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Monsun - Windsystem in Südasien und Südostasien
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Monsun - Windsystem in Südasien und Südostasien
Monsun 2010: Flutkatastrophe in Pakistan
Hilfe aus der Schweiz
Der unüblich starke Monsunregen dauert laut Wettervorhersage noch etliche Tage an, und die schlimmste Hochwasserkatastrophe in Pakistan seit über 80 Jahren weitet sich weiter aus. Die Wasserfluten aus der nordwestlichen Bergprovinz Khyber Pakhtunkhwa (KPK - vormals North Western Frontier Province) erreichen flussabwärts die tiefer liegenden und dicht besiedelten Provinzen Punjab und Sindh. Das Hochwasser erstreckt sich inzwischen über ein mehr als 1'000 km langes Gebiet entlang des Indus und seiner Zuflüsse.

Nach dem Bruch eines Uferdammes im südlichen Teil der Provinz Sindh mussten Tausende von Personen evakuiert werden.

Im Norden sind die Dämme Tarbela und Mangla bis zu ihrem Maximum gefüllt. Die Alarmstufe "Rot" wurde nun auch im Süden des Landes ausgerufen.

Mindestens 1'600 Menschen kamen in den Fluten ums Leben. Nach Angaben der pakistanischen Behörden ist die Zahl der Opfer steigend. 12 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Die Schäden an Infrastruktur und Landwirtschaft sind riesig und laut Ministerpräsident Yusuf Gilani ist das Land um mehrere Jahre zurückgeworfen worden. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind mehr als 100'000 Menschen von Krankheiten (etliche Fälle von Cholera) bedroht.

Schweiz hilft Tausenden von Flutopfern in Pakistan

Die Lage in Pakistan ist weiterhin dramatisch. Die Schweiz hilft den Flutopfern mit Materiallieferungen und Beiträgen an die internationalen Organisationen.


In Pakistan haben die Wasserfluten tiefer gelegene und dicht besiedelte Regionen erreicht. Mindestens 1'600 Menschen haben ihr Leben verloren. 15 Millionen sind auf Hilfe angewiesen. Pakistan hat der Schweiz ein Hilfsgesuch gestellt, auf das das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) reagiert.

Vom 5. bis 7. August 2010 war eine dreiköpfige Abklärungsmission des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) im Swat-Tal unterwegs. Gemeinsam mit der Schweizer Partnerorganisation Intercooperation wurden die unmittelbaren Bedürfnisse erhoben. Aufgrund dieser Erkenntnisse ist Material für provisorische Unterkünfte zugunsten von 1000 Familien beschafft worden und wird nun verteilt. Diese "Shelter-Kits" umfassen Plastikplanen, Matratzen, Decken sowie Küchenutensilien und Hygiene-Sets.

Aktuell läuft zudem weiterhin die Soforthilfeaktion, in deren Rahmen Nahrungsmittel und Hygiene-Artikel an rund 12'000 Flutopfer verteilt werden.

Zur Unterstützung von multilateralen Partnern, die im Flutgebiet tätig sind, stellt die Schweiz zudem 1,5 Million CHF zur Verfügung. Eine Million erhält das IKRK. An das Welternährungsprogramm der UNO (WFP) werden 500'000 CHF überwiesen. Die Humanitäre Hilfe des Bundes hat den UNO-Organisationen zur Verstärkung auch SKH-Experten angeboten.

Flutartige Niederschläge haben auch den Nordwesten Indiens heimgesucht. Mindestens 145 Menschen kamen ums Leben.

Etwa 500 werden noch vermisst. Massnahmen für eine mögliche Unterstützung durch die Schweiz werden vom Koordinationsbüro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) geprüft.

Die Mittel für die Soforthilfe an die Flutopfer in Pakistan sind aufgestockt worden. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten stellt sich jedoch auf einen längerfristigen Einsatz in Pakistan ein. Vier Angehörigen des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) werden am Wochenende in die Krisenregion aufbrechen.

Die Humanitäre Hilfe des Bundes hat auf die Appelle der UNO und des IKRK reagiert: Die Beiträge an das Welternährungsprogramm der UNO sind (um 0,5) auf eine Million CHF und an das IKRK (um zwei) auf drei Millionen CHF aufgestockt worden.

Die bereits begonnene Verteilung von Material für provisorische Unterkünfte und Haushaltsausrüstung zugunsten von 1000 Familien im Swat-Tal sowie von Nahrungsmitteln und Hygiene-Artikeln südlich von Peshawar an rund 12'000 Flutopfer läuft.

über die Soforthilfe hinaus wird der Finanzbedarf jedoch ansteigen, denn die Zerstörungen in den pakistanischen Überflutungsgebieten sind enorm. Das Kulturland ist weggespült oder mit Geröll bedeckt, die Infrastruktur zerstört. Wiederaufbau und Instandstellung der Äcker und lebensnotwendigen Anlagen werden einen mittel- und längerfristigen Einsatz erfordern.

Am Wochenende werden vier SKH-Spezialisten zusammen mit zwei Delegierten des Schweizerischen Roten Kreuzes nach Pakistan fliegen.

Der Auftrag der SKH-Spezialisten ist es, das Terrain für mittelfristige Projekte vorzubereiten. Primär geht es um Assessments in den Bereichen Wasserversorgung und Unterkünfte. Zudem werden sie die Nothilfeaktionen ausbauen. Vor Ort befinden sich bereits fünf Angestellte der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), die die Soforthilfe koordinieren.

Quelle: Text DEZA, 10. August 2010

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DEZA: Situationsbericht vom 13. August 2010
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Quelle: DEZA
Hochwasser in Pakistan
Situation am 13. August 2010
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DEZA: Situationsbericht vom 23. August 2010
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Quelle: DEZA
Hochwasser in Pakistan
Situation am 23. August 2010
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