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Die Dattelpalme

Dattel [vom griechischen Wort daktylos abgeleitet , was Finger heisst] ist die Frucht der Dattelpalme.

Dattelpalme: «Der Kopf in der Glut, die Füsse im Wasser»

Die Dattelpalme ist eine fiederblättrige, tropische und subtropische Palmengattung, die in Afrika und in Vorderasien heimisch ist. Die echte Dattelpalme (Phoenix dactylifera) ist eine Kulturpflanze mit etwa 100 Unterarten. Sie wird bis 10 m hoch. Diese Palmenart prägt die nordafrikanischen und südwestasiatischen Landschaften. Die Dattelpalme verträgt Lufttemperaturen zwischen + 16°C und + 52°C. Der weibliche Baum trägt Büschel 4-5 cm langer, im Reifezustand dunkelhonigfarbiger, zuckerreicher Beerenfrüchte.

Eine Palme liefert jährlich durchschnittlich 50 kg Früchte (Datteln); diese werden in Afrika und Asien frisch gegessen, für den Vorrat getrocknet, gepresst oder in Schafleder eingenäht (Dattelbrot, Wüstenbrot).

Im Gegensatz zu unseren Bäumen wächst der Stamm der Dattelpalme nach innen. Der Kern der Stämme unserer Bäume ist hart. Der Stamm der Dattelpalme ist in der Mitte weich. Die "Rinde" ist hingegen hart und widerstandsfähig.

Das Holz der Dattelpalme wird beim traditionellen Hausbau gerne verwendet. Einheimische schreiben dem Holz der Dattelpalme klimaausgleichende Wirkungen zu.

Ein neu gepflanzter Setzling einer Dattelpalme benötigt bis gegen 10 Jahre Wachstum, bis die herangewachsene Palme ihre ersten, marktfähigen Dattelfrüchte entwickelt.

Ende des letzten Jahrhunderts begann sich eine Pilzkrankheit in den Dattelhainen Nordafrikas auszubreiten. Die vom Pilz befallene Dattelpalme stirbt innerhalb von ein paar Monaten ab. Zehntausende von Dattelpalmen starben ab und mussten durch neu gezüchtete, resistente Sorten ersetzt werden.

Der Klimawandel hat auch die Wüstenoasen erreicht. Für die Bewässerung der Oasengärten und Palmhaine steht immer weniger Wasser zur Verfügung. Der Grundwasserspiegel sinken. De geringeren Regenmengen reichern das Grundwasser weniger an. Die Grundwasservorkommen werden weiterhin stark genutzt. Als Folge dieser Entwicklung werden immer grössere Oasengartenflächen und Dattelpalmenkulturen weniger betreut oder ihre Bewirtschaftung ganz aufgegeben.

Die Palme ist auf ausreichend Grundwasser angewiesen. Sie liebt ein heisses, trockenes Klima.

Schlechtere Sorten werden in Ägypten und Indien zu Dattelschnapps verarbeitet, sehr zuckerreiche zu Dattelsirup (Dattelhonig). Aus dem Sprosssaft wird Dattelwein gegoren. In Nordafrika wird illegal Dattelschnapps destilliert, welcher für westliche Gaumen nicht gerade gut schmeckt, aber eine stark berauschende Wirkung entwickelt. Der Alkoholgenuss ist im Islam streng verboten.

Der geröstete Kern gibt Kaffeeersatz (Dattelkaffee).

Das Palmblatt wird zu Besen, Bürsten oder Flechtwerk verarbeitet. Der Stamm wird als Bauholz verwendet.

Zerstampften Dattelkernen werden im arabischen Raum eine heilende Wirkung zugeschrieben. In der traditionellen arabischen Medizin wird Dattelkernpulver in Kombination mit anderen Wirkstoffen zu Medikamenten verarbeitet.

Die Datteln galten als Brot der Saharabewohner. In früheren Jahren dienten die Dattelfrüchte auch als begehrtes Handelsprodukt, das mit Kamelkarawanen nach Süden in den Sahel Transportiert wurde. Auf dem Rückweg wurden die Dromedare mit Hirse beladen.

In grösseren Oasen in Nordafrika wachsen über eine Million Dattelpalmen.

Oasen
Oasen Wasserförderung und - verteilung - Bewässerung
Oman Aflaj-Bewässerungssysteme und Falajkanäle

Die Pflege der Dattelpalmen ist weitgehend Handarbeit. Im Frühjahr werden die Blütenstände der weiblichen Palmen bestäubt. Im Spätherbst werden die Büschel mit den reifen Dattelfrüchten aus der Palmenkrone geschnitten. Von Oktober bis Dezember steigen die Männer wieder auf jede ihrer Palmen und schneiden die dürren Palmblätter ab.

Text: RAOnline

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