AIDS - HIV
vorangehende Seite
end
Gesundheit AIDS-HIV Deutschland
Welt-AIDS-Tag 2017 2017
Neue Zahlen zum HIV/AIDS-Geschehen in Deutschland
Gesundheit Weitere Informationen
AIDS HIV Weitere Informationen
Gesellschaft, Gesundheit u. Soziales
Welt-AIDS-Tag 2017
Neue Zahlen zum HIV/AIDS-Geschehen in Deutschland
Im Jahr 2016 haben sich etwa 3'100 Menschen in Deutschland mit HIV infiziert, die Zahl der Neuinfektionen bleibt damit insgesamt gegenüber 2015 konstant. Bei der Gruppe der Männer, die Sex mit Männern haben, ist die Zahl der geschätzten Neuinfektionen in den vergangenen Jahren zurückgegangen, von 2'500 im Jahr 2013 auf 2'100 in 2016.

Dies zeigen die neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts zum HIV/AIDS-Geschehen in Deutschland, die im Epidemiologischen Bulletin 47/2017 veröffentlicht sind.

Rund 460 Menschen starben 2016 mit oder an HIV. Insgesamt lebten Ende 2016 in Deutschland etwa 88'400 Menschen mit HIV, darunter rund 56'100 Männer, die Sex mit Männern haben, etwa 11'200 Heterosexuelle und etwa 8'200 intravenöse Drogengebraucher. "Die Trends in diesen Gruppen verlaufen unterschiedlich", betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. "Die sinkende Infektionszahl bei der grössten Gruppe von Betroffenen, den Männern, die Sex mit Männern haben, ist eine gute Nachricht. Aber bei Heterosexuellen steigen die geschätzten Neuinfektionszahlen seit 2010 auf jetzt 750 im Jahr 2016. Auch bei Drogengebrauchern sehen wir einen Anstieg seit 2010 auf etwa 240 Neuinfektionen in 2016. Geschätzte 12'700 der 88'400 Menschen mit HIV wissen nicht, dass sie infiziert sind. Die hohe Zahl von nicht diagnostizierten Menschen mit HIV zu senken ist ein wichtiges Ziel", unterstreicht Lothar H. Wieler.

Menschen, bei denen die HIV-Infektion erst spät erkannt wird, leiden oft an Erkrankungen, die in ihrer Gesamtheit als AIDS bezeichnet werden, wie zum Beispiel Lungenentzündungen durch Pilze. Das führt nicht nur zu erhöhten Behandlungskosten, sondern erhöht auch das Sterberisiko. Zudem kann das Virus unwissentlich weiter übertragen werden. Vor allem heterosexuellen Personen ist ihr HIV-Infektionsrisiko häufig nicht bewusst, was zu geringerer Testhäufigkeit und späten HIV-Diagnosen beiträgt. Niedergelassene Ärzte sollten einen Test auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen entsprechend den Leitlinien anbieten.

UNAIDS, das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS, hat im Jahr 2014 das "90-90-90-Ziel" formuliert: es sollten mindestens 90% aller Menschen mit HIV diagnostiziert sein, von diesen sollten mindestens 90% mit antiretro­viralen Medikamenten behandelt werden, und mindestens 90% der Therapien sollten erfolgreich verlaufen, sodass kein HI-Virus mehr im Blut nachweisbar ist.

2016 sind in Deutschland etwa 86% der Menschen mit HIV diagnostiziert, etwa 86% sind antiretroviral behandelt und etwa 93% der behandelten Personen sind erfolgreich therapiert.

Die Einschätzung der HIV-Situation erfolgt in jedem Jahr neu auf der Grundlage aller zur Verfügung stehenden Daten und Informationen. Die Eckdaten stellen keine Fortschreibung früher veröffentlichter Schätzungen dar. Durch zusätzliche Daten und Informationen sowie durch Anpassung der Methodik können sich die Ergebnisse der Berechnungen von Jahr zu Jahr verändern und liefern jedes Jahr eine aktualisierte Einschätzung des gesamten bisherigen Verlaufs der HIV-Epidemie.

Quelle: Text Robert Koch-Institut , 23. November 2017
Afrika Ein Kontinent in Gefahr
GIZ Expertise gegen AIDS Informationen-Unterlagen zu Afrika
UNAIDS Weniger HIV-Neuinfektionen bei Kindern in Afrika 2016

nach oben

Weitere Informationen
Resistenz gegen Wirkstoffe in HIV-Medikamenten
Über HIV/AIDS
AIDS-HIV Was ist HIV?
Reports on the global AIDS epidemic
Externe Links
Look for the latest reports UNAIDS WHO
European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)
Robert Koch-Institut
Bundesministerium für Gesundheit Deutschland
top
vorangehende Seite