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Migration in die Schweiz
Qualitätsstandards für die sprachliche Integration 2012
von Migrantinnen und Migranten
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Qualitätsstandards für die sprachliche Integration von Migrantinnen und Migranten

Bern-Wabern, 15.05.2012

Das Bundesamt für Migration lanciert das Sprachlernsystem fide für Migrantinnen und Migranten. fide steht für "Französisch, Italienisch, Deutsch in der Schweiz - lernen, lehren, beurteilen". Dieses Lernsystem ist spezifisch auf die Bedürfnisse der Integration ausgerichtet. Personen lernen, wie sie sich unmittelbar in ihrem Lebensumfeld erfolgreich verständigen und zurechtfinden können. Bundesrätin Sommaruga hat die 1. Nationale Konferenz zu fide in Bern eröffnet.

"Sprache ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Wer sich in der Heimat seiner Wahl erfolgreich bewegen will, muss sein Umfeld verstehen und sich mit ihm verständigen können," betonte Bundesrätin Sommaruga. "Nicht das Bestehen eines abstrakten, schriftlichen Tests ist das Ziel, sondern das Meistern alltäglicher Herausforderungen. fide ist daher auch für schulungewohnte und bildungsferne Personen geeignet." Die Vorsteherin des EJPD hat auch unterstrichen, dass die Kosten der Nichtintegration viel höher als die Kosten der Integrationsförderung sind.

fide vermittelt Sprachkompetenzen, welche Migrantinnen und Migranten in ihrem unmittelbaren Alltag brauchen. Gelernt werden konkrete Handlungen wie einen Arzt aufsuchen, an einem Elternabend teilnehmen oder einer Nachbarin begegnen. Damit fördert fide konsequent die Integration in der Schweiz. fide überprüft auch, welche sprachlichen Handlungen Personen können und weist diese in einem Kursattest aus.

Das Sprachlernsystem wurde von Fachpersonen aus allen Landesteilen entwickelt und vom Institut für Mehrsprachigkeit in Freiburg koordiniert. fide beruht auf einer wissenschaftlichen Befragung von über dreihundert Zugewanderten sowie von Schweizer Fachpersonen aus allen Lebensbereichen. fide berücksichtigt die "best practices" von Sprachkursanbietern und orientiert sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER). Es ist auf die in der Schweiz besondere Situation mit mehreren Landessprachen und Dialekten zugeschnitten. Die Materialien sind 2011 in drei Kantonen (SO, AG, VD) pilotiert worden.

BFM-Direktor Mario Gattiker hob hervor, dass es in einer nächsten Phase nun darum gehe, gemeinsam mit den Kantonen und Kursanbietern die neuen Standards zu implementieren. Ab 2014 wollen Bund und Kantone die spezifische Integrationsförderung gemeinsam auf der Basis kantonaler Integrationsprogramme ausrichten und dazu die finanziellen Mittel erhöhen. Die Sprachförderung bildet ein zentrales Element der kantonalen Programme.

Quelle: Text Bundesamt für Migration BfM Mai 2012
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