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Schweizer Jugend: Jugendverschuldung
Rekruten mit finanziellen Problemen
Februar 2005
Der Sozialdienst der Armee (SDA) schlägt Alarm: 2003 hat die Zahl der Rekruten mit finanziellen Problemen explosionsartig zugenommen. Dies geht aus dem Jahresbericht hervor. Vor allem die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt spiele dabei eine zentrale Rolle, schreibt SDA-Chef Peter Hänggi in seinem Jahresbericht.

Das Ziel des Sozialdienstes der Armee (SDA), bei finanziellen Probleme subsidiär zu wirken, werde zunehmend in Frage gestellt, da Gesetzgebung und Adminstration in vielen Fällen auch nicht mehr helfen könnten. Nur rund ein Sechstel der Rekruten hat laut dem Jahresbericht keine finanziellen Probleme. Vier Sechstel haben finanzielle Probleme, können diese aber selber oder nach einer SDA-Beratung lösen. Ein weiterer Sechstel hat grosse Probleme und ist auf den SDA angewiesen - Tendenz steigend.
2003 half der SDA in 5850 Fällen mit einer Beratung. In 1800 dieser Fälle leistete der SDA finanzielle Hilfe im Gesamtwert von 3,7 Millionen Franken. Die Zahlen für 2004 werden in rund einem Monat publiziert und bewegen sich laut SDA-Angaben etwa im selben Rahmen.

Im Jahr 2014 hat der Sozialdienst der Armee (SDA) insgesamt 1,4 Millionen Franken an Angehörige der Armee in Rekrutenschulen und Wiederholungskursen sowie an Militärpatienten und Hinterbliebene ausbezahlt.

Bild: Fachstelle für Schuldenfragen BL, FS BL

Die vier hauptamtlichen Sozialberater des SDA haben im letzten Jahr nebst vielen Auskünften insgesamt 1767 Dossiers (Vorjahr 1962) bearbeitet. Dabei wurden sie von 25 Milizsozialberatern unterstützt. In 741 Fällen (Vorjahr 801) wurde eine materielle Hilfe gewährt. In den anderen 1026 Fällen (Vorjahr 1161) hat allein die Beratung und Betreuung weitergeholfen. 1,038 Mio. Franken wurden zur finanziellen Unterstützung an Absolventen von Rekrutenschulen und Wiederholungskursen ausbezahlt.

Sozialdienst der Armee SDA

Der Sozialdienst der Armee bietet insbesondere bei persönlichen und finanziellen Problemen Unterstützung an. Wer wegen seines Militärdienstes in persönliche, berufliche, familiäre oder materielle Schwierigkeiten gerät, kann sich direkt an seinen Kommandanten, an den Truppenarzt, den Feldprediger oder an eine von ihm bestimmte Vertrauensperson wenden. Der Sozialdienst der Armee kann durch Vermittlung des Kommandanten, der Verbindungsperson für soziale Fragen (in allen Rekrutenschulen vorhanden) oder direkt beansprucht werden. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

Der SDA hilft:

- Angehörigen der Armee, des Rotkreuzdienstes und des Zivilschutzes, die aufgrund ihrer besoldeten Dienstpflicht (zum Beispiel Rekrutenschule, Wiederholungskurs) in ihren persönlichen, beruflichen oder familiären Verhältnissen auf Schwierigkeiten stossen;
- Personen, die Friedensförderungsdienst und Assistenzdienst im Ausland leisten und aufgrund dieser Dienstleistung in Not geraten;
- Militärpatienten, die infolge Unfalls oder Krankheit im Militär in Schwierigkeiten geraten (als Ergänzung zur Militärversicherung);
- Hinterbliebenen von Militärpatienten.

Quelle: Text Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS 2003 - 2015
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