Wandern in der Schweiz Tipps
Baselland, Solothurn
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Jura
Region Froburg - Belchenfluh - Waldenburg
Wandern im Jura
Froburg - Belchenfluh - Waldenburg
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Solothurner und Baselbieter Jura Wanderungen
Froburg - Belchenfluh - Waldenburg
Allerheiligenberg - Belchenfluh
Belchenfluh - Chambersberg - Rumpel
Froburg - Hauenstein - Challhöchi - Belchenfluh - Waldenburg
(4 h 30 min)
Die Region um den Belchen ist der "Gotthard" im Jura. Ein Autobahn-Tunnel und zwei Bahn-Tunnel (einer davon wird allerdings nicht mehr benutzt) wurden in den weichen Jurakalk gebohrt. Zwei Passstrassen, der Unter und der Ober Hauenstein, verbinden das Mittelland mit der Region Basel. Militärisch war die Region vor allem im ersten Weltkrieg von grosser Bedeutung. Spuren seiner geschichtlichen Bedeutung können wir an vielen Stellen beobachten.

Die Belchenfluh ist zwar mit ihren 1'099 m nicht der höchste, jedoch der markanteste Grenzpunkt der Gemeinde Hägendorf SO. Dieser kahle Felssporn bietet an klaren Tagen eine herrliche Rundsicht, südlich über das Mittelland bis in die Alpen, nördlich weit ins Baselbiet. Noch höher als der Belchen liegt eine bewaldete Kuppe, der Ruchen auf 1'123 m.

Belchenfluh
Verkehrsmittel
Transport Transport Stationen
cablecar
railways SBB
Olten SO
Liestal BL
bus Post - Autobus Hauenstein SO
Waldenburg BL
Belchenfluh
Vergrösserung: Bitte auf das Diagramm klicken.
Wanderweg
Stationen Höhe in m Strecke in km
Froburg
Hauenstein Dorf
Challhöchi
Chambersberg
Belchenfluh
Belchenpass
Geissfluh
Lauchflue
Punkt 1018
Waldenburg
820
674
884
910
1099
991
987
1042
1018
534
0
2
5
6
8
9
10
11
12
15
Höhenweg
Belchen
Region Belchen
Essen & Unterkunft
Stationen Strecke in km
Froburg
Hauenstein
General Wille Haus
Waldenburg
0
2
5,5
15
Froburg
Hauenstein
0
2
Froburg
Challhöchi
Belchenfluh
Geissfluh
0
5
9
10
Links in die Region
Externe Links
Belchen Schweiz Bölchenregion
Gemeinde Hägendorf Freizeit / Kultur / Sport - Wandervorschläge
Tüfelsschlucht
Gemeinde Waldenburg Freizeit / Kultur / Sport - Wandervorschläge
Verein Wanderwege beider Basel
Wetter und Verkehrinformationen
Froburg - Challhöchi

Wir beginnen unserer Wanderung unsere Wanderung beim Wegkreuz oberhalb des Restaurants "Froburg". Nach wenigen hundert Meter müssen wir für ein kurzes Stück die geteerte Fahrstrasse benutzen. Bald zweigen wir nach links ab und marschieren abwärts nach Hauenstein SO. Nachdem wir die stark befahrene untere Hauensteinstrasse überquert haben, führt der Wanderweg stetig ansteigend zum Wegkreuz Challhöchi. Auf unserer rechten Seite der Ifleter Berg. In südlicher Richtung liegt unter uns Ifenthal mit seiner abseitsstehenden Kirche. Ab und zu hören wir Gewehrfeuer vom nahe gelegenen Schiessplatz "Spittelberg" der Schweizer Armee. Die Geischte hat uns eingeholt. Oben auf der Challhöchi ducken sich Wehranlagen an den Waldrändern. Wir queren die Fahrstrase von Oberbelchen nach Ifenthal.

Ruine Froburg SO

Die Froburg ist eine der ältesten und grössten Wehranlagen der Schweiz, urkundlich schon 1090 erwähnt. Sie war Stammschloss einer mächtigen Adelsfamilie, die den Hauensteinpass kontrollierte, Land von Zofingen bis Liestal besass, Olten gründete. Die Froburger berieten den deutschen Kaiser, zogen auf Kreuzzüge, führten einen feudalen Hofstaat. Im 13.Jahrhundert gerieten sie in Geldnot und verkauften die Burg, die später durch ein Erdbeben zerstört wurde. Jahrhundertelang blieb die dem Kanton Solothurn gehörende Ruine von Wald überwachsen, bis 1906 erste Grabungen stattfanden. 1973 bis 1977 restaurierten junge Freiwillige die Anlage, die man heute in ihrer Gesamtheit erkennen und begehen kann.

Belchenfluh BL-SO
Belchenfllue (Gipfel BL)

Wir marschieren in westlicher Richtung bergan. Verkehrszeichen der Armee zeigen, dass wir uns dem Schiessplatz "Spittelberg" nähern.

Das "General Wille-Haus" zu unserer Linken ist ein Haus, welches von der Armee benutzt wird. Wieder werden wir an die Geschichte des ersten Weltkrieges erinnert. Weiter geschichtliche Zeugen folgen. Die Strasse musste teilweise in die Abhänge der Belchenfluh gesprengt werden. Alte Bunkeranlagen und Inschriften begleiten uns bergwärts. Die Strasse steigt gleichmässig an. Die Forststrasse wird auch gerne von gut trainierten Mountain-Bikern benutzt. Nahe der Belchenfluh macht unser Weg einen markanten Rechtsbogen und wird deutlich steiler. Die letzen paar Meter auf die felsige Kuppe der Belchenfluh unterstützen Treppen und Geländer.

Region Belchenfluh von Westen
Der Belchen im "magischen Dreieck"

In der Peripherie der RegioTriRhena erheben sich drei Berge, die alle den gleichen Namen tragen: Belchen; einer liegt im Westen in den Vogesen (auf franz. "Ballon d'Alsace"), einer im Osten im Schwarzwald und einer im Süden im Jura. Zum Frühlings- und Herbstanfang geht die Sonne, vom westlichen Belchen aus gesehen, direkt über dem östlichen auf; umgekehrt geht die Sonne, vom östlichen Belchen aus gesehen, genau hinter dem westlichen Belchen unter. Im Winter, am Tag der Sonnenwende, spielt sich das gleiche zwischen dem westlichen und dem südlichen Belchen ab.

Region Belchen von Osten

Der östliche und der südliche Gipfel liegen mit geringer Abweichung in der Nord-Südachse, so dass das Belchendreieck annähernd rechtwinklig ist. Dass dies alles nicht einfach Zufall ist, zeigt die Bedeutung des Wortes "Belchen" sowie die geometrische Anordnung der Berge. Die vom indoeuropäischen "bhel" hergeleitete Wurzel mit der Bedeutung "glänzend, schimmernd, hell" liegt auch dem Namen des keltischen Sonnengottes "Belenus" zu Grunde. In der mathematisch-harmonischen Anordnung des Belchendreiecks und dessen geometrischen Beziehungen zu weiteren gleichnamigen Bergen in den Vogesen (Petit und Grand Ballon de Servance, Ballon St. Antoine u.a.) kommt die topographische Verankerung einer Ordnung in Raum und Zeit zum Ausdruck.

Entsprechend den Sonnenbergen gibt es auch Mondberge, unter anderem die drei im Schwarzwald und im Jura gelegenen Blauen, die als Merkpunkte für die Mondstände dienten.


Geissfluh SO/BL

Auf einer Forststrasse wandern wir zur Belchenpassstrasse (Chilchzimmersattel) hinunter. Ein halber Kilometer weiter nordöstlich und hundert Meter tiefer liegt der Obere Belchen (Oberbölchen) mit seinem Restaurant. An schönen Sommerwochenden sind hier jeweils kaum mehr Parkplätze zu finden. Wir queren die Passtrasse und gelangen in ein felsiges Waldstück.

Die nächsten paar hundert Meter sind ein richtiges Freiluft-Militärmuseeum. In den Felsen gesprengte militärische Infrastrukturbauten, Schützengräben und Befestigungsanlagen sind im Wald verstreut. Alles heute ohne militärischen Nutzen.

Auf der Waldlichtung vor der Geissflue geniessen wir einen herrlichen Rundblick nach Norden zum Schwarzwald hin und nach Westen in das bewegte Gelände des Faltenjuras. Wir folgen dem Grat zwischen Geissflue und der Lauchflue. Fast senkrecht fallen die Kalkwände nach Norden hin ab. Für den Abstieg nach Waldenburg bieten sich zwei Varianten an: Einen felsigen und waldreichen über den Gerstelflue-Grat oder einen durch das Weidegebiet um Sennhus.

Weitere Bilder
Region Wasserfallen (BL) - Belchenfluh (SO)
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