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Extremereignisse Tornados |
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Tornados
sind ein ungewöhnliches, oft tödlich verlaufendes Wetterphänomen. Tornados dürfen nicht mit Hurrikanen verwechselt werden. Hurrikane sind
grosse tropische Wirbelstürme, welche ausgedehnte Landgebiete (in
den USA mehrere Bundesstaaten) heimsuchen.
Hurrikane sind Gebilde, welche
während Tagen, ja Wochen ihre typischen Bahnen ziehen. Sie werden
von tropischen Tiefdruckgebilden genährt.
Tornados sind kompakter,
verwüsten kleinere Gebiete (in den USA etwa engbegrenzte Landstriche
in einem oder zwei Bundesstaaten) und sie wirken nur für wenige Stunden.
Dafür sind in Tornados die Windgeschwindigkeiten und damit die Zerstörungskraft
wesentlich höher als in Hurrikanen.
Tornados entstehen in sogenannten Superzellen,
ganz besonderen Luftdrucksystemen. Hurrikane und Tornados entstehen in
der Regel auch nicht in denselben Jahreszeiten. Tornados sind in Europa
eher selten.
Meldung
vom 9. Mai 2003
Tornado
hinterlässt eine Spur der Verwüstung in Oklahoma City
Ein
verheerender Tornado hat im US-Bundesstaat Oklahoma eine mehr als 50 Kilometer
lange Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens 125 Menschen wurden
verletzt, einige davon schwer. Seit vergangenem Sonntag sind in den USA
bei mehreren Dutzend Tornados in vier Bundesstaaten mindestens 42 Menschen
ums Leben gekommen. In der Grossstadt Oklahoma City schrillten die Tornado-Sirenen
am Donnerstagabend gegen 17 Uhr, mitten im Berufsverkehr. Tausende Einwohner
rannten in ihre Keller und suchten in Gebäuden Zuflucht. Der Tornado
zerstörte in Moore mindestens 300 Häuser, 1200 wurden teils schwer
beschädigt. Entwurzelte Bäume, Strassenschilder und Laternen,
die teilweise mehrere hundert Meter weit geschleudert worden waren, rissen
Leitungen ein. Mehr als 30 000 Einwohner blieben ohne Strom. Dächer
waren abgedeckt, Wände eingedrückt. Ein Lastwagen war mehrere
Meter durch die Luft gewirbelt worden und auf dem Dach eines parkenden
Autos gelandet.
Seit
Tagen wird der mittlere Westen der USA von Gewitterfronten und Tornados
heimgesucht. Im Frühjahr und Frühsommer entstehen dort bis zu
1000 Tornados pro Jahr. Oklahoma, Kansas, Nebraska und Texas werden "Tornado-Allee"
genannt. Im April und Mai dringt von Süden her aus dem Golf von Mexiko
warme und feuchte Luft herauf. Gleichzeitig hält sich im Norden Kaltluft.
Die unterschiedlichen Wetter-Systeme prallen über der nordamerikanischen
Ebene zusammen und erzeugen die Stürme und Gewitter.
Meldung
vom 10. Juni 2003
Mini-Tornado
in Rheinland-Pfalz und Belgien
In
Acht bei Mayen in Rheinland-Pfalz hat eine Windhose zwei Häuser zum
Einsturz gebracht. Es mussten 20 Menschen evakuiert werden, nachdem die
Windhose 17 der 39 Häuser des Ortes zerstört oder schwer beschädigt
hatte. In Auw bei Prüm wurden 13 Häuser vom Sturm teils komplett
abgedeckt. Die Stromversorgung des Ortes war zeitweise unterbrochen, alle
Zufahrtsstrassen wurden von umgestürzten Bäumen blockiert. Auch
in Ostbelgien richtete ein Mini-Tornado am Dienstagabend schwere Schäden
an.
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