrutsche. Die Niederschlagsperiode mit Starkregenfällen und Schneestürmen dauerte 4 Monate. Am stärksten von den Unwettern waren die Distrikte Banke, Bardiya, Dang und Surkhet betroffen. Im August 2014 waren nach Angaben der Behörden rund 130'000 Menschen von der Katastrophe betroffen. Viele haben in dieser Zeit ihr gesamtes Hab und Gut verloren.

Am 2. August 2014 ging bei Jure (Dorfteil vom Mankha VDC im Sindhupalchok Distrikt) ein massiver Erdrutsch in den Fluss Sun Koshi nieder.

Der Erdrutsch begrub zahlreiche Häuser und in ihnen rund 150 Menschen unter sich. Die wichtige Strassenverbindung von Kathmandu nach Tibet (China), der Arniko Highway, wurde an dieser Stelle weggespült und unterbrochen. Im Sun Koshi wirkten die Erdmassen wie eine Staumauer. In kurzer Zeit bildete sich ein bedrohlicher Stausee. Bereits nach 13 Stunden hatte sich auf 3 km Länge rund 7 Millionen Kubikmeter Flusswasser gestaut. Der Wasserspiegel stieg um 15 Meter. Die Behörde warnten vor einem Seeausbruch, welcher flussabwärts gegen die indische Grenze hin flussnahe Gebiete in 11 Distrikten bedrohte. Die Armee versuchte zunächst, mit Sprengungen den Wasserdurchlass zu kontrollieren. Am Anfang mit wenig Erfolg.

Nach Aufzeichnungen der Regierung ereigneten sich in Nepal seit 1967 insgesamt 14 grössere Erdrutsche. In Nepal verlieren bei Flutereignissen jährlich durchschnittlich rund 300 Menschen ihr Leben. ICIMOD registrierte im Sun Koshi-Tal nach intensiven Regenfällen in den Jahren 1982, 1987 und 1996 massive Erdrutsche. 1996 kamen dabei 54 Menschen ums Leben.

Sinflutartige Regenfälle haben am 14. und 16. August 2014 in 17 Distrikten (u.a. die Distrikte Udayapur, Saptari, Siraha, Rautahat, Makawanpur, Chitwan, Dang, Banke, Bardiya, Surkhet, Kailali und Kanchanpur ) im zentralen und westlichen Nepal zahlreiche massive Überschwemmungen erzeugt. Besonders heftige Regenfälle gingen am den Oberläufen der Flüsse Karnali, West Rapti, Narayani und Sun Koshi nieder.

Nach Angaben der Regierung von Nepal vom 3. September 2014 (Government Of Nepal, Ministry of Home Affairs) verloren mindestens 258 Menschen ihr Leben. 254 Menschen wurde kurz nach den Flutereignissen noch vermisst. 157 Menschen wurden verletzt. 22'860 Häuser schwer beschädigt. 8'322 Häuser wurden vollständig zerstört. Mehr als 16'771 Häuser blieben tagelang überschwemmt und für die Bewohner unbewohnbar. Rund 15'286 Familien wurden aus ihren Wohnungen vertrieben. 155'118 Menschen waren von den Auswirkungen der Überschwemmungen betroffen.

Nach Ende der Monsunsaison erreichte am 12. Oktober 2014 der Zyklon Hudhud bei Visakhapatnam das indische Festland. Der Tropensturm hatte sich vom 6. bis zum 10. Oktober 2014 im Golf von Bengalen zu einem starken Zyklon entwickelt. Trotz den von den indischen Behörden angeordneten Evakuierungsmassnahmen hinterliess Hudhud auf dem Festland eine tödliche und schadensreiche Spur.

Die Ausläufer dieses tropischen Wirbelsturms verursachten in der Himalayakette überraschend starke Schneefälle. Am Thorung La im Annapurnagebiet in Nepal entwickelte sich nur einen Tag später eine Tragödie. Mitten in der Trekkinghochsaison wurden Hunderten von Trekkingtouristen durch den Schnee der Rückweg abgeschnitten. Über 40 Menschen verloren bei einem verheerenden Lawinenniedergang am Thorung La ihr Leben.

Text: RAOnline

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