RAOnline EDU: Gletscher - Aufbau - Moränenarten, Spaltenarten
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Aufbau eines Gletschers
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Aufbau eines Gletschers

Die obersten Schichten eines Gletschers sind immer eine Kombination aus Schnee und Firn. Erst darunter folgt das Eis.

Da die Temperaturen in dieser Höhe immer unterhalb des Gefrierpunktes liegen, wandelt sich der Schnee nur sehr langsam in Firn um, so dass in dieser Höhenlage immer Schnee vorfindet. Firnfelder liegen etwas tiefer und stellen das Nährgebiet der Gletscher dar. Der Schnee wurde umgewandelt in Firn und wird später zu Eis. Im Firnfeld gibt es eine Spalte, die man Bergschrund nennt. Er trennt den beweglichen Bereich vom unbeweglichen Teil des Gletschers. Der Gletscher bewegt sich unterhalb des Bergschrundes langsam ins Tal hinunter.

Ein Gletschervorfeld ist ein durch Gletscherschwankungen geprägter Landschaftsbereich.

Schmelzwasserschotter (Sander) entstehen, wenn sich der Gletscherbach durch die Endmoräne schneidet und sein mitgeführtes Geschiebe auf einem grossen Gebiet im Vorfeld des Gletschers ablagert.

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Moränenarten
Grundmoräne: Sie wird durch das Material gebildet, das aus den steilen Felswänden in den Bergschrund fällt. Dieses Material wird dann nahe dem Boden im Gletscher mittransportiert, durch den Druck fein zermahlen und in Vertiefungen abgelagert.
Darunter versteht man Formen, die durch eine äussere Kraft, wie sie ein Gletscher oder fliessendes Wasser ausüben, geschaffen wurden.
Obermoräne: Sie wird durch das Material gebildet, das durch Block- oder Steinschlag, Lawanienschutt oder durch den den «Agassiz-Effekt» - d.h. wiederholt einsickerndes und wieder gefrierendes Schmelzwasser - an die Oberfläche zurück befördert wurde.
Seitenmoräne: Material, das von steilen Felswänden auf den Gletscher fällt, wird auf dessen Oberfläche talwärts mittransportiert. An den steilen Flanken des Gletscher fällt es schliesslich herunter und wird seitlich vom Gletscher abgelagert. Es besteht aus grossen Gesteinsbrocken, die meist eckige Umrisse haben, und Feinmaterial.
Mittelmoränen: Sie entstehen an der Stelle, wo sich zwei Gletscher vereinen. Es sind immer die Seitenmoränen die sich dann zu einer einzigen Mittelmoräne zusammenschliessen.
Endmoräne: Der Gletscher schiebt an seiner Front Material vor sich hin (Stirnmoräne). Zieht sich der Gletscher in einer wärmeren Phase zurück, so bleibt das Material liegen und bildet eine sichelförmige Endmoräne.
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U-Tal oder Trogtal

Trog- oder U-Täler wurden durch fliessende Gletscherströme gebildet. Die Erosionskraft von reinem, fliessendem Eis ist nicht sehr gross. Die grosse Erosionskraft erhalten fliessende Gletscher durch das im Eiskörper und an seinen Rändern mitgeführte Gesteinsmaterial. Die mitgeführten Gesteinstrümmer schleifen die Felsen ab. Durch ihr hohes Gewicht vermögen Gletscher verwitterten Boden und anderes lockeres Sedimentmaterial aus den Talsohlen und den unteren Hangpartien von Gebirgstälern auszuräumen. Wegen des hohen Eisgewichts und des mittransportierten Schleifmaterials verfügen die Gletscherströme über eine beeindruckende Erosionswirkung (Gletschererosion = Exaration). Mit Hilfe der Seiten- und Tiefenerosion (bei Gletschern wird die Erosionswirkung auch Schurf genannt) haben die Gletscher vor allem während den Eiszeiten die ehemaligen keilförmigen Flusstäler (Kerb- oder V-Täler) in Täler mit trogförmigem Querschnitt (Trog- oder U-Täler) umgestaltet.

Flusserosion V-Täler und Schluchten

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Gletscherspalten

Spalten bilden sich an verschiedenen Stellen im Gletscher.

Gletscherspalten
Randspalten reissen auf, weil der Gletscher am Rand durch die starke Reibung gebremst wird. Der mittlere Teil des Gletschers fliesst jedoch schneller.

Querspalten bilden sich, wenn der Gletscher über eine Felsstufe fliesst. Dabei bewegt sich der Gletscher in den steileren Bereichen etwas schneller als oberhalb der Stufe. Unterhalb der Stufe wird das Eis wieder zusammengedrückt, so dass sich die Spalten wieder schliessen.
Radiärspalten bilden sich vorne an der Zunge. Das Eis hat in diesem Bereich eine grössere Fläche zum Ausbreiten zur Verfügung. So dehnt sich die Zunge aus und die Radiärspalten öffnen sich.
Längsspalten entstehen im oberen Bereich der Gletscher durch die Oberflächenspannung im Eis.

Beim Gletschertor fliesst der Gletscherbach in die Ebene hinaus. An dieser Stelle ist der Gletscherbach weisslich gefärbt. Das feine Gesteinsmehl trübt den Bach derart, dass man dieses Wasser als Gletschermilch bezeichnet.

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