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Drogen: Ectasy

Ecstasywird in Deutschland von ca. 2'000'000 Menschen konsumiert, meist auf Techno-Partys. Der ursprüngliche Ecstasy-Wirkstoff MDMA wurde 1913 von dem Pharmaunternehmen Merck als Appetitzügler hergestellt, aufgrund der bewusstseinsverändernden Nebenwirkungen kam es aber nie zur Vermarktung. Heute zählt man zu der sog. Ecstasy-Gruppe auch die sog. Designerdrogen MDEA und MDBD.

Im Laufe der Zeit fand Ecstasy Eingang in verschiedene Subkulturen und in die psychotherapeutische Praxis. Als sich im Laufe der Zeit der Konsum immer mehr in den Privatbereich ausdehnte, begann in den 80er Jahren eine, von den USA ausgehende, Verbotswelle. Am 1. August 1985 wurde MDMA in Deutschland verboten.

Ecstasy wirkt antriebssteigernd und stimmungsaufhellend, mensch fühlt sich leicht und unbeschwert, es stellt sich ein Gefühl grosser Harmonie mit der Umgebung ein.

Ecstasy macht körperlich nicht abhängig. Es ist aber möglich, dass das mit der Droge zusammenhängende Partyleben zum Lebensmittelpunkt wird und dadurch andere Bereiche des Lebens (Schule, Beruf...) vernachlässigt werden. Dies wird auch als psychische Abhängigkeit bezeichnet. Schwere Komplikationen können bei Konsumenten mit Herzkrankheiten und bei Asthmatikern auftreten. In zehn Fällen kam es auch schon zu ernsthaften Leberproblemen, wobei hier nicht geklärt ist, ob die Symptome durch MDMA, Verunreinigungen oder idiosynkratische Ursachen (bezeichnet anlagebedingte überempfindlichkeiten, die von praktisch allen natürlichen und synthetischen Stoffen verursacht werden können und sich z. B. in Organschäden manifestieren) bedingt wurden. über die Neurotoxizität ("Nervengiftigkeit") von Ecstasy gibt es beim Menschen noch keine eindeutigen Befunde.

Ecstasy greift in den Serotoninhaushalt ein. Die Reduzierung verschiedener Neurotransmitterkonzentrationen (Neurotransmitter sind Botenstoffe zwischen den Nervenenden, welche die übertragung des Nervenimpulses aus biochemische Weise sicherstellen) scheint sich aber im Laufe der Zeit von selbst wieder zu stabilisieren. Eine intelektuelle Beeinträchtigung durch Ecstasykonsum konnte noch nicht festgestellt werden. Die überhitzung des Körpers nach langem Tanzen stellt wohl die grösste Gefahr des Ecstasykonsums dar. Gerade diese Gefahr beruht aber auf fehlerhafter Prävention, da durch regelmässiges, alkoholfreies Trinken und ausreichende Belüftung und Ruheräume (chill-out) diese Gefahren deutlich reduziert werden können.

Medizinisch wurde Ecstasy in der Psychotherapie verwendet.

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Drogen: Amphetamin

Amphetamin (Pep) wurde erstmals 1887 in Deutschland synthetisiert. In der Medizin wurde es als Asthmamittel, gegen übergewicht und Depressionen eingesetzt. Erst in den 60er Jahren entwickelte sich ein illegaler Markt für die Droge. Heute wird sie besonders häufig in der Techno-Kultur genutzt. Die verschiedenen Ecstasy-Wirkstoffe gehören auch zur Familie der Amphetamine. Es wird heute noch bei hyperaktiven Kindern eingesetzt.

Amphetamine sind synthetische Substanzen, die in Tablettenform oder als weisses Pulver erhältlich sind. Es wird häufig gesnieft oder geschluckt, kann aber auch gespritzt werden. Amphetamine erhöhen die Noradrenalin- und Dopaminausschüttung des Körpers und setzen körperliche Energiereserven frei. Das kann mit Zufriedenheit und Wohlgefühl, aber auch mit unangenehmer Anspannung und Selbstüberschätzung einhergehen. Subjetkiv erhöhte Leistungsfähigkeit ist das Hauptmerkmal der Droge. Hunger, Durst und Müdigkeit werden unterdrückt. Das kann bei ununterbrochenem Tanzen zu überhitzung führen. Während der Wirkungszeit kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen. Nach Abklingen der Wirkung sind oft Erschöpfung und Depressionen zu spüren.

Auch bei Dauergebrauch entsteht keine körperliche Abhängigkeit. Allerdings kann eine starke psychische Abhängigkeit entstehen. Das führt bei regelmässigem Konsum auch zu hohen Dosissteigerungen. Bei Dauergebrauch entsteht eine starke Belastung für die Psyche. Es kann zu Aggressivität und anderen mentalen Störungen kommen. Der Körper wird nach und nach ausgezehrt.

Die Mehrheit der User entwickelt jedoch keinen chronischen Gebrauch. In Drogenberatungsstellen sind Speedprobleme eher selten.

Quelle: Grüne Jugend Bundesverband - Fachforum Drogen des Grün-Alternativen Jugendbündnisses (GAJB), Grüne Berlin, 1997

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Drogen: Khat

Frische Khatblätter erzielen eineberauschende Wirkung. Getrocknete Khatblätter bewirken in der Regel keine Rauschwirkung.

Khat wird vor allem in Jemen konsumiert. Dort gehört die Droge zum Alltag. Eine Langzeitstudie hat herausgefunden, dass 82% der Männer und 43% der Frauen in diesem Land im Verlaufe ihres Lebens Erfahrungen mit der Khatdroge gemacht haben.

Der Khatstrauch (lat. Catha edulis) wächst vor allem in Ostafrika und im südlichen Arabien. Der Strauch gehört zur Pflanzenfamilieder Spindelbaumgewächse (lat. Celastraceae). Er kann viele Meter hoch wachsen. Die Hauptanbaugebiete befinden sich in Äthiopien, Kenia und Tansania in Ostafrika sowie Jemen und Oman in Arabien.

In den Kathblätter sind bewusstseinsverändernde chemische Substanzen wie Cathinone und Cathine enthalten. Die Stoffe wirken im Gehirn und im menschlichen Körper wie Amphetamine. Wegen diesen Wirkstoffen gelten die Blätter als Drogen. Der Handel mit Kathblätter ist illegal.

Die Rauschwirkung dauert zwischen 1,5 bis 3 Stunden, in Ausnahmefällen bis gegen 24 Stunden.Konsumenten berichten u.a. über Appetitlosigkeit,Schlafstörungen und andere physisch und psychisch negative Auswirkungen.

Die Kathblätter werden ungetrocknet in den Mund gesteckt und gekaut. Beim Kauen werden die psychoaktiven Wirkstoffe herausgelöst. Bisher konnte noch nicht nachgewiesen werden, dass Kathkonsum zu körperlicher Abhängigkeit führt. Berichte beschreiben, dass sich Menschen, welche den Kathkonsum eingestellt haben, über Anfälle von Depressionen, Albträume und Zittern beklagt haben.

Die Drogenbehörden verfügen über Beweise, dass sich die islamistischen Milizen in Ostafrika und Arabien über den Kathhandel finanzieren. Vor allem im Jemen und in Somalia befindet sich der Handel zu einem grossen Teil unter der Kontrolle der Terrormillizen.

Quelle: US Drogenbehörde NIDA Drogabuse , Text RAOnline
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