| Nepal's
Glaciers - Climate Change |
 |
Gletscher in Nepal |
 |
Gletscher im Himalaya Weitere Informationen |
|
|
|
 |
| Nepal: Ausbrüche von Gletscherseen |
| Wiederbewertung des Gletschersees Tsho Rolpa |
 |
Tsho Rolpa ist ein grosser, potenziell gefährlicher Gletschersee in Nepal, der seit Jahrzehnten Gegenstand umfangreicher Forschung und Überwachung ist, wobei die Regierung Nepals es 1997 sogar auf seine Prioritätenliste gesetzt hat.
Bis zum Jahr 2000 hatten die Minderungsaktivitäten das Niveau des Sees erfolgreich um 3 m reduziert, aber die Gefahr eines Ausbruchs droht immer noch. Der See hat sich in den letzten 60 Jahren durchweg erweitert und umfasst nun eine Fläche von 1,6 km2, was etwa 148 Standard-Fussballfelder entspricht. Studien haben einen Anstieg des Seegebiets um 3,3% von 2010 bis 2015 dokumentiert. Eine Überschwemmung wäre katastrophal für die nachgelagerten Gemeinden.
Forscher bewerten nun den Zustand von Tsho Rolpa - etwa 115 km nordöstlich von Kathmandu im Bezirk Dolakha in einer Höhe von 4'560 m ü.M. - mit modernsten Werkzeugen und Technologien. Eine Feldexpedition zum Standort vom 7. bis 21. Mai 2019 unter der Leitung von ICIMOD und ihren Partnern untersuchte den heutigen Zustand des Sees und seines Damms und der umliegenden morphologischen Bedingungen. Der See wird direkt vom Tarkading Glacier gespeist, der sich von 2009 bis 2019 jährlich mit einer Rate von 60 m zurückzog.
Das ICIMOD-Feldexpeditionsteam untersuchte auch Naa, Beding, Gongar Khola und Singati, direkt flussabwärts des Sees. Rund 6'000 Haushalte sind durch eine mögliche Gletschersee-Ausbruch (GLOF = Glacial Lakes Outburst Flood) gefährdet, und Kulturflächen, Wälder und Infrastruktur liegen im Weg. Dies ist besonders besorgniserregend, da Nepal die schwersten sozioökonomischen Auswirkungen auf GLOF-induzierter nationaler Ebene erlebt.
Eine ICIMOD-Studie aus dem Jahr 2011 berichtete, dass von 21 kritisch gefährlichen Gletscherseen in Nepal nur zwei ordnungsgemässen Minderungsaktivitäten ausgesetzt waren. Es besteht daher zunehmend die Notwendigkeit, eine zuverlässige GLOF-Gefahrenrisikobewertung und Warninstrumente zu entwickeln, um die Bereitschaft zu verbessern und die Widerstandsfähigkeit auf Gemeindeebene aufzubauen
 |
Die Feldexpedition zu Tsho Rolpa ist ein erster Schritt zur Verkleinerung der Forschungslücke bei der Erforschung der neuesten Überwachungs- und Modellierungstechnologien zur Unterstützung praktischer GLOF-Risikominderungsanwendungen. Das Team beobachtete, dass sich der See infolge des schnellen Abschmelzens eines angrenzenden Gletschers weiter ausdehnt und weiterhin die umliegenden Eisklippen kalbt. Auf der Grundlage der Beobachtungen empfahl das Team, bathymmetrische Untersuchungen in mindestens zwei Jahren im Abstand zu halten, die Verdrängung des Endmoränedamms zu überwachen und eine hydrometeorologische Station zu installieren, um Änderungen der Seemerkmale zu überwachen und Änderungen in den hydrologischen Prozessen zu erkennen.
Die Ergebnisse dieser Expedition werden Forschern helfen, ihre Aktivitäten auf andere kritische Gletscherseen in Nepal auszuweiten und der Regierung zu helfen, wirksame Frühwarn- und Risikominderungsstrategien wissenschaftlich zu planen.
Die Feldexpedition wurde gemeinsam von Forschern der School of Engineering, der University Newcastle, der Central Department of Geography, der Tribhuvan University, des Himalayan Cryophere, des Climate and Disaster Research Center (HiCCDRC), der Universität Kathmandu und ICIMOD durchgeführt.
 |
| Quelle:ICIMOD, 24. Juli 2019 |
| Text: RAOnline mit Hilfe des Firefox-Übersetzungstools |
 |
| Tsho
Rolpa, Rolwaling Valley |
nach
oben
RAOnline Bhutan |
RAOnline Nepal |
| RAOnline: Weitere Informationen über Länder |
| Links |
 |
 |
 |
Externer
link |
 |
International
Centre for Integrated Mountain Development
ICIMOD |
|
 |
|