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Naturkatastrophe bei Jure

Am 2. August 2014 ging bei Jure (Dorfteil vom VDC Mankha im Sindhupalchok Distrikt) ein massiver Erdrutsch in den Fluss Sun Koshi nieder.

Der Erdrutsch begrub zahlreiche Häuser und in ihnen rund 150 Menschen unter sich. Die wichtige Strassenverbindung von Kathmandu nach Tibet (China), der Arniko Highway, wurde an dieser Stelle weggespült und unterbrochen. Im Sun Koshi wirkten die Erdmassen wie eine Staumauer. In kurzer Zeit bildete sich ein bedrohlicher Stausee. Bereits nach 13 Stunden hatte sich auf 3 km Länge rund 7 Millionen Kubikmeter Flusswasser gestaut. Der Wasserspiegel stieg um 15 Meter. Die Behörde warnten vor einem Seeausbruch, welcher flussabwärts gegen die indische Grenze hin flussnahe Gebiete in 11 Distrikten bedrohte. Die Armee versuchte, zunächst mit Sprengungen den Wasserdurchlass zu kontrollieren. Am Anfang mit wenig Erfolg.

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2. August 2014: Erdrutsch bei Jure

Hinter dem Schuttkegel wurde der Sun Koshi auf einer Länge von 3 km gestaut, ein Kleinkraftwerk wurde total überflutet, während das Sun Koshi Kraftwerk unterhalb schwer beschädigt wurde. Nach einigen Tagen hatte sich der See etabliert, mit einem Zu- und Ausfluss. Es bestanden Befürchtungen, dass der Schuttkegel nicht halten könnte und sich eine Flutwelle talabwärts ergiessen könnte. Die Armee versuchte mit über 100 Sprengungen, einen "kontrollierten" Abfluss zuschaffen - ohne Erfolg. Die Händler im Tibetgeschäft waren verzweifelt daran interessiert, die Strasse zu öffnen und bauten eine eigene Piste oberhalb des Schuttkegels, um den See zu vermeiden, ebenfalls ohne Erfolg.

Dann brach der schätzungsweise 50 m hohe Schuttriegelin der Nacht vom 6. auf den 7. September 2014 auf der linken Talseite durch und eine dunkle Flutwelle ergoss sich talabwärts. Sie richtete jedoch keine grösseren Schäden an, die Lamosangu - Jiri Brückeund die Bazars entlang des Arniko Highways wurden nicht betroffen. Es gab Erdrutsche wegen unterspülten Ufern. An der schmalsten und steilsten Stelle, wo seit vielen Jahren nur Einbahnverkehr möglich ist, zeigten sich Riss und die Strasse senkte sich. Einzelnen Fahrzeuge, welche die Brücke in Khadichaur in Richtung in Richtung Charikot passieren wollten, wurde nach langen Diskussionen die Fahrerlaubnis erteilt.

Kurze Zeit später wurde der Verkehr nach Lamosangu und damit nach Charikot und Dolakha gesperrt. Charikot konnte weiterhin über die Strasse von Dhulikhel nach Bardibas und Janakpur erreicht werden, Diese Strasseist schmal und kurvenreich und noch nicht fertig gebaut. Nach dem Zusammenfluss des Tama Koshi mit dem Sun Koshi wurde die Brücke letztes Jahr fertig gebaut, von da geht es dem Tama Koshi entlang nach Manthali und Charikot oder Jiri. Die gesamte Fahrzeit beträgt nun ab Kathmandu 7 bis 8 Std.

Einige Tage nach dem Seeausbruch wurde die Strasse nach Lamosangu wieder freigegeben, nachdem sie hangwärts etwas verbreitert wurde.

Auf der linken Fluss seite haben sich ebenfalls mehrere Erdrutsche gebildet, wohl durch den Aufprall der Schuttmassen. In diesem Hang hat die Armee inzwischen eine neue Strasse gebaut. Eine Bailey- Brücke über den Sun Koshi verbindet weiter oben mit dem Arniko Highway. Seit gestern ist die Umfahrung offen und die Händler sollten die paar hundert Containerlastwagen vor dem Dashain-Festival nach Kathmandu bringen.

Text: J. Thapa 2014

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Nepal Case Study Report: Jure landslide
RAOnline Download
Source: UNU-EHS United Nations University Institute for Environment and Human Security
Nepal Case Study Report:
Loss and Damage from a Catastrophic Landslide in Sindhupalchok District
2016
5.5 MB PDF Download
EDU in englischer Sprache
Loss and damage happening now, Nepal case study by UNU-EHS finds
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