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HWS Bünztal: Hochwasserrückhaltebecken Wohlen

Das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) bei Wohlen und im Nidermoos bei Bünzen fassen 610'000 m3 und 950'000 m3 Wasser. Aus dem HRB Wohlen können die Drosselungsbauwerke 30 m3/s und aus dem HRW Nidermoos 12 m3/s ablassen. Beide Projekte kosten je etwa 19 Millionen Franken. Beim HRB Wohlen werden 42 ha Kulturland überflutet, beim HRB Nidermoos rund 120 ha. Bei den Hochwassern in den Jahren 1994, 1999 und 2007 betrug die Schadenssumme in der Region Wohlen rund 6 Millionen Franken. Die betroffene Bauern erhalten künftig Entschädigungszahlungen.

Das Hochwasserschutzprojekt schützt die Bevölkerung und das Siedlungsgebiet an der Bünz der Gemeinden Wohlen, Dottikon, Hendschiken, Othmarsingen und Möriken-Wildegg vor Hochwasser. Kernstück des Projekts ist das Hochwasserrückhaltebecken Wohlen. Der Rückhaltedamm hält die Wassermassen zurück, die bei einem Hochwasser zu erwarten sind. Der Wasserabfluss wird für die Unterlieger-Gemeinden um rund einen Drittel gedrosselt.

Das Hochwasserrückhaltebecken Wohlen wird das grösste Rückhaltebecken im Kanton Aargau werden.

Das Hochwasserrückhaltebecken Wohlen

Das Hochwasserrückhaltebecken besteht aus einem 850 Meter langen Erddamm, der das Hochwasser zurückhält. Der Damm wird gut ins Landschaftsbild des Bünztals eingefügt, und die Dammböschungen werden begrünt. Das gesteuerte Durchlassbauwerk am unteren Ende des Dammes reduziert den Abfluss automatisch auf maximal 30,5 m3. Der vorhandene Baugrund bedingt, dass das Durchlassbauwerk auf Pfählen fundiert wird.

Der Büelisacherkanal wird im untersten Abschnitt in ein neues Bachbett umgelegt. Zwischen dem Damm und dem neuen Bachlauf des Büelisacherkanals wird eine Riedwiese angelegt. Der durchgehende Fuss-und Radweg wird zukünftig auf dem Damm verlaufen und einen schönen Überblick bieten. Entlang der Bünz bleibt ein Bewirtschaftungsweg bestehen.

Revitalisierung der Bünz

Oberhalb des Rückhaltedamms wird die heute kanalisierte Bünz auf einer Länge von rund 800 Metern revitalisiert. Das linke Bünzufer wird verbreitert und der Bach mit naturnahen Strukturen aufgewertet. Die heute durchgehende, eher monotone Uferbepflanzung weicht einer aufgelockerten, strauchreichen, natürlichen und standortheimischen Bepflanzung. Flache Böschungen erlauben teilweise den Zugang bis zum Wasser.

Baubeginn und Bauzeit

Die Bauarbeiten beginnen am 5. August 2015 und dauern rund 2 Jahre. Zuerst wird die Bünzumleitung ausgeführt und das Durchlassbauwerk erstellt. Ab Frühling 2016 folgen die Dammbau-und Revitalisierungsarbeiten entlang der Bünz und beim Büelisacherkanal.

Quelle: Text Kanton Aargau, Departement Bau, Verkehr, Umwelt, August 2015

August 2015: In Wohlen hat der Bau des grössten Hochwasserrückhaltebeckens des Kantons begonnen

Das Regionale Hochwasserschutzprojekt Bünztal schützt die Bevölkerung und das Siedlungsgebiet der Gemeinden Wohlen, Dottikon, Hendschiken, Othmarsingen und Möriken-Wildegg an der Bünz vor Hochwasser. Kernstück des Projekts ist das Hochwasserrückhaltebecken Wohlen. Am 5. August 2015 hat der Spatenstich für dieses zentrale Bauwerk stattgefunden.

Das Hochwasserrückhaltebecken Wohlen besteht aus einem 850 Meter langen Erddamm, der das Hochwasser zurückhält. Der Damm wird gut ins Landschaftsbild des Bünztals eingefügt und die Dammböschungen werden begrünt. Das Durchlassbauwerk am unteren Ende des Dammes reduziert den Wasserabfluss für die Unterlieger-Gemeinden um rund einen Drittel automatisch auf maximal 30,5 Kubikmeter pro Sekunde. Der vorhandene Baugrund bedingt, dass das Durchlassbauwerk auf Pfählen fundiert wird.

Der Büelisacherkanal wird im untersten Abschnitt in ein neues Bachbett umgelegt. Zwischen dem Damm und dem neuen Bachlauf des Büelisacherkanals wird eine Riedwiese angelegt. Der durchgehende Fuss- und Radweg wird zukünftig auf dem Damm verlaufen und einen schönen Überblick bieten. Entlang der Bünz bleibt ein Bewirtschaftungsweg bestehen.

Revitalisierung der Bünz

Oberhalb des Rückhaltedamms wird die heute kanalisierte Bünz auf einer Länge von rund 800 Metern revitalisiert. Das linke Bünzufer wird verbreitert und der Bach mit naturnahen Strukturen aufgewertet. Die heute durchgehende, eher monotone Uferbepflanzung weicht einer aufgelockerten, strauchreichen, natürlichen und standortheimischen Bepflanzung. Flache Böschungen erlauben teilweise den Zugang bis zum Wasser.

Rund zwei Jahre Bauzeit

Der Spatenstich hat am 5. August 2015 stattgefunden, die Bauarbeiten dauern rund zwei Jahre. Zuerst wird die Bünzumleitung ausgeführt und das Durchlassbauwerk erstellt. Ab Frühling 2016 folgen die Dammbau- und Revitalisierungsarbeiten entlang der Bünz und beim Büelisacherkanal.

Die Projektkosten für das Hochwasserrückhaltebecken Wohlen und die Revitalisierung der Bünz belaufen sich auf rund 16,35 Millionen Franken. Davon übernimmt der Bund 39 Prozent, die verbleibenden Kosten tragen der Kanton und die betroffenen Gemeinden je hälftig. Zudem wird das Hochwasserschutzprojekt von der Mobiliar Versicherung finanziell unterstützt. Das Hochwasserrückhaltebecken Wohlen wird mit einem Rückhaltevolumen von 600'000 Kubikmetern das grösste Rückhaltebecken im Kanton Aargau werden.

Quelle: Text Kanton Aargau, Departement Bau, Verkehr, Umwelt, August 2015
Hochwasserrückhaltebecken Wohlen 2017
Wasserrückhaltebecken der Gemeinde Villmergen

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