Statistiken über die Schweiz: Bevölkerung
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Schweiz: Provisorische Ergebnisse zur Bevölkerungsentwicklung 2008
Rekordwachstum der Bevölkerung im Jahr 2008
Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz ist 2008 um 108'400 Personen gewachsen und erreichte gemäss definitiven Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) Ende des Jahres den Stand von 7'701'900 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dies ist der stärkste Anstieg seit den Sechzigerjahren und kann in erster Linie auf den Wanderungssaldo zurückgeführt werden.

In den städtischen Gebieten war das Bevölkerungswachstum deutlicher (+1,6%) als in den ländlichen Gebieten (+1,0%). Im europäischen Vergleich gehört die Schweiz gemessen am Bevölkerungswachstum zu den dynamischsten Ländern.

Am 31. Dezember 2008 betrug die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz 7'701'900 Personen. Damit ist sie gegenüber 2007 um 108'400 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen, also in etwa um die Bevölkerung des Kantons Zug. Ein solch markantes Bevölkerungswachstum (+1,4%) wurde in der Schweiz letztmals vor mehr als vierzig Jahren verzeichnet. Das aktuelle Wachstum fällt jedoch geringer aus als jenes zwischen 1961 und 1963, das dank eines hohen Wanderungssaldos und eines gleichzeitigen deutlichen Geburtenüberschusses erzielt wurde.

Zuwachs aufgrund von Migrationen
Seit 1999 spielt der Wanderungssaldo die wichtigste Rolle bei der Zunahme der ständigen Wohnbevölkerung, dies war auch 2008 wieder der Fall. Das Bevölkerungswachstum ist zu 90 Prozent auf den Wanderungssaldo von 98'200 Personen zurückzuführen (184'300 Einwanderungen abzüglich 86'100 Auswanderungen). Der Geburtenüberschuss von 15'500 Personen (76'700 Geburten abzüglich 61'200 Todesfälle) macht somit etwas weniger als 10 Prozent der Bevölkerungszunahme aus. Zu Beginn der Sechzigerjahre waren der Wanderungssaldo zu 60 Prozent und der Geburtenüberschuss zu 40 Prozent für das Bevölkerungswachstum verantwortlich.
Bevölkerung 1991 - 2008 nach Grossregionen

2008 verzeichnete die Schweiz die höchste Anzahl Einwanderungen (184'300), seitdem detaillierte Statistiken zu den Ein- und Auswanderungen geführt werden (d.h. seit 1981). Im Vergleich zu 2007 nahmen die Einwanderungen zu, und zwar sowohl bei den ausländischen Personen (+12,4%) als auch bei den Schweizer Staatsangehörigen (+4,1%). Die Auswanderungen nahmen bei den Ausländerinnen und Ausländern um 4,0 Prozent und bei den Schweizerinnen und Schweizern um 5,5 Prozent ab. Der positive Wanderungssaldo bei den Ausländerinnen und Ausländern (+103'400 Personen) gleicht den negativen Wanderungssaldo der Schweizer Staatsangehörigen (-5200 Personen) aus. Es sind mehr ausländische Personen in die Schweiz gekommen, als diese sie verlassen haben. Bei den Schweizerinnen und Schweizern ist das gegenteilige Verhalten festzustellen; es wanderten mehr Schweizer Staatsangehörige aus als ein. Der jährliche Wanderungssaldo der Schweizerinnen und Schweizer ist seit 1992 negativ.

Zunahme der Bevölkerung schweizerischer Nationalität teilweise aufgrund der Geburten

Die Bevölkerung schweizerischer Nationalität ist im Jahr 2008 um 40'700 Personen gewachsen und übersteigt somit zum ersten Mal in der Geschichte die 6-Millionen-Grenze. Erstmals seit 1997 war nicht mehr nur allein der Erwerb des Bürgerrechts (2008: 44'400) für die Zunahme verantwortlich, sondern auch der leichte Anstieg des Geburtenüberschusses (+600 Personen).

Deutlichere Zunahme in den städtischen Gebieten

2008 wiesen die städtischen Gebiete ein stärkeres Bevölkerungswachstum auf als die ländlichen Gebiete (+1,6% gegenüber +1,0%). Die städtischen Gebiete wachsen seit 1998 schneller als die ländlichen Gebiete und deren Bevölkerungszunahmen waren 2008 ausserdem doppelt so hoch wie zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Die stärkeren Zunahmen in den städtischen Gebieten sind auf die ausländischen Einwanderer zurückzuführen, für die es einfacher ist, sich in den Städten und in der Nähe ihres Arbeitsortes niederzulassen.

Rund drei Viertel (73,6% bzw. 5'665'600 Personen) der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz lebten Ende 2008 in städtischen Gebieten. Die Hälfte der städtischen Bevölkerung wohnt in den fünf Grossagglomerationen von Zürich, Genf, Basel, Bern und Lausanne. Zu den aufstrebendsten Agglomerationen zählten im Jahr 2008 Lachen (+3,4%), Bulle (+3,1%), Yverdon-les-Bains (+2,7%) und Vevey-Montreux (+2,6%). Am wenigsten legten hingegen die Agglomerationen Grenchen und Schwyz (je +0,5%) und Neuchâtel (+0,6%) zu.

Bevölkerungszunahmen in allen Schweizer Kantonen

Im Jahr 2008 lag das Bevölkerungswachstum der Kantone Waadt (+2,4%), Freiburg (+2,0%), Zürich und Schwyz (je +1,9%), Genf (+1,8%), Aargau (+1,7%), Wallis (+1,6%) sowie Thurgau (+1,5%) über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt (+1,4%). Diese Entwicklung ist in erster Linie auf die starken Wanderungssaldi in diesen Kantonen zurückzuführen. Kein einziger Kanton musste einen Bevölkerungsrückgang hinnehmen, wobei das geringste Wachstum in den Kantonen Jura (+ 0,4%), Appenzell-Innerrhoden und Uri (je 0,5%) beobachtet wurde. Sechs Kantone registrierten einen Sterbeüberschuss, wobei dieser in den Kantonen Basel-Stadt (-500 Personen) und Schaffhausen (-100 Personen) am stärksten war.

Schweiz ist eines der dynamischsten Länder Europas

2008 wiesen die städtischen Gebiete ein stärkeres Bevölkerungswachstum auf als die ländlichen Gebiete (+1,6% gegenüber +1,0%). Die städtischen Gebiete wachsen seit 1998 schneller als die ländlichen Gebiete und deren Bevölkerungszunahmen waren 2008 ausserdem doppelt so hoch wie zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Die stärkeren Zunahmen in den städtischen Gebieten sind auf die ausländischen Einwanderer zurückzuführen, für die e einfacher ist, sich in den Städten und in der Nähe ihres Arbeitsortes niederzulassen.

Definitionen

Ständige Wohnbevölkerung
Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz umfasst alle schweizerischen Staatsangehörigen, die Ausländerinnen und Ausländer mit einer Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung, die Inhaberinnen und Inhaber einer Kurzaufenthaltsbewilligung, die für einen Mindestaufenthalt in der Schweiz von 12 Monaten berechtigt, sowie die internationalen Funktionärinnen und Funktionäre. Ausgeklammert sind die Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen für weniger als ein Jahr (Ende 2006: 74'500 Personen) sowie die Personen im Asylprozess (31. Dezember 2006: 44'900 Personen).

Geburtenüberschuss
Der Geburtenüberschuss berechnet sich aus der Differenz zwischen den Geburten und den Todesfällen. Der Geburtenüberschuss ist positiv, wenn die Anzahl der Geburten die Anzahl der Todesfälle übersteigt; hingegen ist er negativ, wenn die Anzahl der Todesfälle die Anzahl der Geburten übersteigt.

Wanderungssaldo
Der Wanderungssaldo ist die Differenz zwischen der Zuwanderung und der Abwanderung. Ein positiver Wanderungssaldo entspricht einem Zuwanderungsüberschuss, ein negativer Wanderungssaldo bedeutet, dass die Anzahl der Abwanderungen die Anzahl der Zuwanderungen übersteigt.

Quelle: Text Bundesamt für Statistik BfS, Schweiz, August 2009

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Weitere Informationen - Links
Arbeit und Karriere: Wie es nach 50 weitergeht
Kanton Zürich: Altersverteilung 1970 - 2050
Statistik Schweiz: Demographie
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