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Taifun Haiyan (Yolanda)
Reis: Zerstörte Lebensgrundlagen

Das UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) schätzt, dass 77% der Bauern in den Zentralphilippinen durch den Taifun Haiyan ihre Haupteinnahmequelle verloren haben.

Das Landwirtschaftsministerium schätzt, dass in den betroffenen Region rund 850'000 in der Landwirtschaft beschäftigte Menschen unter dem Naturereignis leiden.

Die UN-Nachrichtenagentur IRIN meldete, dass in den Philippinen rund 45'000 Reisbauern in den ländlichen Gebieten der Region VIII, welche die Provinzen Leyte, Southern Leyte, Biliran, Northern Samar, Samar und Eastern Samar einschliesst, von der Naturkatastrophe vom 8. November 2013 betroffen sind.

Die Region VIII produziert im Durchschnitt etwa 1 Millionen Tonnen Reis pro Jahr. Die gehört damit zu den 5 produktivsten Regionen des Landes. Jeder Reisbauern bearbeitet in dieser Region durchschnittlich 0,8 Hektaren Land.

Experten gehen davon aus, dass nun über 95% der insgesamt 38'400 Hektaren umfassenden Reisanbaufläche zerstört sind.

Satellitenbilder der Katastrophenregionen, welche vom Taifun Haiyan heimgesucht wurden, zeigen, dass 1'800 Hektaren erntebereite Reiskulturen in über 15 Municipalities durch den Wirbelsturm vernichtet wurden. Die meisten Gebäude, welche zur Lagerung der Reisernte dienen, sind zerstört oder schwer beschädigt.

Zahlreiche Reisfelder wurden bereits vor dem Eintreffen des Wirbelsturms abgeerntet. Der geerntete Reis wurde allerdings in den beschädigten Lagergebäuden durch Windeinfluss, Regen oder durch Hochwasser ungeniessbar gemacht.

Die Bewässerungsanlagen wurden durch den Sturm ebenfalls beschädigt.

Das International Rice Research Institute IRRI betreut zusammen mit sarmap und DA-PhilRice das Projekt "Remote Sensing-based Information and Insurance for Crops in Emerging Economies (RIICE)". Das Projekt überwacht in einer Zusammenarbeit mit der German Development Cooperation GDC (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ) und der Swiss Agency for Development and Cooperation SDC (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA) den Reisanbau in den Philippinen. Die Daten werden von den Satelliten COSMO-SkyMedund TerraSAR-X geliefert.

Die Daten von September bis Oktober 2013 zeigen, dass die Reisernte in den vom Taifun Haiyan betroffenen Gebiete vor dem Eintreffen des Supertaifuns abgeschlossen worden ist.

Der Reise, welche aus dem betroffenen Gebieten auf den philippinischen Markt kommt, entspricht etwa 10% der gesamten Reisproduktion der Philippinen. Die Insel Leyte ist eine Reisproduktionsprovinz der Kategorie II. Leyte hat somit mehr als 100'000 Hektaren Reisanbaufläche.

Von 2000 bis 2009 wies Leyte nach Nueva Ecija and Iloilo die dritthöchste Zuwachsrate bei der Reisproduktion von allen Provinzen der Philippinen auf.

IRRI Generaldirektor Robert Zeigler ist über das Ausmass der Schäden, welche der Taifun Haiyan angerichtet hat, entsetzt. Er betont, dass er seit dem Beginn seiner Arbeit in den Philippinen im Jahr 1992 niemals eine so grosse Verwüstung nach einer Naturkatastrophe gesehen habe.

Die Reisbauern müssen wegen des Klimawandels mit immer stärkeren und längeren Überschwemmungen ihrer Felder rechnen. Das IRRI hat daher für die Reisbauern zahlreiche Reissorten entwickelt, welche längere Überschwemmungsphasen besser überstehen. Die neuen Reissorten heissen u.a. "scuba rice" oder "Submarino". 5 Millionen Reisbauern in Asien benutzen bereits eine der 101 verbesserten Reissorten.

Quelle: International Rice Research Institute IRRI und IRIN, November 2013 (Text: RAOnline)

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