Antarktis
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Antarktischer Eisschild - Schelfeise
Eisabbrüche bei den Schelfeisen
Eisberge und Meeresströmungen in der Antarktis
Antarctic Circumpolar Current ACC = Antarktischer Zirkumpolarstrom
Eisabbruch an der Arktischen Halbinsel 2002
Auswirkung einer lokalen Klimaerwärmung
Das Schelfeis geht zurück
Lokale Erwärmung
Interessant für die Forschung
Larsen-Schelfeis Entwicklung, Eisabbrüche, Eisberge, Eisberg A-68 ...
Eisabbruch beim Ross-Schelfeis und Kollision eines Eisbergs 1987 und 2010
Rückzug des West-Antarktischen Eisschildes 2006
Antarktis Mission zum Larsen-Schelfeis 2006
Eisabbruch beim Wilkins-Schelfeis 2008
Sommer-Eisaufbruch beim Larsen-Schelfeis 2008
Eisabbruch beim Ronne Filchner-Schelfeis 2010
Eisberge B-15Z und B-15T: In 18 Jahren vom Ross-Schelfeis ins Weddellmeer
Brunt-Schelfeis Neuer Eisberge A-74 abgebrochen 2021
Naturwissenschaften Arktis-Antarktis Geografie Klima
Grosse Eisberge an der antarktischen Halbinsel abgebrochen
7. März 2002
Larsen

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Auswirkung einer lokalen Klimaerwärmung
Eisberge mit einer Gesamtfläche von 2'600 Quadratkilometern sind am 7. März 2002 vom nördlichen Larsen-Schelfeis an der antarktischen Halbinsel abgebrochen. Das zeigen Satelliten-Aufnahmen, die vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung und vom Institut für Meteorologie und Geophysik der Universität Innsbruck (IMGI) ausgewertet werden.

Dieser natürliche Vorgang wurde beschleunigt durch eine Klimaänderung, die jedoch nur im nördlichen Bereich der antarktischen Halbinsel beobachtet wird.


Antarktis Mission zum Larsen-Schelfeis
UNEP-Bericht 2007 «Schnee und Eis 2007»
UNEP-Bericht 2007 «Schnee und Eis 2007»
Larsen

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Das Schelfeis geht zurück
Schelfeis
Schelfeisesind auf dem Meer schwimmende Eisplatten, die vom Inlandeis gespeist werden. Sie sind zwischen 200 und 1'000 Meter dick und fest mit den Inlandeis verbunden. Gewöhnlich fliesst genauso viel Eis von der Landseite her nach wie durch das Abbrechen (Kalben) von Eisbergen auf der Seeseite verloren geht. Doch das Larsen-Schelfeis , das sich in einer Bucht auf der Ostseite der antarktischen Halbinsel (66 - 64 Grad Süd, 60 Grad West) befindet, wird seit Jahren immer kleiner.

Seit 1986 ging die Gesamtfläche von 15'500 Quadratkilometer auf nunmehr 4'500 Quadratkilometer zurück. Das ist ein ausserordentliches Ereignis. Eine Kälte-Periode von zumindest 500 Jahren wäre notwendig, um diese Eismassen zu ersetzen.

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Lokale Erwärmung
Ozon
Verantwortlich für den drastischen Rückzug ist eine signifikante Klimaänderung, die jedoch nur im Bereich der antarktischen Halbinsel beobachtet wird. Die mittlere Sommertemperatur in diesem Gebiet liegt nahe null Grad Celsius. Durch den starken regionalen Temperaturanstieg um etwa zwei Grad während der letzten dreissig Jahre kam es immer häufiger zu Schneeschmelzen. Das Schmelzwasser begünstigt die Entstehung von Rissen im Schelfeis, die im Laufe der Jahre wachsen. Die starken Westwinde in dieser Gegend lösen schliesslich das Kalben der Eisberge aus. Der Meeresspiegel steigt dadurch nicht an, weil schon das Schelfeis im Wasser schwimmt.

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Interessant für die Forschung
Das Larsen-Schelfeis ist für die Forschung besonders interessant, weil an ihm erstmals das Schwinden eines Schelfeises detailliert studiert werden kann. So haben Untersuchungen am Larsen-Schelfeis gezeigt, dass die dahinter fest aufliegenden Gletscher ohne vorgelagertes Schelfeis schneller abfliessen und so zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen können.

Erstmals möglich wurde die detaillierte Beobachtung durch die Radartechnik der europäischen Fernerkundungssatelliten ERS-1 und ERS-2, die durch die Wolkendecke hindurch Aufnahmen des Schelfeises lieferten. Zusätzlich wurden Messungen am Schelfeis selbst vom IMGI in Kooperation mit dem argentinischen Antarktisinstitut durchgeführt.

Larsen
Weitere Informationen
RAOnline Antarktis und Arktis
Klimawandel: Pinguine in Gefahr
Eisforschung in der Antarktis
European Project for Ice Coring in Antarctica (EPICA)
West-Antarktis: Eismasse verringert sich
Rascher Temperaturanstieg über der Antarktis
Polargebiet: Gefahren durch auftauenden Permafrost
UNEP-Bericht 2007 «Schnee und Eis 2007»
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