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Gesamtschadenskosten der Unwetterereignisse 2010

Unwetter führten 2010 zu geringen Schäden

Gemäss Auswertungen der landesweiten Unwetterschadens-Datenbank der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL war das Jahr 2010 mit rund 63 Mio. CHF relativ schadenarm. Der teuerungsbereinigte Mittelwert der Jahre 1972-2009 beträgt im Vergleich rund 350 Mio. CHF.

Im Jahr 2006 richteten Überschwemmungen, Murgänge, Rutschungen und Felsbewegungen in der Schweiz insgesamt rund 75 Millionen Franken Schäden an. Verglichen mit der durchschnittlichen Schadensumme der Jahre 1972 bis 2005, die teuerungsbereinigt etwa 350
Nach den zwei äusserst schadenarmen Jahren 2008 und 2009 verursachten Rutschungen, Murgänge, Hochwasser, Steinschläge und Felsstürze auch 2010 verhältnismässig geringe Schadenskosten.

Glücklicherweise kamen im vergangenen Jahr keine Menschen alleine auf Grund von Unwettern ums Leben.

Am 6. Juni 2010 führten Gewitter zu mehr als 25 Mio. CHF Schadenskosten und somit zum schadenreichsten Ereignis des Jahres. Betroffen war hauptsächlich der Kanton Bern, wo es zu Überschwemmungen und Erdrutschen im Aaretal kam.

Im Jahr 2006 richteten Überschwemmungen, Murgänge, Rutschungen und Felsbewegungen in der Schweiz insgesamt rund 75 Millionen Franken Schäden an. Verglichen mit der durchschnittlichen Schadensumme der Jahre 1972 bis 2005, die teuerungsbereinigt etwa 350
Auch die Gewitter vom 10. Jul 2010 zogen primär den Kanton Bern in Mitleidenschaft. Im Raum Saanen- und Simmental wurden Keller überflutet und Strassen beschädigt.

Wegen heftiger Niederschläge am 12. Juli 2010 uferten vor allem in Muotathal SZ sowie in Flums SG Bäche aus.

Lang anhaltende Regenfälle führten am 6. August 2010zu bedeutenden Schäden im Glarner Unterland. In Ziegelbrücke stürzte wegen Unterspülung sogar eine Gebäudefassade teilweise ein.

Am 23. Juli und 12. August 2010 kam es im Spreitgraben in Guttannen BE zu bedeutenden Murgängen, die grosse Mengen Geschiebe in die Aare transportierten.

Wie in der Mehrheit der Jahre seit Beginn der Datenerfassung 1972, wurde auch 2010 der Hauptanteil der Schäden (97 %) in den Sommermonaten Juni bis August registriert. Gewitterregen führten zu fast 78 % der Gesamtschadenskosten.

Auch in den beiden Vorjahren waren diese die Hauptursache der Schäden - ganz im Gegensatz zu den schadenreichen Jahren 1999, 2005 und 2007, als primär Dauerregen zu grossflächigen Überschwemmungen und Rutschungsprozessen führten.

Die Entwicklung der Schadenskosten seit 1972 zeigt, dass die Zahlen von Jahr zu Jahr stark variieren. Es ist keine Tendenz feststellbar. Schadenreiche Unwetterjahre wie 1987 und 2005 können jederzeit wieder eintreten.

Die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL sammelt seit 1972 systematisch Informationen über Unwetterschäden. Die mit Unterstützung des Bundesamtes für Umwelt BAFU erstellte Datenbank enthält Angaben zu Schäden durch Hochwasser, Murgänge, Rutschungen sowie, seit 2002, Felssturz und Steinschlag.

Schäden als Folge von Lawinen, Schneedruck, Erdbeben, Blitzschlag, Hagel und Sturmwind werden in den Auswertungen nicht berücksichtigt. Die Abschätzung der Schäden basiert hauptsächlich auf Medienberichten.

Die Daten stehen Fachleuten auf Anfrage zur Verfügung und bilden eine wichtige Grundlage zur Gefahrenbeurteilung.

Im Jahr 2006 richteten Überschwemmungen, Murgänge, Rutschungen und Felsbewegungen in der Schweiz insgesamt rund 75 Millionen Franken Schäden an. Verglichen mit der durchschnittlichen Schadensumme der Jahre 1972 bis 2005, die teuerungsbereinigt etwa 350
Quelle: Text Eidg. Forschungsanstalt WSL 2010
Felssturz mit tödlichen Folgen

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