Entwicklung der Alpenregion - Landwirtschaft im Alpenraum
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Berglandwirtschaft - Alpwirtschaft - Bewirtschaftung alpiner Regionen
Alpwirtschaft Berglandwirtschaft
Auf die Alp über den Prasgnolapass Vom Bergell (Val Bregaglia) ins Val Madris
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Alpwirtschaft: Bewirtschaftung alpiner Regionen
Auf diem Alp über den Prasgnolapass

Vom Bergell (Val Bregaglia) ins Val Madris

Ab dem 15. Jahrhundert erwarben die Bauern aus dem unteren Bergell (Val Bregaglia) immer mehr Weiderechte im Val Madris auf der Nordseite des Gebirgszuges, welcher sich nördlich der Moësa vom Pizza Gallagiun inRichtung Oberengadin hinzieht.

Die Bauern von Castasegna (740 m ü.M.) und Soglio (820 m ü.M.) trieben jedes Jahr im Frühsommer ihr Vieh über die steilen Saumpfade hinauf zu den beiden Maiensässen Däir (1'610 m ü.M.) und Läira (1'893 m ü.M.) und weiter über den Prasgnolapass (2'724 m ü.M.) nahe der Grenze zu Italien hinunter zu den Weiden nördlich der Alp Sovräna (1'995 m ü.M.) im Val Madris. Im Herbst ging sie mit den Tieren wieder über den Pass da la Prasgnola zurück in die heimatlicher Bergeller Dörfer.

Während Jahrhunderten mussten die Viehherden mit ihren Treibern kurz nach der Passhöhe eine gefährliche Stelle nahe des damals noch vorhandenen Gletschers passieren. Die Bauerngemeinschaft beschloss, diese Stelle mit einer steilansteigenden, aus Steinquadern erstellten Treppe besser und weniger gefährlich passierbar zu machen. Die Höhe und die breite der Treppenstufen waren den Schrittlänge der Kühe angepasst. Die Bauern waren auf die Erträge aus diesem Viertriebes angewiesen. Die Alpwirtschaft ermöglichte ihnen ein regelmässiges, aber karges Einkommen. Sie schufen mit ihrer harten Arbeit auf 2'500 m Höhe die Treppenanlage «I Trapet».

Die Treppe mit ihren 300 Stufen ist rund 250 lang. Ab dem frühen 20. Jahrhundert verzichteten die Bergeller Bauern auf den mühsamen jährlichenViehtrieb ins Val Madris. Der Saumpfad und die Treppe verfielen allmählich. Die Gemeinde Bregaglia, in welcher alle früheren Gemeinden im Val Bregaglia (Bergell) zusammengeschlossen sind, initierte ein Instandsetzungsprojekt, welches u.a. vom Kanton Graubünden und den Bundesbehörden unterstützt wurde. Heute ist der Wegabschnitt wieder in einem guten Zustand. (Informationsquelle: Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS))

Die Behörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft führen zum Erhalt und zur Pflege das Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) (https://www.ivs.admin.ch/).

Das IVS führt 10 Dokumentionen über die Instandstellungen von historischen Verkehrswegen im Kanton Graubünden. Dazu gehören …

Ort Projekt URL: https://www.ivs.admin.ch/
Avers Talstrasse /dokumentation/ausgewaehlte-instandstellungen/graubuenden/avers-talstrasse
Prasgnola-Pass Treppenanlage «I Trapet» /dokumentation/ausgewaehlte-instandstellungen/graubuenden/i-trapet
Quelle: Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS)
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