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| Klimawandel |
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Langtang Lirung: Gletscherabbruch löst Sturzflut aus |
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| Verheerende Flutkatastrophe vom 26. August 2026 |
| Rasuwa, Nuwakot, Dhading, Gorkha, Tanahu, Nawalparasi und Chitwan Distrikte |
Am 26. August 2026 traf eine grosse Sturzflut traf den Rasuwa Distrikt . Gegen 9:15 Uhr Lokalzeit strömte plötzlich und intensive Wasserflut von Tibet (China) her in den Bhote-Koshi-Fluss. Die Flut floss durch die Gebiete Timure, Rasuwagadhi und Syabru Bensi schnell südwärts und verursachte erhebliche Schäden an Siedlungen, Märkten, Polizeiinfrastruktur, Strassen und Wasserkraftanlagen. Das verheerende Naturereignis hinterliess eine zunächst noch unbekannte Anzahl Todesopfer und vermissten Personen.
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Nach der Katastrophe war nicht klar, welche Menschen sich beim Durchgang der Flutwelle in den verschütteten Bereichen aufhielten. Welche Menschen sind tot, welche konnten sich retten oder waren vom Ereignis nicht betroffen? Die Kommunikationswege in die betroffenen Täler und die flussnahen Transportwege waren teilweise zerstört. Erkundigungen und Absprachen konnten von den Rettungskräfte vorerst nicht getätigt werden. Tage nach dem Flutereignis meldeten sich Menschen lebend bei ihren Angehörigen.
Bei dem Opfer- und den Vermisstenzahlen mussten die Behörden vorerst Schätzungen vornehmen. Nur sehr, sehr langsam klärten sich die Verhältnisse auf.
Am 2. September 2026, rund eine Woche nach dem Flutereignis, hat das Emergency Response Coordination Centre (ERCC) der Europäischen Kommission einige Zahlen veröffentlich:
Die Zahlenangaben veränderten sich von Tag zu Tag. Am 9. September 2026 sprach man schon von ca. 5'000 vermissten Menschen.
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Die Flusswelle raste vorerst in einem durchschnittlich 9,8% steilen Gelände mit etwa 46 m/sec = 165 km/h (Angaben: ERCC) in westliche Richtung in die Region Gyirong (VR China) und Rasuwagadhi (Flutdurchgang: 08:37).
Zwischen Rasuwagadhi und Syabru Bensi (Flutdurchgang: 08.50 bis 09:88) bei durchschnittlich 5,6% Gefälle mit 57 bis 160 km/h zwischen steilen Talflanken südwärts.
Nach Syabru Bensi wird die Talsohle etwas breiter und das Gefälle mit 3,5% etwas weniger steil. Die Flutwelle bewegte sich im Bereich zwischen Syabru Bensi und Betrawati (Flutdurchgang: 09:20 bis 09:30) mit 57 bis 86 km/h weiter südwärts. Nach Betrawati verringert sich das Gefälle weiter bis auf 0,7% bei Devighat (Flutdurchgang: 10.00 bis 10:10).
Südlich von Devighat wendet sich der Trishuli nach Westen und verlässt das Himalaja-Vorgebirge. Das Gefälle sinkt in der Region um Mugling auf 0,2% bis 0,8%,und mit ihm verringert sich auch die Fliessgeschwindigkeit von 18 km/h bis 40 km/h, was immer noch eine beträchtliche Strömungsgeschwindgkeit darstellt.
Nach Devghat (Flutdurchgang: 14.30 bis 14:40) wird der Trishuli zum Narayani. Der Narayani fliesst durch immer flächeres Gelände und eine breitere Talsohle. Zwischen Narayangadh und der Tribeni an der Grenze zu Indien beträgt das Gefälle nur noch 0,1 % (auf einen Meter fällt das Gelände um 1 mm). Die Talsohle ist an manchen Stellen mehrere hundert Meter breit. Das Flutwasser kann sich über grössere Flächen verteilen und verliert dadurch an Geschwindigkeit und Kraft.
Zwischen Narayangadh und Tribeni, welche im Nawalparasi Distrikt liegen wurden allerdings bis am 2. September 2026 am meisten Flutopfer geborgen.
Die Spitze der Flutwelle benötigte für die rund 56 km lange Strecke von Rasuwagadhi nach Devghat 2 Stunden und7 Minuten. Dabei bewegte sie sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ungefähr 26,5 km/h talabwärts. Dabei überwand sie 1'791 Höhenmeter. (Angaben: ERCC)
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| Langtang Lirung (7'246 m) |
Vorläufige Einschätzungen von Wissenschaftlern aus Nepal und China deuten darauf hin, dass eine von der Nordflanke des Berges Langtang Lirung herabgestürzte Lawine aus Eis, Geröll und Schlamm den Abfluss des Flusses Lhende blockiert haben könnte. Der aufgestaute Fluss bildete möglicherweise temporär einen See, welcher später die Schuttmassen durchbrach und die Flutwelle auslöst.
Nach Erkenntnissen von Fachleuten wurde die Sturzflut durch einen Gletscherabbruch an der Nordwand des Berges Langtang Lirung. Der Abbruch wurde nicht direkt vor Ort beobachtet. Um 02:52:32 Weltzeit UTC, 8:37 Uhr Lokalzeit in Nepal, 10:52 Uhr chinesische Standardzeit und 4:52:32 Uhr mitteleuropäische Sommerzeit MESZ war 4:52:32 Uhr) registrierten Geophone in den USA und in Europa ein Erdbeben in Nordnepal.Dieser Erdstoss wurde wurde mit dem Abbruchereignis in Verbindung gebracht.
Die Behörden haben schwere Schäden am Markt in Timure, dem Zollgebäude in Timure , dem Rasuwagadhi-Gebiet undder Siedlung Syabrubensi gemeldet. Ausgedehnte flussnahe Siedlungszonen um Betrawati, um Trishuli Bazar in der Bidur Municipality und um Devighat wurden vollständig zerstört. Auswirkungen wurden auch auf kritische Infrastrukturen, einschliesslich mehrerer Wasserkraftprojekte, insbesondere des Chilime-Wasserkraftprojekts, verzeichnet.
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| Extreme Sturzflut in China und Nepal 2026 |
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Der Trishuli-Fluss vereinigt sich bei Devghat mit dem Fluss Kali Gandaki zum Narayani-Fluss, welcher südwärts durch den Chitwan-Nationalpark nach Indien fliesst. Der Trishuli Khola durchquert die Distrikte Rasuwa, Nuwakot, Dhading und Chitwan.
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| Nepal Trekkings in the Trisuli Bazar Region |
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