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Wildtiere in der Schweiz: Luchse
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AR Toter Luchs bei Schwellbrunn September 2016
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Luchse im Kanton Appenzell Ausserrhoden
September 2016
Toter Luchs am Ettenberg in der Gemeinde Schwellbrunn

Am 25. September 2016 wurde am Ettenberg auf dem Gemeindegebiet Schwellbrunn eine tote Luchsin gefunden. Das Tier wird zur Klärung der Todesursache an der Universität Bern obduziert.

Der weibliche Luchs wurde von einem Landwirt am Ettenberg (Gemeinde Schwellbrunn) tot aufgefunden. Das verendete Tier wies eine Verletzung am rechten Hinterlauf auf. Zur Abklärung der Todesursache wird das Tier von der Abteilung für Fisch- und Wildtiermedizin der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Bern obduziert.

Die Fachstelle KORA (Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement) konnte das Tier aufgrund der Fellzeichnung identifizieren. Es handelt sich um B459, Jahrgang 2015. Als Jungtier wurde die Luchsin zum ersten Mal am 11.08.2015 an einem Riss in der Gemeinde Grabs (Kt. SG) zusammen mit ihrer Mutter (B313) und zwei Geschwistern fotografiert. Ihre Mutter lebt zwischen Wildhaus und Oberschan. B459 wurde zum letzten Mal am 9.03.2016 in der Gemeinde Eggersriet (SG) von der St. Gallischen Wildhut fotografiert. Wie die meisten Luchse in diesem Alter (zweites Lebensjahr) war sie vermutlich auf der Suche nach einem eigenen Revier.

Der Luchs (Lynx lynx) starb im 19. Jahrhundert in der Schweiz aus. Seit 1971 wird er in der Schweiz wieder angesiedelt. Trotzdem gilt der Luchs nach wie vor als bedrohte Tierart. Zwischen 2001 und 2008 wurden Luchse in die Nordostschweiz umgesiedelt. Ihre Population - zwei Tiere pro 100 Quadratkilometer - liegt im schweizerischen Durchschnitt.

Anders als Wölfe sind Luchse für weidende Schafe keine Gefahr. Der Luchs bevorzugt Rehe und Gämsen.

Luchs erlag Schussverletzung

27.09.2016

Der vorgestern am Ettenberg auf dem Gemeindegebiet Schwellbrunn tot aufgefundene Luchs erlag einer Schussverletzung. Dies ergab die Obduktion des Tieres an der Universität Bern. Die Jagdverwaltung von Appenzell Ausserrhoden hat bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Der verendete Luchs wies an seinem rechten Hinterlauf eine Verletzung auf, die laut der Abteilung für Fisch- und Wildtiermedizin der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Bern (FIWI) von einem Streifschuss stammt. Ein Projektil wurde zwar nicht gefunden, dennoch weisen die Spuren laut den Experten auf ein kleinkalibriges Geschoss hin. Das Geschoss zertrümmerte den Oberschenkelknochen des Tieres ohne eine sofortige tödliche Wirkung zu entwickeln. Das Tier ist anschliessend auf langsame und qualvolle Weise verendet. Ein ausführlicher Obduktionsbericht des FIWI steht noch aus. Das für die Jagdverwaltung zuständige Amt für Raum und Wald verurteilt diese Tat. Das Jagen von geschützten Tieren ist verboten und strafbar. Die Jagdverwaltung von Appenzell Ausserrhoden hat bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Es ist das erste Mal seit der Wiederansiedelung, dass im Appenzellerland nachweislich ein Luchs gewildert worden ist. Zwischen 2001 und 2008 wurden Luchse in die Nordostschweiz umgesiedelt. Der Bestand hat sich seither erfreulich entwickelt und ist eine echte Bereicherung für die Artenvielfalt und das einheimische Ökosystem. Die Population - rund zwei Tiere pro 100 Quadratkilometer - liegt im schweizerischen Durchschnitt; diese Dichte ist bezogen auf den gesamten Lebensraum absolut tragbar und unproblematisch. Bis heute sind im ganzen Luchskompartiment Nordostschweiz keine nennenswerten Schäden an Nutztieren festgestellt worden.

Die Fachstelle KORA (Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement) konnte das Tier aufgrund der Fellzeichnung identifizieren. Es handelt sich um B459, Jahrgang 2015. Wie die meisten Luchse in diesem Alter (zweites Lebensjahr) war das Tier vermutlich auf der Suche nach einem eigenen Revier.

Quelle: Text Kanton Appenzell Ausserrhoden, 27. September 2016
Die Gemeinde Schwellbrunn liegt in der Nordwestecke des Kantons Appenzell Ausserrhoden und südwestlich des Kantonshauptorts Herisau.
SG Wiederansiedlungsprojekt Luno Juli 2015

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