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Gletscher formen die Landschaft
Endmoräne bei Seon, Seetal AG
Ablagerungsformen (Akkumulationsformen)

Moränen sind wohl die bekanntesten Ablagerungsformen der Gletscher. Sie bestehen aus Schutt und Geröll unterschiedlicher Grösse.

Die Komponenten sind eckig bis kantengerundet. Je nach Moränentyp findet man mehr oder weniger viel Tonanteil.

Die Zusammensetzung der Moränen hat einen starken Einfluss auf die Böden, die sich daraus bilden und somit auf den Menschen, der diese Böden landwirtschaftlich nutzt.

Es gibt fünf verschiedene Moränenarten:

Grund-, Seiten-, Mittel-, Ober- und Endmoränen
Mittelland
Hallwilersee bei Seengen, Seetal AG

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Moränenarten
Grundmoräne: Sie wird durch das Material gebildet, das aus den steilen Felswänden in den Bergschrund fällt. Dieses Material wird dann nahe dem Boden im Gletscher mittransportiert, durch den Druck fein zermahlen und in Vertiefungen abgelagert.
Darunter versteht man Formen, die durch eine äussere Kraft, wie sie ein Gletscher oder fliessendes Wasser ausüben, geschaffen wurden.
Obermoräne: Sie wird durch das Material gebildet, das durch Block- oder Steinschlag, Lawanienschutt oder durch den «Agassiz-Effekt» - wiederholt einsickerndes und wieder gefrierendes Schmelzwasser - an die Oberfläche zurück befördert wurde.
Seitenmoräne: Material, das von steilen Felswänden auf den Gletscher fällt, wird auf dessen Oberfläche talwärts mittransportiert. An den steilen Flanken des Gletscher fällt es schliesslich herunter und wird seitlich vom Gletscher abgelagert. Es besteht aus grossen Gesteinsbrocken, die meist eckige Umrisse haben, und Feinmaterial.
Mittelmoränen: Sie entstehen an der Stelle, wo sich zwei Gletscher vereinen. Es sind immer die Seitenmoränen die sich dann zu einer einzigen Mittelmoräne zusammenschliessen.
Endmoräne:
eiszeitliche Endmoräne (Würm-Eiszeit) bei Seon AG

Der Gletscher schiebt an seiner Front Material vor sich hin (Stirnmoräne). Zieht sich der Gletscher in einer wärmeren Phase zurück, so bleibt das Material liegen und bildet eine sichelförmige Endmoräne.

Eratiker sind kleine bis grosse Steine die man im Vorfeld eines eiszeitlichen Gletschers gefunden hat. Man konnte sich früher nicht vorstellen woher diese Steine kamen, denn sie passten nicht in die geologische Region, in der man sie fand. Als man dann erkannte, dass die Schweiz einmal mit riesigen Gletscher zugedeckt war konnte man erklären, wie diese Steine ins Mittelland kamen. Als Leitgesteine bezeichnet man ganz bestimmte Eratiker, bei denen man genau sagen kann aus welchem Gebirge sie stammen.
Schmelzwasser-
schotter (Sander)
entstehen, wenn sich der Gletscherbach durch die Endmoräne schneidet und sein mitgeführtes Geschiebe auf ein grosses Gebiet im Vorfeld der Gletscher verteilt. Das grobe Material bleibt nahe der Moräne liegen. Aber das feine Material, wie Kies und Sand, wird weit auf das Gletschervorfeld hinaus getragen und dort abgelagert.

Im Gegensatz zu den Moränen besteht der Sander aus gut gerundeten Geröllen, die durch den Transport im Wasser abgeschliffen wurden.

Ein Gletschervorfeld ist ein durch Gletscherschwankungen geprägter Landschaftsausschnitt. Es umfasst im Bereich des Gletscherendes liegende Gebiete, die durch den Schmelzwasserabfluss und die Gletscherschwankungen gestalteten Akkumlationsflächen.

Die typische Abfolge von Gundmoräne mit Zungenbeckensee, Endmoräne und Schotterebene nennt man glaziale Serie.

Drumlinlandschaft im Kanton Zug

Drumlins sind ein wesentlicher Bestandteil einer Grundmoränenlandschaft. Sie wurden wahrscheinlich bei einem erneuten Vorstoss der Gletscher aus der Grundmoräne gebildet. Sie haben eine ähnliche Form wie Rundhöcker, bestehen aber nicht aus Fels sondern aus unsortiertem Moränenmaterial. Zudem haben sie die steilere Böschung nicht auf der Leeseite sondern auf der Luvseite.

Endmoräne bei Seon, Seetal AG
Endmoräne bei Seon, Seetal AG

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Leitgesteine der Gletscher
Rheingletscher Julier-Granit, Muschelsandstein
Linthgletscher Glarner Verrucano
Reussgletscher Windgällen-Porphyr
Aaregletscher Grimselgranit
Rhônegletscher Arolla-Gneise, Mt. Blanc-Granit, Vallorcine-Konglomerat
Quelle: EducETH Gletscher Puzzle
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