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Wanderdünen durch Sandverfrachtungen

Sanddünen, welche von regelmässigen Winden in dieselbe Richtung vorangetrieben werden, heissen Bogendünen (Barchane oder Sicheldünen).

Sanddünen bestehen auf der dem Wind zugewandten Seite (= Luv) aus einer harten Sandfläche mit einer wellenförmigen Oberfläche. Die Luvseite einer Düne lässt sich gut befahren und begehen. Sie ist weniger steil ansteigend wie die dem Wind abgewandete Seite (= Lee). Auf dem scharfen Dünenkamm wechselt die Oberflächenbeschaffenheit der Düne. Die Leeseite besteht aus Lockersand, in dem Fahrzeugreifen bzw. Wanderschuhe tief einsinken können. Bei regelmässigem Wind bildet sich über der Sandoberfläche auf der Luvseite eine wenige Zentimeter hohe Schicht mit fliegenden Sandkörnern, welche wie ein Sandstrahlgebläse wirken. Die Sandkönern schiessen über den Dünnekamm hinaus und bilden eine feinen Sandschleier.

Die über den Wüstenboden wehende sandhaltige Luftschicht lagert die Sandkörner überall dort ab, wo ein Hindernis die Windgeschwindigkeit verringert und somit die Transportkraft der Strömung vermindert. Hindernisse sind u.a. Steine, Büsche, Mauern. Auf der Leeseite der Hindernisse bilden sich Sandhaufen.

Der häufig wehende Wüstenwind transportiert unablässig weiteren Sand heran. Aus den Sandhaufen bilden sich Dünen. Im Laufe der Zeit formt der Wind eine Düne zu einer Bogendüne, einer Querdüne oder einer Längsdüne.

Bogendünen entstehen, wenn der Wind regelmässig aus der gleiche Richtung weht. Das massenreiche Zentrum der Bogendüne bewegt sich dabei weniger schnell als ihre Seitenränder, wo der Sand locker aufliegt. Es bildet sich kurzzeitig eine Parabeldüne, wenn die Windrichtung um 180° dreht. Einige Zeit später hat der Wind die Parabeldüne wieder in eine Sicheldüne umgeformt.

Der Sand ist in einer Sandwüste allgegenwärtig. Während Sandstürmen werden riesige Mengen Sand in die Oasensiedlungen und deren Oasengärten hineingetragen. In Sandstürmen kann die Sichtweite auf wenige Meter sinken. Oasenbewohner umgeben ihre Gärten mit hohen Mauern, welche ihre Anpflanzungen wenigstens vor den in Bodennähe heranwehenden Sandmassen schützen.

Wanderdünen, welche die Oasen bedrohen, werden mit Hecken befestigt.

Text: RAOnline
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