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Kanton Solothurn Sozialbericht 2013 2014
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Die Schweizerische Sozialhilfestatistik im Kanton Solothurn 2013
Sozialhilfe unterstützt 3,5 Prozent der Bevölkerung

Im Kanton Solothurn bezogen im Jahr2013 8983 Personen Sozialhilfe. Diese verteilten sich auf 5744 Fälle. Gegenüber dem Jahr 2012 entspricht dies einer Zunahme von 5,5 Prozent bei den Fallzahlen und 5,6 Prozent bei den Personen. Die Sozialhilfequote steigt von 3,3 auf 3,5 Prozent. Dies zeigen die Resultate der Schweizerischen Sozialhilfestatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Kinder weiterhin grösste Altersgruppe

Knapp ein Drittel aller Personen in der Sozialhilfe und weiterhin die mit Abstand grösste Altersgruppe sind die Kinder. Ihre Anzahl hat gegenüber dem Jahr 2012 um 5,5 Prozent zugenommen. Die Sozialhilfequote der Kinder beträgt 5,8 Prozent und liegt damit deutlich über der kantonalen Sozialhilfequote von 3,5 Prozent.Die stärkste prozentuale Zunahme bei den Altersgruppen gegenüber 2012 gibt es bei den 26-35-Jährigen mit 9,4 Prozent. Bei den Personen zwischen 36 und 64 Jahren zeigt sich eine Zunahme von 6,8 Prozent. Dagegen hat die Anzahl der 18-25-Jährigen in der Sozialhilfe leicht abgenommen. Ebenfalls einen leichten Rückgang der Fallzahlen zeigt sich bei den Personen über 65. Diese haben mit 0,2 Prozent eine sehr tiefe Sozialhilfequote.

Über ein Fünftel der Sozialhilfebezüger/innen ist erwerbstätig

Im Jahr 2013 gehen 22,1 Prozent der Sozialhilfebezügerinnen und Sozialhilfebezüger über 15 Jahren einer Erwerbstätigkeit nach. Dieser Anteil hat gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen (2012: 21,9%). Von den erwerbstätigen Personen sind etwa 35 Prozent regelmässig angestellt, die anderen 65 Prozent arbeiten unregelmässig oder sind noch in der Lehre. 44,6 Prozent der Sozialhilfebezüger/innen sind Nichterwerbspersonen, das heisst, Personen, welche nicht erwerbstätig und aus verschiedenen Gründen nicht auf Stellensuche sind. Dieser Anteil hat gegenüber dem Vorjahr abgenommen (2012: 45,3%).

Weitere Zunahme bei Langzeitbezüger/innen (über 5 Jahre)

Fälle mit einer Bezugsdauer von mehr als fünf Jahren machen 16,1 Prozent der laufenden Fälle (2012: 13,2%), aber nur 5,7 Prozent der abgeschlossenen Fälle aus (2012: 5,9%). Es werden also verhältnismässig wenige Fälle mit einer Bezugsdauer von mehr als fünf Jahren abgeschlossen, was ein Indiz dafür ist, dass es für diese Bezüger/innen schwierig ist, einen Weg aus der Sozialhilfe zu finden. Dieser Befund entspricht einem gesamtschweizerischen Trend. Die Mehrheit der Fälle weist aber weiterhin eine Bezugsdauer von weniger als zwei Jahren auf. Bei den laufenden Fällen sind dies 55,5 Prozent und bei den abgeschlossenen Fällen 74,1 Prozent.

970 Alimente bevorschusst

Im Jahr 2013 wurden im Kanton Solothurn 970 Alimente bevorschusst. Diese kamen total 1179 Kindern und jungen Erwachsenen (bis 25 Jahre) zugute.

Quelle: Text Bundesamt für Statistik BfS, Dezember 2014

Die Schweizerische Sozialhilfestatistik

Die Daten im Kanton Solothurn werden seit 2004 im Rahmen der vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführten Schweizerischen Sozialhilfestatistik erhoben.
Die wichtigsten Kennzahlen der Sozialhilfestatistik sind die Sozialhilfe- und die Unterstützungsquote. Sie sind Indikatoren für das Risiko, von Sozialhilfeleistungen abhängig zu werden.
Die Sozialhilfequote ist definiert als Anteil der mit Sozialhilfe unterstützten Personen im Erhebungsjahr an der ständigen Wohnbevölkerung am 31.12. des Vorjahres gemäss der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP).

Die Unterstützungsquote ist definiert als Anteil der mit Sozialhilfe unterstützten Unterstützungseinheiten im Erhebungsjahr an allen Haushalten am 31.12.2000 (Volkszählung).

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