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1. Juni 2013: Hochwasser im Aargau
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Hochwasser im Kanton Aargau: Ereignisse vom 1. und 2. Juni 2013

Vom Hochwasser vom 1. und 2. Juni 2013 waren im Kanton Aargau alle vier grossen Flüsse betroffen. Der Rhein und die Reuss traten an verschiedenen Stellen über die Ufer. Der Wasserstand in der Aare war nahe an der Hochwassergrenze.

Der Rhein, die Limmat und die Reuss werden aus den zentral und östlichen Alpen mit Wasser versorgt. Diese Regionen waren von den Starkniederschlägen am meisten betroffen. Die höchsten Niederschlagswerte wurden aus den Kantonen St. Gallen (Einzugsgebiet des Rheins und der Limmat) undGlarus (Einzugsgebiet der Limmat), Ob- und Nidwalden (Einzugsgebiet des Reuss) gemeldet.

Die Situation der Aare wurde einerseits durch ein kluges Hochwasser-Managment der Behörden, andererseits aber durch eine Wetterberuhigung im Berner Oberland (Einzugsgebiet der Aare) und im Emmental (Einzugsgebiet der Emme) entschärft.

Die Kommunikation der für den Hochwasserschutz zuständigen Behörden hat 2013 im Gegensatz zum Hochwasser von 2007 vorzüglich funktioniert. Die Berner Behörden haben den Bielersee bereits frühzeitig abgesenkt, so dass er während den Niederschlagsspitzen als Auffangbecken benutzt werden konnte. Auch den Thunersee haben die Berner als Auffangbecken genutzt, indem sie die Wehre periodisch geöffnet und wieder geschlossen haben. Der Kanton Bern hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Hochwassersituation im Kanton Aarau keine gravierenden Folgen nachsich gezogen hat.

Die Einsatzkräfte (Kantonales Katastrophen-Einsatzelement, regionalen Führungsorgane, Zivilschutzorganisationen, Feuerwehren) waren im Kanton Aargau rechtzeitig vor Ort, um die notwendigen Schutzmassnahmen vorzubereiten und auszuführen. Die mobilen Hochwassersperren ("Beaver"-Elemente) konnten sich im Einsatz bewähren.

Das Bundesamt für Umwelt BAFU nahm innerhalb des Informationsnetzwerks eine wichtige Funktion ein.

Hochwasser im Kanton Aargau: Situation am 1. Juni 2013

Rhein nach wie vor mit Hochwasserstand - sinkende Abflüsse bei Aare und Reuss

Mobile Hochwassersperren konnten bis jetzt in Wallbach grössere Überschwemmungsschäden verhindern

In der Nacht auf Sonntag beruhigte sich im westlichen Teil der Schweiz die Wettersituation. Die Wasserstände von Aare und Reuss gingen zurück. Nach wie vor Gefahrenstufe 4 (grosse Gefahr) gilt für den Rhein. Durch die in der östlichen Schweiz zu erwartenden Niederschläge wird er noch bis voraussichtlich Anfang Woche einen hohen Wasserstand aufweisen.

Westlich der Reuss hörte in der Nacht auf heute Sonntag der Dauerregen auf. Dadurch gehen die Wasserstände von Aare, Reuss und Limmat tendenziell zurück. Durch die Regulierungen der Seen ist bei diesen Flüssen vorübergehend mit wieder steigenden Abflussmengen zu rechnen, die Alarmwerte von Freitag und Samstag werden jedoch nicht mehr erreicht.

Noch keine Entwarnung gibt es für den Rhein im unteren Fricktal. Durch die Niederschläge in der Ostschweiz weist der Fluss nach wie vor Hochwasserstand auf (Gefahrenstufe 4, grosse Gefahr). Die in Wallbach errichteten mobilen Hochwassersperren haben ihren Zweck erfüllt: Bis jetzt konnten die über das Ufer strömenden Wassermassen zurückgehalten und grössere Überschwemmungsschäden vermieden werden. Es ist damit zu rechnen, dass der Rhein noch bis Anfang Woche einen hohen Wasserstand aufweisen wird.

Die mobilen Hochwassersperren werden erst abgebaut, wenn der kritische Durchflusswert von 3000 Kubikmetern pro Sekunde wieder deutlich unterschritten ist. Die Feuerwehr überwacht die Situation am Rheinufer in Wallbach.

Die Bevölkerung wird gebeten, die Uferzonen der hochwassergefährdeten Flüsse nach wie vor zu meiden und bei Aussenaktivitäten das Risiko von lokalen Überschwemmungen und Rutschungen zu beachten. Den Anweisungen von Polizei, Feuerwehr und Behörden ist Folge zu leisten.

Kantonaler Führungsstab (KFS) beendet den Hochwassereinsatz

Der Hochwassereinsatz im Kanton Aargau ist seit Freitagnachmittag durch den Kantonalen Führungsstab (KFS) geführt worden. Die Beruhigung der Wettersituation führt zu einer Entspannung der Hochwassersituation. Der KFS Aargau stellt deshalb seinen Einsatz am Sonntag, 2. Juni 2013, 8 Uhr, ein. Er wird jedoch die Entwicklung der Lage aufmerksam weiterverfolgen. Der Rückbau der Hochwasserschutz-Einrichtungen erfolgt abgestimmt auf die lokale Wasserstandsituation.

Quelle: Text Kanton Aargau, Juni 2013
Insgesamt worden im Kanton Aargau im Juni 2013 geringere Wasserstände in den Flüssen gemessen als 2007.

Im Gegensatz zu 2007, wo die Schäden von rund 40 Millionen Franken entstanden, verursachte das Juni-Hochwasser 2013 Schäden in der Höhe von einigen Hunderttausend Franken.

Der Kanton Zürich hat die Wassermenge in der Sihl vor allem in Hinblick auf den Schutz der Stadt Zürich und des Limmattals wirkungsvoll dosiert.

Die Spitzenwerte konnten so in der Limmat vermindert werden. Davon profitierte auch der Wasserstand in der unteren Aare.

Die Regulierung der Reuss beim Ausfluss aus dem Vierwaldstättersee bleibt ein Problem. Eine Vorabsenkung des Vierwaldstättersees ist nicht erfolgt. Die Regulierung des Vierwaldstätterpegels und die Regulierung des Wasserstands in der Reuss können noch optimiert werden (siehe: integrales Hochwasserschutz-Gesamtkonzept für die Reuss).

Als der Vierwaldstättersee über die Ufer zu treten drohte, haben die Luzerner das Wehr in der Stadt Luzern geöffnet und die Reuss geflutet.

Ein starker Anstieg des Wasserstands in Reuss brachte dem Kanton Aargau in derFolge einige Probleme. Zum Glück brachte die Kleine Emme nicht wie 2007 das "Fass" zum Überlaufen.

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